Grand-Slam in Klagenfurt (m): Klemperer/Koreng ziehen ins Finale ein!

Grand-Slam in Klagenfurt (m): Klemperer/Koreng ziehen ins Finale ein!

Die Zuschauer in Klagenfurt erlebten das bislang beste Herrenmatch in diesem Jahr. Die vier Akteure zeigten ein unglaubliches Spielniveau. Zu Beginn spielten die Deutschen Beachvolleyball aus dem Lehrbuch. Klemperer: „Im ersten Satz ist einfach alles gelaufen, was wir wollten.“ Dem entsprechend chancenlos waren die Niederländer beim 21:13 Satzgewinn.

Die erfahrenen Kämpfertypen Nummerdor/Schuil wollten dies nicht auf sich sitzen lassen. Es entstand, so Klemperer „Ein Wettkampf, wer mehr vom Gegner hervorragend gespielte Bälle verteidigen und verwerten konnte.“ Nummerdor lief richtig heiß und gewann den erwähnten Wettkampf in dieser Phase. Über 7:13, 18:19 und 18:21 ging Durchgang zwei an die Oranjes.

Mit einer neuen Taktik versuchten es die Deutschen im dritten Satz. Der 204 cm große Richard Schuil wurde im Aufschlag gesucht. Eine riskante aber richtige Entscheidung. „So was kann natürlich auch enorm ins Auge gehen, wenn es aber klappt, ist es großartig.“, so Klemperer. Beim 8:8 war es endlich soweit: Schuil machte Fehler. Ein Aufschlag ging ins „Aus“, die folgenden beiden Angriffe ebenfalls. Eric Koreng sorgte mit einem krachenden Block zum 14:10 für klare Verhältnisse. David Klemperer grub den nächsten Angriff der Niederländer aus dem heißen Sand und verwandelte gnadenlos hart die Linie entlang.

Nachdem Nummerdor/Schuil auf dem Weg ins Halbfinale bereits zwei Mal Reckermann/Urbatzka geschlagen hatten und auch Brink/Dieckmann das nachsehen hatten, verhinderten Klemperer/Koreng den kompletten Triumph über die deutschen Teams. Trotzdem wehrt sich Klemperer gegen die Frage, ob sie denn nun die besten Deutschen seien. „Bei uns gibt es nicht das beste Team. Ich bin wahnsinnig stolz auf unsere Beacher. An einem guten Tag können alle anderen unseren Erfolg hier wiederholen oder sogar überbieten.“

Um 15 Uhr wird das Finale in Klagenfurt angepfiffen. „Es ist der Wahnsinn für mich, gegen Emanuel im Endspiel antreten zu können. Er war mein großes Vorbild als Jugendlicher.“ Ricardo/Emanuel konnten sich im zweiten Halbfinale klar gegen das andere verblieben brasilianische Team, Fabio Luiz/Marcio Araujo mit 2:0 (21:13, 21:17) durchsetzen.