Verband: Götz Moser tritt als Vizepräsident Sport zurück!

Verband: Götz Moser tritt als Vizepräsident Sport zurück!

Götz Moser hat sein Amt als Vizepräsident Sport zum 1. Januar 2007 nieder gelegt. Damit gibt Moser auch seinen Sitz im Vorstand und Präsidium des Deutschen Volleyball-Verbandes auf. Der Berliner war bis 2009 gewählt worden.

In Briefen an das DVV-Präsidium und die Präsidenten der Landesverbände begründete Moser diesen Schritt mit der zunehmenden Kritik an seiner Politik und der fehlenden Unterstützung seitens einiger Landesverbände. Die Kritik war vor allem im Rahmen der Frauen-WM aufgekommen. "Nach längerer Überlegung bin ich zu der Überzeugung gekommen, diesen Schritt zu machen. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Ertrag. Es ist unabdingbar, wieder einen Sportdirektor einzustellen, diese Lücke ist von einem Ehrenamtlichen nicht zu füllen", heißt es in dem Schreiben. DVV-Präsident Werner von Moltke bedauerte den Schritt und meinte: "Götz Moser hat über Jahre dem DVV mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Ich danke ihm für sein unglaubliches Engagement und weiß, wie schwer ihm dieser Schritt gefallen ist."

Der 68-Jährige hatte seit 1999 das Amt des Vizepräsidenten Sport inne und war maßgeblich an den gelungenen Veranstaltungen WM der Frauen (2002), EM der Männer (2003) und Beach-WM (2005) beteiligt. Alle Finalwettkämpfe fanden seinerzeit in Berlin statt, als Moser auch noch Präsident des Volleyball-Verbandes Berlin war.

Moser bleibt dem Volleyballsport als Stützpunktleiter in Berlin und Manager des Zurich Teams VC Olympia Berlin erhalten. Vor allem der Nachwuchssport und der VC Olympia Berlin waren Moser stets eine Herzensangelegenheit gewesen – ohne ihn wäre dieser wegweisende und einmalige Schritt in der deutschen Sportlandschaft, mit der Junioren-Nationalmannschaft in der 1. Bundesliga zu spielen, nicht möglich gewesen.

Werner von Moltke übernimmt kommissarisch zunächst das Amt des Vizepräsidenten Sport und wird gemeinsam mit dem Präsidium des DVV eine Lösung für die Nachfolge und die entsprechende Abstimmung des Arbeitsfeldes mit dem zukünftigen Sportdirektor des DVV finden.