Europapokal (F/M): Dresden weiter, Berlin raus – Friedrichshafen vergibt Matchbälle
Es war ein spannender Europapokalabend und brachte aus deutscher Sicht einen Sieg und zwei Niederlagen: Der Dresdner SC feierte auch im Rückspiel des Achtelfinals im Challenge Cup einen 3:1-Sieg (25-23, 25-18, 24-26, 25-21) über Panathinaikos Athen und qualifizierte sich somit für das Viertelfinale. Gegner dort ist Las Palmas/ESP, u.a. mit der kubanischen Legende Regla Bell. Gespielt wird am 12.-14. Februar in Spanien, das Rückspiel findet eine Woche später in Dresden statt (19.-21. Februar). Weniger Erfolg hatte der SCC Berlin im gleichen Wettbewerb bei den Männern: Nachdem das Hinspiel denkbar knapp mit 2:3 gegen Olsztyn/POL verloren gegangen war, musste sich die Mannschaft von Trainer Michael Warm im Rückspiel mit 1:3 (25-20, 18-25, 19-25, 18-25) gegen Björn Andrae, Frank Dehne & Co geschlagen geben. Olsztyn trifft im Viertelfinale auf Modena/ITA.
In der Champions League vergab Titelverteidiger VfB Friedrichshafen bei seinem Gastspiel in Piräus zunächst eine 2:0-Satzführung und anschließend im fünften Satz auch noch zwei Matchbälle. Die Partie ging mit 2:3 (25:19, 25:22, 22:25, 21:25, 14:16) verloren, hatte aber keine Auswirkungen, da Friedrichshafen bereits zuvor als Gruppenzweiter für die Ko-Runde der besten zwölf Teams qualifiziert war. Die Auslosung der Ko-Runde erfolgt am 31. Januar um 14.30 Uhr in Luxemburg, folgende Teams überstanden die Vorrundenphase: Cannes/FRA, Cuneo/ITA (beide Gruppe A), Athen/GRE, Belchatow/POL (beide Gruppe B), Kazan/RUS, Friedrichshafen (beide Gruppe C), Piacenza/ITA, Mallorca/ESP (beide Gruppe D), Treviso/ITA, Wegiel/POL (beide Gruppe E), Moskau/RUS und Paris/FRA (beide Gruppe F)
Die deutschen Spieler in Diensten von ausländischen Vereinen schnitten folgendermaßen ab: Stefan Hübner qualifizierte sich mit Treviso/ITA ebenfalls für die Ko-Runde in der Champions League, Norbert Walter zog mit Roeselare/BEL als bester Gruppendritter ebenfalls eine Runde weiter. Dagegen scheiterten Simon Tischer (Thessaloniki/GRE) und Georg Wiebel (Maaseik/BEL) als jeweilige Gruppendritte an diesem Vorhaben. Hanka Pachale gelang in der Champions League der Frauen ebenfalls der Sprung in die Runde der besten zwölf Teams.
Im CEV Cup hat der Verein von Christiane Fürst (Pesaro/ITA) beste Aussichten, das Finalturnier der besten vier Teams zu erreichen. Dazu ist nach dem 3:1-Sieg im Hinspiel am 31. Januar ein Sieg gegen Bielsko-Biala/POL erforderlich.
Im Challenge Cup musste sich Mark Siebeck mit Ankara/TUR nur äußerst knapp geschlagen geben. Gegen den klaren Favoriten Modena gewannen die Türken das Rückspiel mit 3:2, unterlagen im entscheidenden „Golden Set“ jedoch mit 14-16. Dagegen ist Sylvia Roll mit ihrem Verein Vakifbank Istanbul/TUR souverän in das Viertelfinale eingezogen – 3:0 und 3:1 lauteten die Ergebnisse gegen Beziers/FRA. Noch Chancen auf das Viertelfinale hat auch Kathy Radzuweit (Imola/ITA). Nach gewonnenem Hinspiel müsste vor eigenem Publikum gegen Muszyna/POL ein weiterer Sieg möglich sein.