DVV-Frauen: Munteres Montreux-Trio: Hippe, Kauffeldt und Möllers - Drei echte Youngster debütieren im A-Team
Es sieht ganz so aus, als hätte Nationaltrainer Giovanni Guidetti einen guten Griff getan, als er das Trio Saskia Hippe, Berit Kauffeldt und Lena Möllers zum VolleyMasters nach Montreux einlud: „Sassi, Berti und Leni“ sind mit ihren 17, 17 und 18 Jahren zwar noch im besten Juniorenalter, fügten sich aber auf bemerkenswerte Weise ins Montreux-Team ein. Lena Möllers aus Bocholt (in Westfalen) ist mit ihren 188 cm eine echte Zuspiel-Hoffnung und präsentierte sich zum Turnierauftakt im Spiel gegen Italien mit einer starken Leistung. Saskia Hippe zeigte sich nicht nur Außenangriff sondern auch auf der Diagonalposition als flexible und fleißige Punktesammlerin und auch Berit Kauffeldt kam zu ihren ersten Einsätzen. Auch die ein Jahr „ältere“ Denise Hanke gehörte erstmals zum Aufgebot.
Die Klasse des jungen Trios kommt nicht von ungefähr. Alle drei wurden im letzten Jahr Jugendeuropameister und nahmen an der Jugend-WM teil, Hippe und Kauffeldt holten in ihren Vereinen mehrfach Titel im Jugendbereich. Dabei bleiben alle bescheiden: als nächstes sportliches Ziel peilen sie ein gutes Abschneiden bei der kommenden Juniorinnen-EM an – aber auch die A-Nationalmannschaft lockt. Sie wissen, dass die Konkurrenz hart ist, wollen aber den Sommer 2008 nutzen, um weiter auf sich aufmerksam zu machen. Die Turniere in Montreux und Courmayeur sind eine gute Plattform, mit weiteren Nominierungen ist zu rechnen.
Während Lena Möllers von ihrem Stammverein TuB Bocholt zum VC Olympia wechselte, spielt Saskia Hippe beim Köpenicker SC und Berit Kauffeldt beim Schweriner SC. Alle drei investieren viel Zeit in ihren Sport und ihre Passion: Volleyball. Für Hobbies bleibt nur wenig Zeit: Saskia Hippe mag Musik, chattet und shoppt gerne. Auch Berit Kauffeldt mag Shoppen und das Internet, nutzt aber auch ihre karge Freizeit zum Lesen. Lena Möllers liest gerne und mag Musik – und besucht gerne alte Freunde.
Alle wissen: geschenkt wird einem nichts – weder in Montreux, noch in diesem Sommer, noch in der ferneren Zukunft. Trainieren und lernen ist die Devise. Trainer Giovanni Guidetti stellt fest: „Diese drei und auch Denise Hanke sind Spielerinnen mit Perspektive und schon so weit, daß sie der Mannschaft helfen können. Aber das wird ein schwerer Sommer für sie alle – mit vielen Reisen und vielen harten Trainingseinheiten vor allem im Technikbereich. Sie haben eine Super-Mentalität, eine gute Einstellung und ich freue mich, dass sie von der Mannschaft gut aufgenommen wurden und schon integriert sind. Das ist eine besondere Leistung dieser Gruppe, mit der ich sehr zufrieden bin.“
(Jürgen Sabarz)