European Beach Tour Luzern (F/M): Der lange Weg ins Hauptfeld

European Beach Tour Luzern (F/M): Der lange Weg ins Hauptfeld

Zürich - Zwei Spiele hat es nur gedauert, dann saß Shauna Mullin am Rande eines Nebencourts beim Swiss Masters in Luzern und schaute ein wenig verdrossen sein. Wieder einmal hatte sie mit ihrer Partnerin Zara Dampney nur eine kurze Zeit lang auf das Erreichen eines Hauptfeldplatzes bei der NESTEA European Championship Tour hoffen dürfen. Shauna Mullin und Zara Dampney sind zwei Beachvolleyballerinnen aus England, die erst seit zwei Jahren auf der internationalen Bühne aufgetaucht sind, um große Ziele zu erreichen. Bislang haben sie noch keine Qualifikationsrunde erfolgreich überstanden. Im Stadion an der Bühlermatte, unmittelbar am Vierwaldstättersee gelegen, waren Mullin/Dampney nach einem 0:2 gegen die Russinnen Khomkyakova/Yarzutkina ausgeschieden. Trotzdem ging für Shauna Mullin danach die Welt nicht unter: "Wir müssen eben noch viel üben, üben, üben und brauchen solche Wettkämpfe, um unser Ziel zu erreichen." Und das ist nicht weniger als die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2012 in London, also für Mullin/Dampney in der Heimat.

Alle in der Beachvolleyball-Szene reden in diesen Wochen von den Olympischen Spielen, von der Schwierigkeit, genügend Ranglistenpunkte zu sammeln, um einen der begehrten Teilnehmerplätze für Peking zu erhalten. Das gilt auch für die europäischen Top-Teams, in deren Köpfen beispielsweise die Europameisterschaft in diesem Jahr eine große Rolle spielt. Beim NESTEA European Championship Final vom 10. bis zum 13. Juli auf dem Hamburger Rathausmarkt werden nämlich auch wertvolle Ranglistenpunkte vergeben.

Für Mullin/Dampney ist das alles noch sehr weit weg und doch so nah. Noch nie haben sie einen Wettkampf gegen europäische Größen wie die Griechinnen Vassiliki Karadassiou/Vassiliki Arvanity oder die Norwegerinnen Nila Hakedal/Ingrid Toerlen erlebt, die beim Swiss Masters wie gewohnt zu den Favoriten zählen. Aber Mullin/Dampney sind Teil eines großen Projektes des englischen Volleyball-Verbandes. Drei Frauen- und zwei Männer-Teams sind in Bath stationiert, von wo aus sie die internationalen Turniere besuchen, um sich nach oben zu spielen. Angeleitet werden sie von Angela Clarke und Matthew Grinlaubs, zwei ehemaligen australischen Profis. "Für uns ist die NESTEA European Championship die beste Chance, Erfahrung zu sammeln", sagt Shauna Mullin. Auch wenn das bislang mangels sportlicher Ergebnisse ein eher zweifelhaftes Vergnügen ist. Im September haben Mullin/Dampney beim Englisch Masters in Blackpool (11. bis 14. September) aber Gelegenheit, sich den eigenen Fans zu präsentieren. Dort werden sie als ein Team aus dem Gastgeberland wohl auch einen Platz im Hauptfeld haben.

Derweil ist die Konkurrenz in der ranghöchsten europäischen Turnierserie jedenfalls zu stark. Folgende Teams setzten sich in der Qualifikation durch und dürfen ab Freitag morgen im Hauptfeld mitmischen.

Frauen: Kim Renkema/Margo Wiltens (NED), Marketa Slukova/Kristyna Kolocova (CZE), Geeske Banck/Anja Günther (GER). Danica Hanzelova/Gabriela Tomasekova (SVK)

Männer: Michal Kadziola/Jakub Szalankiewicz (POL), Andy Ces/Kevin Ces (FRA), Garcia Rodriguez/Martin Hernandez (ESP), Michal Litva/Peter Varga (SVK)


Der weitere Zeitplan für Luzern sieht wie folgt aus:
Freitag, 23. Mai, 9 bis 19 Uhr: Hauptfeld (Männer und Frauen)
Samstag, 24. Mai, 9 bis 15 Uhr: Hauptfeld (Männer und Frauen)
ab 15 Uhr: Halbfinalspiele Frauen
ab 17 Uhr: Halbfinalspiele Männer
Sonntag, 25. Mai, ab 13 Uhr: Medaillenspiele Frauen
ab 17 Uhr: Medaillenspiele Männer

(GSM)