Europapokal (F/M): Friedrichshafen und Dresden glänzen

Europapokal (F/M): Friedrichshafen und Dresden glänzen Ein gewohntes Bild aus der Bundesliga und mittlerweile auch in Europa: Der Jubelkreis des VfB Friedrichshafen.

Grandioser Erfolg für zwei Bundesligisten auf europäischem Parkett: Der VfB Friedrichshafen qualifizierte sich trotz einer 1:3-Niederlage (25-18, 23-25, 18-25, 22-25) gegen Dinamo Moskau für das Viertelfinale in der Champions League, wo der Sieger aus Treviso/ITA – Mallorca/ESP wartet. Im Challenge Cup lieferten die Frauen des Dresdner SC dem favorisierten Ensemble von Las Palmas einen dramatischen Kampf, der in einem 15-7 im „golden set“ gipfelte. Zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Arnd Ludwig das Rückspiel mit 3:2 (20-25, 25-20, 22-25, 25-20, 15-6) gewonnen und somit den Entscheidungssatz nach dem 0:3 im Hinspiel erzwungen.

Die Ausgangslage war klar: Ein Satz reichte den Friedrichshafenern, nachdem sie das Hinspiel deutlich mit 3:0 gewonnen hatten. Und so legten sich die Mannen von Trainer Stelian Moculescu im Auftaktsatz mächtig ins Zeug und gingen über 16-14 vorentscheidend mit 20-15 in Führung. Der Rest war nur noch Jubel, anschließend wechselten die Friedrichshafener munter durch und Moculescu meinte danach: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wer damit gerechnet hätte, dass wir gegen Moskau weiterkommen, muss größenwahnsinnig sein.“ Gegner im Viertelfinale dürfte aller Voraussicht nach – wie im Vorjahr – erneut die italienische Weltklassemannschaft aus Treviso (mit Stefan Hübner) sein. Die Italiener hatten das Hinspiel gegen Mallorca mit 3:0 gewonnen und benötigen ebenfalls nur noch einen Satzgewinn.

Spielstatistik Moskau - Friedrichshafen

Der Jubel im Dresdner Lager war nicht minder groß. Mit bekannter Heim- und Kampfstärke wurde zunächst in fünf Sätzen die Hinspielniederlage egalisiert, davon erholte sich Las Palmas überhaupt nicht und hatte auch im entscheidenden „golden set“ nicht den Hauch einer Chance. "Das war schon der Hammer heute. Es war eine super Mannschaftsleistung, auch aller eingewechselten Spielerinnen. Dazu kamen die 2.100 Zuschauer, die ab dem vierten Satz die Halle in eine Hölle verwandelten", jubelte DSC-Coach Arndt Ludwig überschwänglich. Im Halbfinale kommt es nun zu einem Duell mit Sylvia Roll (Istanbul/TUR). Roll gelang der Sprung in die Finalrunde durch ein 3:1 über Bukarest, und mit Kathy Radzuweit (Imola/ITA) könnte eine weitere deutsche Spielerin dabei sein. Sie muss mit ihrem Verein das heutige Rückspiel in Piräus siegreich gestalten.

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Foto Jürgen Sabarz: Der Präsident des Vlaams Volleyball Bond Willy Bruininx (links) überreichte Norbert Walter den Pokal, in der Mitte Roeselare-Präsident Daniel van den Berghe.

Bei weiteren Spielen mit deutscher Beteiligung hatte nur Hanka Pachale (Perugia/ITA) Grund zum Jubeln: Die Italienerinnen setzten sich locker gegen Teneriffa durch und treffen nun im Viertelfinale der Champions League auf Jesi/ITA. Zwar siegte Norbert Walter mit seinem Verein Roeselare/BEL 3:2 im Rückspiel der Champions League gegen Athen, doch den Griechen reichte bereits ein Satzgewinn zum Weiterkommen. Grund zur Freude hatte Walter dennoch, denn vor der Partie wurde er als bester Blockspieler der Vorrunde ausgezeichnet. Knapp am Einzug in die Finalturniere scheiterten Simon Tischer (Thessaloniki/GRE) im CEV Cup sowie Björn Andrae und Frank Dehne (Olsztyn/POL) im Challenge Cup. Thessaloniki unterlag im Rückspiel der russischen Mannschaft von Novy Urengoi mit 2:3 und musste sich im anschließenden „golden set“ mit 11-15 beugen. Olsztyn verpasste genau diesen Entscheidungssatz, weil im fünften Satz gegen Modena/ITA gar nichts mehr ging.

Weitere Ergebnisse mit deutscher Beteiligung
Perugia – Teneriffa 3:1 (28-26, 23-25, 25-18, 25-22), jetzt gegen Jesi
Thessaloniki – Novy Urengoi 2:3 (26-28, 26-24, 28-30, 25-22, 11-15) >>> golden set 11-15
Olsztyn – Modena 2:3 (19-25, 25-19, 20-25, 25-19, 4-15)
Roeselare – Athen 3:2 (21-25, 25-20, 18-25, 25-22, 15-10)