Europäische Olympia-Qualifikation (F): Guidetti: „Mit Unterstützung der Zuschauer können wir alle schlagen“ - Tzscherlich droht auszufallen
Europäische Olympia-Qualifikation (F): Guidetti: „Mit Unterstützung der Zuschauer können wir alle schlagen“ - Tzscherlich droht auszufallen
Bielefeld, Osnabrück und Münster lauteten die Stationen von Frauen-Bundestrainer Giovanni Guidetti am gestrigen 19. Dezember. In diesen Städten stattete der Bundestrainer den Redaktionen Neue Westfälische, Westfalen-Blatt (jeweils Bielefeld), Neue Osnabrücker Zeitung (Osnabrück) und Westfälische Nachrichten (Münster) einen Besuch ab, um Werbung für die Olympia-Qualifikation vom 15.-20. Januar 2008 im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen zu machen sowie über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Guidetti zeigte sich eloquent (nahezu komplett in deutsch), selbstbewusst und zielorientiert. Auch nach der fünften Frage zur Rückkehr von Hanka Pachale (Perugia/ITA), Tanja Hart (Wiesbaden) und Birgit Thumm (Stuttgart) blieb der Italiener freundlich und bestimmt. Lediglich eine große Sorgenfalte schob sich in sein Gesicht, wenn die Sprache auf Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC) kam: Der Weltklasse-Libero droht für das Turnier auszufallen, weil sich Tzscherlich am 27. Dezember einer Knie-Operation unterziehen muss.
Guidetti, der per Auto aus Modena nach Halle/Westfalen angereist war (zehn Stunden für 1.032 Kilometer) gab umfassend Auskunft zum sportlichen, aber auch privaten Bereich („ich werde nie eine Beziehung mit einer Spielerin aus meiner Mannschaft eingehen“). Im Vordergrund bei allen Redaktionen stand jedoch die Nominierung von Hanka Pachale, Tanja Hart und Birgit Thumm. Guidetti sagte, dass er nach der EM 2007 viele Gespräche mit Pachale geführt habe und froh sei, sie nun im Team zu haben: „Sie ist eine der fünf, sechs besten Außenangreiferinnen in der italienischen Liga und wird uns auf dieser Position helfen. Zudem ist sie sehr erfahren“, hob der Bundestrainer die Vorzüge der 1,90 Meter großen Außenangreiferin hervor, die nach sechs Jahren Auswahl-Abstinenz in Halle/Westfalen ihr Comeback geben wird. Die Erfahrung, aber auch Klasse sei bei Hart entscheidend: „Sie zählt immer noch zu den besten zwei deutschen Zuspielerinnen, auch wenn sie aufgehört hat. Sie hat ein großes Herz für die Nationalmannschaft, ich werde Ende Dezember zu ihr nach Wiesbaden kommen und mit ihr trainieren“, so Guidetti. Thumm erhält bereits am 20. Dezember Besuch, denn der Bundestrainer fuhr unmittelbar nach dem letzten Redaktionsbesuch nach Stuttgart weiter, wo Thumm seit dieser Saison spielt. Dort möchte er sich ein Bild „über die vielleicht beste deutsche Technikerin“ machen, die nach einer Knie-Operation wieder im Kommen ist. Kurz vor Weihnachten will der Bundestrainer aus seinem 22-er Aufgebot die 16 Spielerinnen benennen, mit denen er den Lehrgang am 1. Januar in Heidelberg beginnt. „Nach zwei, drei Tagen will ich weiter reduzieren, weil die Vorbereitungszeit eh schon sehr kurz ist.“

Foto Klaus Lindemann/Neue Osnabrücker Zeitung: Giovanni Guidetti in einer Runde mit v.l. NOZ-Redakteurin Susanne Vetter, DVV-Pressesprecher Thilo von Hagen, Gerry Weber-Pressechef Frank Hofen und NOZ-Redakteur Michael Jonas.
