Beach-EM Hamburg (F): Goller/Ludwig und Pohl/Rau in Runde drei, Banck/Günther verlieren
Sara Goller/Laura Ludwig und Okka Rau/Stephanie Pohl haben bei der Beach-EM die dritte Siegerrunde erreicht und damit bereits Platz neun sicher. Goller/Ludwig siegten im „Krimi“ gegen Rieke Brink-Abeler/Hella Jurich nach Abwehr von vier Matchbällen mit 2:1 (18-21, 21-17, 25-23), Pohl/Rau setzten sich gegen die Schweizerinnen Kuhn/Schwer 2:0 (22-20, 21-16) durch. Knapp an der Runde drei scheiterten Geeske Banck/Anja Günther, die den Griechinnen Arvanity/Karadassiou 1:2 (23-21, 21-23, 6-15) unterlagen.
Das deutsche Duell zwischen Goller/Ludwig und Brink-Abeler/Jurich war nichts für schwache Nerven. Nachdem es 1:1 nach Sätzen stand, deutete beim 10-7 im dritten Satz alles auf Goller/Ludwig hin. Doch das Münsteraner Duo konterte und hatte nach einem Aufschlag-Winner von Jurich den ersten Matchball. Weitere drei folgten und blieben ungenutzt wie auf der Gegenseite sechs Matchbälle für Goller/Ludwig. Beim 24-23 antizipierte Ludwig den Shot von Brink-Abeler und vollendete im zweiten Versuch. In der dritten Runde treffen Goller/Ludwig nun auf die Niederländerinnen van Iersel/Wesselink (16.00 Uhr Center Court).
Ludwig meinte danach: „Es war ein geiles Spiel und hat viel Spaß gemacht. Wir hatten eine krasse Auslosung, aber das war ja zu erwarten. Wir sind im vergangenen Jahr Vize-Europameister geworden, das wollen wir toppen.“
Pohl/Rau mussten im ersten Satz - nach einem 15-12 Zwischenstand - in die Verlängerung, weil in der Endphase zu zaghaft agiert wurde. Rechtzeitig zeigte das Duo jedoch seine Qualitäten und sicherte sich den ersten Satz per Blockpunkt von Pohl.
Der zweite Satz verlief bis zum 15-15 ausgeglichen, dann punktete Rau zweimal nach Abwehraktionen, und Kollegin Pohl servierte einen Aufschlag-Winner. Fünf Punkte in Serie führten schließlich zum Satzerfolg. Der nächste Gegner sind die Belgierinnen Mouha/van Breedam (17.00 Uhr Center Court).
Stephanie Pohl meinte: „Die Schweizerinnen liegen uns nicht so unbedingt, deshalb bin ich sehr froh, dass wir 2:0 gewonnen haben. Wir hatten kurzfristig unser taktisches Konzept verloren, uns dann aber wieder darauf besonnen. Gegen die Belgierinnen haben wir – glaube ich – zweimal gewonnen und einmal verloren. Wir müssen gut spielen, das ist kein Selbstläufer.“
Banck/Günther hatten im zweiten Satz die Siegchance gegen die Titelverteidigerinnen Arvanity/Karadassou, als diese ungenutzt blieb, waren sie im dritten Satz chancenlos. Geeske Banck sagte: "Nachdem wir den Matchball im zweiten Satz vergeben hatten, hat unsere Spannung nachgelassen. Im ersten Satz hatten wir etwas mehr Glück und im zweiten Satz die Griechinnen, so dass das Match sehr eng gewesen ist. Ähnlich zu den beiden Spielen in Luzern in diesem Jahr. Aber am Ende haben Arvanity und Karadassiou einfach mehr zu zusetzen."
Anja Günther ergänzte: "Die beiden sind nicht umsonst die Titelverteidigerinnen und man merkt, dass sie schon lange zusammenspielen."