Beach-EM Hamburg (F): Goller/Ludwig im Finale

Beach-EM Hamburg (F): Goller/Ludwig im Finale Finale! Sara Goller (links) und Laura Ludwig herzen sich

Sara Goller/Laura Ludwig stehen wie im Vorjahr im EM-Finale. Die deutsche Nummer eins siegte im Halbfinale gegen die deutsche Nummer zwei, Stephanie Pohl/Okka Rau, knapp in zwei Sätzen 2:0 (25-23, 21-19). Goller/Ludwig treffen im Finale auf den Sieger des norwegischen Halbfinals Hakedal/Toerlen – Maaseide/Glesnes, Pohl/Rau auf den Verlierer. Gewinnen Pohl/Rau das Spiel um Platz drei ist ihnen zudem das Peking-Ticket sicher.

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Das deutsche Duell wurde auf dem fast restlos besetzten Center Court mit Spannung erwartet und erfüllte auch die Erwartungen. Zwar nicht immer hochklassig, doch vom ersten Ballwechsel an dramatisch war der Spielverlauf. Pohl/Rau erwischten den besseren Start und lagen nach Block- und Abwehraktionen 9-12 vorne. Dabei profitierten sie auch davon, dass ihre Gegnerinnen vier Aufschlagfehler in Serie produzierten. Bis zum 15-18 hielt der Vorsprung, dann punktete Ludwig mit einem direkt verwandelten Abwehrball und Rau unterlief ein Angriffsfehler (18-18). Beim 19-20 hatten Pohl/Rau Satzball, den Goller/Ludwig abwehrten. Anschließend verschaffte Goller per Block gegen Rau die Führung und Satzball Nummer eins, der ebenso wie zwei weitere nicht zum Erfolg führten. Beim 24-23 war es schließlich Goller, die mit einem druckvollen Sprungaufschlag Pohl derart unter Druck setzte, dass Rau nicht mehr zum Zuspiel kam.
Der zweite Satz verlief völlig ausgeglichen mit mehreren Führungswechseln. Beim 19-19 fiel die Entscheidung: Pohl/Rau hatten dreimal die Chance, sich den Satzball zu erspielen, doch dreimal parierten Goller bzw. Ludwig. Letztlich versenkte Goller die Punktchance zum ersten Matchball, den Ludwig in ihrer unnachahmlichen Art mit einer direkten Abwehr nutzte.

Laura Ludwig meinte nach dem Halbfinale: „Der Wille war da, wir hatten uns fest vorgenommen zu gewinnen. Wenn man Rückstände wie im ersten Satz aufholt, drückt sich das immer positiv auf die Stimmung aus. Nachdem unsere Aufschläge im ersten Satz zunächst nicht funktioniert haben, hat sich das im Verlauf des Spiels geändert. Wir brauchen den Aufschlag, um Druck auszuüben. Ich habe Sara mit einigen zweiten Bällen geholfen, weil sie großen Druck hatte und ich mich gut fühle. Jetzt wollen wir auch Gold holen.“ Zur Stimmung in Hamburg und zum Finalgegner meint Ludwig: „Ende des ersten Satzes bestand mein Körper aus Gänsehaut, die Stimmung auf dem Center Court war klasse. Ich würde lieber gegen Maaseide/Glesnes spielen, die liegen uns mehr. Es wird auf jeden Fall eine enge Kiste.“

Okka Rau sagte: „Laura und Sara sind fitter als wir, es macht sich bemerkbar, dass sie eine Woche Pause hatten vor der EM. Aber wir haben gut gespielt, das macht uns zuversichtlich, das kleine Finale zu gewinnen. Wir haben noch eine Chance, den entscheidenden Schritt nach Peking zu machen.“ Stephanie Pohl ergänzte: „Dafür, dass wir so platt waren, ist es ganz schön eng gewesen. Man hat in den entscheidenden Phasen gemerkt, dass wir nur 60-70% geben konnten.“

Die entscheidenden Spiele werden auf www.laola1.tv live und kostenlos übertragen.

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