smart Grand Slam Berlin: Brink/Dieckmann gewinnen deutsches Duell und stehen im Viertelfinale – Klemperer/Koreng entzaubern russische Aufschlagmaschine!
Julius Brink/Christoph Dieckmann sind beim smart Grand Slam in Berlin weiter im Rennen und dürfen vom Sieg träumen: Im deutschen Achtelfinale besiegten sie die bravourös kämpfenden Qualifikanten Kay Matysik/Stefan Uhmann mit 2:0 (21-19, 21-15). Die Verlierer erreichten somit einen hervorragenden neunten Platz, der mit 320 Weltranglistenpunkten und 8.000 US Dollar belohnt wurde. Brink/Dieckmann treffen in ihrem Viertelfinale auf Xu/Wu (CHN). Auf dem Parallel-Court feierten auch David Klemperer/Eric Koreng einen großen Erfolg. Das DVV-Duo entzauberte die russischen Aufschlagmaschinen Barsouk/ Kolodinsky mit 2:0 (21-19, 26-24) und steht ebenfalls im Viertelfinale. Dort warten nun Franco/Cunha (BRA).
Die ersten Akzente im Spiel setzte Matysik: Zunächst unterliefen dem Berliner zwei Angriffsfehler (8-4), anschließend glänzte er zweimal in der Abwehr und versenkte die Punktbälle zum 9-7. Als Dieckmann noch ein Zuspiel abgepfiffen wurde, war der Vorsprung des deutschen Top-Duos auf einen Zähler geschrumpft (9-8). Nach einem Netzfehler von Uhmann sowie einem erfolgreichen Aufschlag von Dieckmann hatte der Favorit wieder einen größeren Vorsprung (12-9). Doch Uhmann nutzte im Netzduell seine Größenvorteile gegenüber dem einen Kopf kleineren Brink und schaffte erneut den Anschluss (13-12), ehe Brink erneut wieder auf drei Punkte erhöhte, weil der den Cut von Matysik erlief und verwertete (15-12). Das gleiche Spiel nur wenige Zeit später: Uhmann, mit 2,12 Meter die längste „Katze“ auf der Tour drehte sich blitzschnell nach eigenem Block, sicherte den Ball und versenkte ihn anschließen elegant per Poke (16-15). Per Block holte Uhman dann erstmalig den Ausgleich (16-16), aber nach einem Angriffsfehler von Matysik hieß es wieder 18-16. Der wieselflinke Matysik war es dann, der mit drei gelungenen Abwehraktionen in einem Ballwechsel die Zuschauer begeisterte und zur Freude dieser den erneuten Ausgleich schaffte (18-18). Ein Angriff von Brink sorgte für den ersten Satzball (20-19), den Matysik nach einem Missverständnis zwischen ihm und Uhmann aus dem Stand ins aus schlug.
Ein Ass von Brink sorgte für das erste Ausrufezeichen im zweiten Durchgang und das erste kleine Break (6-4). Dieckmann servierte einen „Hammer“, den Matysik nur als Notball rüberspielen konnte. Brink versenkte den Punktball zum 10-7. Der Vorsprung wurde durch einen Punkt von Dieckman auf 13-9 ausgebaut, ehe sich Uhmann sich sein Gegenüber Dieckmann das erste Mal pflückte. Dann servierte Brink ein Ass aus dem Stand und Dieckmann blockte Matysik (15-10) – die Vorentscheidung gegen die tapfer kämpfenden Außenseiter. Der Rest war nur noch Formsache für Brink/Dieckmann, Brink versenkte den zweiten Matchball.
Nach dem Spiel sagte Brink: „Es ist immer schwer, gegen ein Außenseiterteam aus dem eigenen Land zu spielen, man kann nur verlieren. Matysik/Uhmann sind nicht umsonst Neunter. Stefan ist ein Ausnahme-Talent und Kay beweist seit Jahren, dass er Topleistungen bringen kann. Gegen die Chinesen haben wir letztes Jahr in St. Petersburg gewonnen. Sie sind die große Hoffnung für Peking 2008 und körperlich unglaublich stark. Der Abwehrspieler ist mit 2,00 Meter Größe der Kleinere.“
Auf Feld zwei kannte der Jubel um ein weiteres deutsches Duo keine Grenzen: David Klemperer/Eric Koreng erreichten mit dem Viertelfinaleinzug beim Grand Slam in Berlin ihr bislang bestes gemeinsames Resultat. Der Erfolg war verdient: Wie schon in den Spielen zuvor lieferte das deutsche Duo eine nahezu perfekte Darbietung beim eigenen Angriffsaufbau, die gefürchteten Raketen-Aufschläge von Kolodinsky verpufften. Entweder kamen sie gar nicht oder das DVV-Duo entschärfte sie gekonnt. Bis der große Triumph feststand, mussten Fans und Team aber einiges an Geduld aufbieten: Erst der sechste Matchball sollte es sein – der Jubel war immens.
Nach dem Spiel sagte Klemperer: "Die Taktik war gewinnen! Wir wussten, dass es schwer wird, aber wir haben an unsere Chance geglaubt. Der Sieg ist unglaublich. Jetzt denken wir nur noch von Spiel zu Spiel. Wir sind bärenstark und wollen unseren Lauf ausnutzen."
Im Anschluss sagte Koreng: "Wir hatten nichst zu verlieren und konnten befreit aufspielen. Die Russen sind auf Platz drei in der Weltragliste und standen mächtig unter Druck. Unser Ziel war es, so wenig Fehler wie möglich zu machen und den Ball möglichst lange im Spiel zu halten."