Deutsche smart Beach-Volleyball Meisterschaften Timmendorfer Strand (F): Goller/Ludwig gewinnen zum dritten Mal in Serie

Deutsche smart Beach-Volleyball Meisterschaften Timmendorfer Strand (F): Goller/Ludwig gewinnen zum dritten Mal in Serie Sie sind die Größten: Laura Ludwig und Sara Goller.

Sara Goller/Laura Ludwig haben deutsche Beach-Volleyball Geschichte geschrieben: Das für Hertha BSC spielende DVV-National-Duo gewann als erstes Frauen-Team zum dritten Mal in Folge die Deutsche Meisterschaft. Im Finale siegten Goller/Ludwig souverän 2:0 (21-12, 21-14) gegen Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich (USC Münster). Für den Triumph kassierten die Olympia-Neunten 10.000 Euro Preisgeld, die Verliererinnen erhielten 5.400 Euro. Neben dem DM-Hattrick feierten Goller/Ludwig auch das „Double“ aus EM- und DM-Titel.

Im Turnierverlauf hatten Brink-Abeler/Jurich die Titelverteidigerinnen mit 2:0 (21-16, 21-17) vom Platz gefegt – das sollte Goller/Ludwig nicht noch einmal passieren. Und so begannen Goller/Ludwig furios und setzten mit druckvollen und platzierten Aufschlägen ihre Gegnerinnen unter Druck. Zunächst servierte Ludwig mit viel Seitspin ein Ass (4-2), kurze Zeit später erhöhte Goller mit Hilfe der Netzkante (7-3). Ziel der Aufschläge war stets Jurich, die im bisherigen Turnierverlauf überragend agiert hatte. Gegen die mit Härte und Raffinesse geschlagenen Aufschläge fand sie jedoch keine Einstellung. Und wenn die Münsteranerinnen einen einigermaßen gescheiten Spielaufbau zustande brachten, schnappte oftmals die Block- und Feldabwehr der Peking-Teilnehmerinnen zu. Zahlreiche sehenswerte Ballwechsel waren die Folge, es war eine regelrechte „Flugschau“. Doch eines war fast immer gleich: Das bessere Ende war meistens auf Seiten von Goller/Ludwig, die gleich den ersten Satzball per Cut (Ludwig) nutzten (21-12).
Der zweite Satz begann identisch: Ludwig schlug ein Ass, Jurich setzte unter Druck einen Angriff ins aus (4-1). Wie präsent und aufmerksam die Titelverteidigerinnen waren, zeigte Goller, die per Hecht ein Netzkanten-Aufschlag rettete und anschließend den Ball versenkte. Brink-Abeler/Jurich versuchten alles und wechselten kurzfristig sogar ihre Annahmepositionen. Das verwirrte Goller/Ludwig kurz, nach einem Angriffsfehler Ludwigs hieß es Ausgleich (6-6). Die Freude über den Gleichstand währte jedoch nur kurz, ein Annahmefehler Brink-Abelers ließ die Berlinerinnen gleich wieder in Front gehen (8-6). Eine starke Abwehr per Poke-Technik mit anschließendem Punkt (Ludwig) war das Signal für einen Zwischenspurt: Goller/Ludwig setzten sich mit weiteren Punkten vorentscheidend auf 13-8 ab, der Widerstand war endgültig gebrochen. Ludwig war es schließlich, die den zweiten Matchball mit einem feinen „Ableger“ verwandelte. Anschließend lagen sich beide Teams lange in den Armen, danach wurde ein gemeinsamer „Diver“ zu den Fans vollzogen.

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Foto SAE: Prächtiges Stadion, tolle Kulisse, Traumwetter: Die Deutschen Meisterschaften 2008 in Timmendorfer Strand.

Nach dem Finale meinte Sara Goller: „Wir waren so enttäuscht nach Peking und wollten allen zeigen, dass wir es besser können. Wir haben aber nicht erwartet, dass es so gut läuft. Wir waren zwar körperlich fit, aber das entscheidende ist der Kopf. Dass dies nicht leicht ist, hat man bei Okka (Rau) und Stephi (Pohl) gesehen. Wir sind natürlich mit der bisherigen Saison und den Höhepunkten EM und DM zufrieden – Olympia nicht unbedingt – aber auf der World Tour haben wir nicht so gut gespielt, wie wir wollten. Wir glauben zu wissen, woran das lag und wollen das ändern.“

Laura Ludwig ergänzte: „Nach dem „Einlauf“ gestern gegen Rieke (Brink-Abeler) und Hella (Jurich) haben wir etwas anders gespielt. Wir haben einfach besser aufgeschlagen und in der Block- und Feldabwehr besser agiert. Gestern haben wir ungefähr zehn bis zwölf Bälle in den Block von Hella geschlagen.“

Hella Jurich meinte zur Finalniederlage: „Sie haben uns von Anfang an unter Druck gesetzt, sowohl Laura als auch Sara. Zudem haben sie die langen Ballwechsel gewonnen, aus denen man vielleicht noch mal einen Kick bekommen hätte. Sie waren so konzentriert, wir haben sie nicht durchbrechen können. Wir waren froh, im Finale zu stehen. Es ist keine Schande gegen sie zu verlieren, wenn sie so spielen. Es war nicht so wie 2006, weil wir bis zum Ende gekämpft haben. Es macht einfach Spaß vor dieser Kulisse zu spielen.“