Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband: Silke Kerl verabschiedet – Malte Homeyer neu an Bord!

Schleswig-Holsteinischer Volleyball-Verband: Silke Kerl verabschiedet – Malte Homeyer neu an Bord!

Jan Oelke legt seine Ämter als Leistungssportwart und SHVV-Vizepräsident Beach nieder. „Diese beiden Tätigkeiten haben sich sehr gut ergänzt“, sagt Oelke. Ein großes Aufgabenfeld war die Führung/Anleitung (Dienstaufsicht) von Silke Kerl als derzeitige Landestrainerin und später die Nachfolgersuche und Einarbeitung des neuen Landestrainers, in diesem Fall Malte Homeyer. Des Weiteren arbeitete er eng mit den Trainern des Olympiastützpunktes Hamburg/Schleswig-Holstein und dem Bundestrainer Lennard Krapp. Er war auch an der konzeptionellen und strukturellen Weiterentwicklung von Beach-Volleyball in Schleswig-Holstein und am Bundesstützpunkt beteiligt.
Malte Homeyer wurde als neuer Landestrainer für den SHVV engagiert. Zu seinen Schützlingen gehören unter anderem die Finalistinnen der Beach-Indoor-Landesmeisterschaft Katharina Hinrichsen/Susanna Wigger. Zu seinen Aufgaben gehören u.a. Turniervorbereitung, Turnierbetreuung, Talentsichtung, Strukturierung der Lehrgänge, Unterstützung der Vereine in der Jugendarbeit, Saisonplanung mit den jeweiligen Teams, Kaderlisten führen, Gespräche mit den Athleten und vieles mehr.
Über den Leistungssport Beach-Volleyball in Schleswig-Holstein sprach mit beiden Pressereferentin Ana Schanze.

Herr Oelke, was hat Sie dazu bewegt, die SHVV-Ämter aufzugeben?
Oelke: "Das hat berufliche und private Gründe. Der Zeitaufwand ist gerade in der letzten Zeit sehr hoch geworden. Die Momente, die keinen Spaß bringen, sind leider auch mehr geworden."

Wo steht der SHVV im Bereich Leistungssport Beach?
Oelke: "Wir sind nach wie vor im Landessportverband Schwerpunktsportart Nr. 1, dementsprechend erhalten wir die Spitzenförderung. Im Vergleich zu den anderen Bundesländern haben wir ebenfalls unsere Top-Position halten können. Wir haben jetzt mit Lennard Krapp, Silke Kerl, Niclas Hildebrand und Malte Homeyer vier hauptamtliche Trainer am Bundesstützpunkt. Diese Profitrainerdichte im Beach-Volleyball ist sicherlich bundesweit einmalig. Außerdem ist das Landesleistungszentrum mit Internat fertig ausgebaut worden."
Homeyer: "Die Athleten sind sehr auf den Sport fokussiert. Im Trainingslager in der Türkei konnte ich einige von ihnen besser kennen lernen, und ich bin wirklich angetan von diesen jungen Menschen. Als ich ihnen einen freien Nachmittag verordnet habe, wollten sie ihn nicht haben, sondern lieber trainieren."

Herr Homeyer, was haben Sie sich als neuer Landestrainer für den SHVV vorgenommen?
Homeyer: Ich möchte, die gute Arbeit der letzten Jahre fortsetzen. Wie Herr Oelke bereits sagte, ist SHVV bundesweit führend im Bereich Beach-Volleyball, und dies soll so bleiben."

Was möchten Sie Ihren Athleten vermitteln?
Homeyer: "Die Athleten bekommen im Training viel vorgegeben, wie sie etwas zu tun haben, aber wenn sie aus dem Förderbereich herausgewachsen sind, stehen sie meist allein da. Ich möchte sie daher zur Selbständigkeit erziehen, natürlich aus sportlicher Sicht, aber auch im Bereich des Vermarktungsrechts. Im Beach-Volleyball ist dies sehr wichtig, da sich die Teams meist selbst finanzieren müssen. Ich kann den Spielerinnen und Spielern Tipps für die Sponsorensuche geben, denn aus meiner beruflichen Tätigkeit als Unternehmensberater und aus meinen Erfahrungen als Profi-Beachvolleyballer weiß ich, worauf die Firmen bei einem Sponsoring Wert legen. So können unsere Athleten hoffentlich irgendwann von diesem Sport leben."

Wie geht es für Sie jetzt weiter?
Oelke: Im Sommer werde ich weiterhin am Beach zu sehen sein, um die Athletinnen, die ich letztes Jahr als Heimtrainer unterstützt habe, weiterhin zu unterstützen. (Steffi Koszowski und Levke Spinger, aber jetzt mit neuen Partnerinnen). Zudem werde ich Bundestrainerin Silke Kerl bei den U18/U19-Höhepunkten unterstützen."
Homeyer: "Ich bin erst seit zwei Monaten im Amt und befinde mich noch in der Einarbeitungsphase was die Administration anbelangt. Ich plane, dass an Himmelfahrt eine Sichtung der Jahrgänge ´91 und jünger durchgeführt wird und hoffe, dabei einige Talente herausfiltern zu können, die uns bei unserem Ziel unterstützen können."

Silke Kerl verabschiedet

Im Rahmen der Beach-Indoor-Landesmeisterschaft in Bordesholm (21./22. April) wurde die ehemalige Landestrainerin Silke Kerl offiziell verabschiedet. Seit Beginn dieses Jahres ist sie Bundesstützpunkttrainerin (BSP-Trainerin) am Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein. Zusätzlich wurde sie vom DVV zur Bundestrainerin für die weibliche Jugend U18/U19 ernannt.
"Als Ehrenamtlicher eine hauptamtliche Kraft zu führen war schon eine große Herausforderung und zugleich tolle Erfahrung. Im möchte Silke an dieser Stelle ausdrücklich für die freundschaftliche und vertrauensvolle Zusammenarbeit danken", sagte Jan Oelke bei der Verabschiedung.
"Natürlich war es für den SHVV nicht leicht, Silke Kerl ziehen zu lassen", berichtet Vizepräsident Daniel Sattler, der den SHVV auch in der Auswahlkommission des Olympiastützpunktes vertreten hat, "aber in ihrer neuen Funktion wird sie ja auch weiterhin zum Nutzen der Athletinnen und Athleten des SHVV arbeiten."
"Solch ein gutes Arbeitsklima wie im SHVV habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich habe mich sehr wohl gefühlt", so Silke Kerl mit ein wenig Wehmut. Sie hätte lange überlegt, ob sie sich überhaupt auf die neuen Trainerstellen bewerben sollte. "Es war immer produktiv und sachlich, nie nachtragend", verrät Kerl, "Ich möchte mit meinen neuen Kollegen eine genauso gute Zusammenarbeit aufbauen."
In dieser neuen Doppelfunktion fühlt sich Kerl bereits auch wohl. Das Arbeitspensum ist das gleiche, aber die Gewichtung ist für die 36-Jährige vorteilhafter. Da nun administrative Tätigkeiten wegfallen, hat sie viel mehr Zeit, auf die Athleten einzugehen. Sie arbeite gern für die Athleten, sagt sie, sie betreuen, Gespräche mit ihnen führen, Videobeobachtungen vornehmen und auswerten etc. Welche Herausforderung sieht sie als BSP- und Bundestrainerin? "Ich möchte mich als Trainerin weiterentwickeln und fortbilden. Insbesondere möchte ich im Bereich 'Mentales Training' viel dazu lernen."

(Quelle: SHVV)