U-18-WM in Mexiko (w): 3:0 bringt Deutschland in die nächste Runde
Mexicali – Es war das erwartet harte Stück Arbeit, das die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der weiblichen U 18 am Montagabend bei der WM in Mexiko leisten musste. Doch letztlich bezwangen die DVV-Mädchen in der Zwischenrunden-Gruppe G (Plätze 9 – 16) Gastgeber Mexiko klar mit 3:0 (25:22, 25:15, 25:23) und stehen damit schon vor dem letzten Gruppenspiel sicher in der Runde um die Ränge neun bis zwölf.

Gemeinsam zum Sieg über den Gastgeber Mexiko. Foto FIVB
„Das war unser erklärtes Ziel, das haben wir geschafft“, war Bundestrainer Jens Tietböhl nach der 80-minütigen Auseinandersetzung mit den Mexikanerinnen zufrieden, aber nicht euphorisch. Der Sieg kam mit einer guten Leistung zu Stande, „aber wir haben nicht so optimal gespielt, wie gestern beim 3:0 gegen die USA“, unterstrich Tietböhl, hatte aber auch eine Erklärung parat: „Mexiko hat sich nochmal deutlich gesteigert und uns das Leben sehr schwer gemacht.“
Dass die Sache kein Spaziergang werden würde, war schon nach wenigen Ballwechseln klar. Zwar verfügte die deutsche Sechs über die bessere Athletik und auch über ein sichtbar größeres Repertoire als der Herausforderer. Doch Mexiko glich das mit konzentrierten Abwehrleistungen in Block und Feldabwehr aus. So blieben vor allem Angriffe über die Mitte hängen, auf einmal sah sich das DVV-Ensemble nach 7:4-Führung 11:15 hinten. Tietböhl reagierte, brachte für Janine Hinderlich im Mittelblock Anja Brandt – und bewies damit eine glückliche Hand. Denn Brandt, bisher im Turnier nur für wenige Ballwechsel auf dem Feld, war sofort voll da. Mit ihr im Team kippte der Satz wieder zu Gunsten Deutschlands. „Der Wechsel war mit spielentscheidend. Anja hat neuen Wind reingebracht“, lobte der Bundestrainer die für VCO Berlin spielende Elmshornerin ausdrücklich.
Mit zwei, drei gelungenen Blockaktionen war Deutschland wieder im Rennen und ging mit dem zweiten Satzball 1:0 in Front. Den Schwung aus der Schlussphase des ersten Durchgangs nahm die Tietböhl-Sechs dann mit in den zweiten, in dem die Gastgeberinnen eigentlich durch die Bank auf verlorenem Posten standen. Es war kein Feuerwerk, das der Europameister abbrannte, aber das Team spielte clever und effektiv. Und gab man mal zwei Punkte in Folge ab, war genug Selbstsicherheit da, das Heft wieder in die Hand zu nehmen.
Kritisch wurde es dann erst wieder gegen Ende des dritten Satzes. Eine eigentlich doch komfortable 21:15-Führung wackelte bedenklich nach fünf Eigenfehlern in Folge. Die Mexikanerinnen bekamen die zweite Luft, schlossen bei 23:23 auf. Doch ein Eigenfehler der Gastgeberinnen und – den ansonsten fairen, aber bei diesem Aufschlag laut pfeifenden 1500 mexikanischen Zuschauern in der Arena zum Trotz – ein Ass der nervenstarken Kapitänin Patricia Grohmann, setzten dem Match ein Ende.
Nach dem dritten 3:0-Sieg in Folge wartet auf das deutsche Team am Dienstag (18 Uhr Ortszeit) nun Peru. „Auch da wollen wir wieder versuchen, guten Volleyball zu spielen“, ist das Ziel von Tietböhl.
Deutschland spielte mit: Möllers – Grohmann, Hinderlich, Walkenhorst (alle VCO Berlin), Hippe (Köpenicker SC), Kauffeldt (Schweriner SC) – Dürr (RR Vilsbiburg); Brandt, Bieneck (beide VCO), Sydlik (Köpenick)
Zwischenrunde Gruppe G (Plätze 9 – 16)
So., 5.8.: Deutschland – USA 3:0
Mo., 6.8.: Deutschland – Mexiko (20 Uhr) 3:0
Di., 7.8.: Deutschland – Peru (18 Uhr)
Alle Angaben Ortszeit, Deutschland plus neun Stunden
Quelle: Lutz Hackmann