European Beach Tour Moskau (F/M): Warten auf die Medaille beim Heimspiel!
Zürich/Moskau - Gelingt einem russischen Team der Gewinn einer Medaille vor heimischer Kulisse? Das Russian Masters vom 31.Mai bis zum 3. Juni 2007 in Moskau steht für die Stars der Gastgeber unter besonderer Bedeutung. Denn in der Geschichte der NESTEA European Championship Tour hat Russland erst eine Medaille gewonnen und ziert damit mit Österreich das Ende des Medaillenspiegels. Für ein erfolgverwöhntes Land mit einer langen Volleyball-Tradition kann das nicht befriedigend sein. Russische Hallen-Nationalmannschaften haben in der Vergangenheit zahlreiche Olympiamedaillen sowie Welt- und Europameistertitel eingesammelt, weshalb Russland als die erfolgreichste Volleyballnation überhaupt gilt.
Nur auf Sand fehlt noch der Durchbruch und der sollte doch beim mit 100.000 Euro Preisgeld dotierten Russian Masters gelingen. Die Vorzeichen stehen gut, denn die bislang einzige Medaille eines russischen Beach Volleyball Duos ist aus Gold und wurde beim NESTEA European Championship Final 2006 im holländischen Den Haag von Alexandra Shiryaeva und Natalia Uryadova gewonnen. Gleich Europameister, eine Bürde, mit der Shiryaeva/Uryadova vor heimischem Publikum antreten. Beim Austrian Masters Mitte Mai im österreichischen St. Pölten konnten sie noch nicht überzeugen. Da belegten sie nur Rang neun und waren entsprechend unzufrieden: „Es ist nicht leicht, nach einem so tollen Erfolg wieder in Tritt zu kommen”, sagt Alexandra Shiryaeva. „Aber wir wissen, dass wir beim Russian Masters zum Favoritenkreis zählen und werden beweisen, dass wir da auch hingehören.”
Auch die Männer warten noch auf einen Coup. In St. Pölten scheiterten Dmitrij Barsouk und Igor Kolodinski in der Loserrunde um Platz neun an den späteren Siegern und Europameistern Julius Brink/Christoph Dieckmann. Barsouk/Kolodinski ist eins von zwei neu formierten Teams, Kolodinski ist ein erfolgreicher Hallenspieler, der schon zwei Mal die Champions League gewonnen hat. Barsouks früherer Partner Roman Arkaev spielt inzwischen mit Yuri Bogatov, doch dieses Duo scheiterte bereits in der Qualifikation in St. Pölten.
„Die Ansprüche sind inzwischen gewachsen”, sagt Sergej Danilov. Danilov, der einst in der deutschen Bundesliga arbeitete. Er ist verantwortlicher Trainer der russischen Beach Volleyballerinnen und erlebte den EM-Sieg seiner Schützlinge als Überraschung: „Das war nicht unbedingt geplant, zeigt aber, dass wir mit der Entwicklung auf dem richtigen Weg sind.” Oberstes Ziel, und das gilt natürlich für alle europäischen Top Teams, ist die Olympia-Qualifikation. „Für die Tickets nach Peking können wir bei der europäischen Serie die Grundlage schaffen”, sagt Danilov. Zum einen durch einen Erfolg beim Russian Masters, zum anderen mit einem erneuten Coup beim Finale der NESTEA European Championship Tour 2007. Denn die bei der Europameisterschaft erworbenen Ranglistenpunkte fließen in die Wertung der Olympia-Qualifikation ein. „Das sollte Ansporn genug sein für unsere Teams”, sagt Danilov, „sich schon beim Heimspiel in Moskau von ihrer besten Seite zu zeigen, um dann bei der EM davon zu profitieren.”
(Quelle: GSM)