Für das Turnier in Halle/Westfalen sieht Guidetti fünf Teams, die um das Peking-Ticket spielen: „Russland und Serbien in Gruppe A und die Niederlande, Polen und wir in Gruppe B können das Turnier gewinnen, wobei die Niederländerinnen die beste Vorbereitung haben, weil sie alle Spielerinnen in Amstelveen konzentriert haben.“ Beim Versuch, das begehrte Ticket zu erobern, setzt Guidetti vor allem auch auf das deutsche Publikum: „Ich war in diesem Jahr beim Pokalfinale und war begeistert von den Zuschauern. Wir brauchen die Zuschauer als siebte Frau, damit sie das bisschen mehr an Leistung aus meiner Mannschaft herauskitzeln. Das kann entscheidend sein.“
Beim Wort Olympische Spiele begann das Gesicht von Guidetti zu leuchten: „Ich bin 2000 in Sydney als Co-Trainer der Italienerinnen in das Stadion eingelaufen. Ich werde diesen Moment nie vergessen, doch ich will es jetzt auch als Chef-Trainer schaffen – in Peking.“
Bielefeld, Osnabrück und Münster lauteten die Stationen von Frauen-Bundestrainer Giovanni Guidetti am gestrigen 19. Dezember. In diesen Städten stattete der Bundestrainer den Redaktionen Neue Westfälische, Westfalen-Blatt (jeweils Bielefeld), Neue Osnabrücker Zeitung (Osnabrück) und Westfälische Nachrichten (Münster) einen Besuch ab, um Werbung für die Olympia-Qualifikation vom 15.-20. Januar 2008 im GERRY WEBER STADION in Halle/Westfalen zu machen sowie über den aktuellen Stand der Dinge zu informieren. Guidetti zeigte sich eloquent (nahezu komplett in deutsch), selbstbewusst und zielorientiert. Auch nach der fünften Frage zur Rückkehr von Hanka Pachale (Perugia/ITA), Tanja Hart (Wiesbaden) und Birgit Thumm (Stuttgart) blieb der Italiener freundlich und bestimmt. Lediglich eine große Sorgenfalte schob sich in sein Gesicht, wenn die Sprache auf Kerstin Tzscherlich (Dresdner SC) kam: Der Weltklasse-Libero droht für das Turnier auszufallen, weil sich Tzscherlich am 27. Dezember einer Knie-Operation unterziehen muss.
Guidetti, der per Auto aus Modena nach Halle/Westfalen angereist war (zehn Stunden für 1.032 Kilometer) gab umfassend Auskunft zum sportlichen, aber auch privaten Bereich („ich werde nie eine Beziehung mit einer Spielerin aus meiner Mannschaft eingehen“). Im Vordergrund bei allen Redaktionen stand jedoch die Nominierung von Hanka Pachale, Tanja Hart und Birgit Thumm. Guidetti sagte, dass er nach der EM 2007 viele Gespräche mit Pachale geführt habe und froh sei, sie nun im Team zu haben: „Sie ist eine der fünf, sechs besten Außenangreiferinnen in der italienischen Liga und wird uns auf dieser Position helfen. Zudem ist sie sehr erfahren“, hob der Bundestrainer die Vorzüge der 1,90 Meter großen Außenangreiferin hervor, die nach sechs Jahren Auswahl-Abstinenz in Halle/Westfalen ihr Comeback geben wird. Die Erfahrung, aber auch Klasse sei bei Hart entscheidend: „Sie zählt immer noch zu den besten zwei deutschen Zuspielerinnen, auch wenn sie aufgehört hat. Sie hat ein großes Herz für die Nationalmannschaft, ich werde Ende Dezember zu ihr nach Wiesbaden kommen und mit ihr trainieren“, so Guidetti. Thumm erhält bereits am 20. Dezember Besuch, denn der Bundestrainer fuhr unmittelbar nach dem letzten Redaktionsbesuch nach Stuttgart weiter, wo Thumm seit dieser Saison spielt. Dort möchte er sich ein Bild „über die vielleicht beste deutsche Technikerin“ machen, die nach einer Knie-Operation wieder im Kommen ist. Kurz vor Weihnachten will der Bundestrainer aus seinem 22-er Aufgebot die 16 Spielerinnen benennen, mit denen er den Lehrgang am 1. Januar in Heidelberg beginnt. „Nach zwei, drei Tagen will ich weiter reduzieren, weil die Vorbereitungszeit eh schon sehr kurz ist.“
Für das Turnier in Halle/Westfalen sieht Guidetti fünf Teams, die um das Peking-Ticket spielen: „Russland und Serbien in Gruppe A und die Niederlande, Polen und wir in Gruppe B können das Turnier gewinnen, wobei die Niederländerinnen die beste Vorbereitung haben, weil sie alle Spielerinnen in Amstelveen konzentriert haben.“ Beim Versuch, das begehrte Ticket zu erobern, setzt Guidetti vor allem auch auf das deutsche Publikum: „Ich war in diesem Jahr beim Pokalfinale und war begeistert von den Zuschauern. Wir brauchen die Zuschauer als siebte Frau, damit sie das bisschen mehr an Leistung aus meiner Mannschaft herauskitzeln. Das kann entscheidend sein.“
Beim Wort Olympische Spiele begann das Gesicht von Guidetti zu leuchten: „Ich bin 2000 in Sydney als Co-Trainer der Italienerinnen in das Stadion eingelaufen. Ich werde diesen Moment nie vergessen, doch ich will es jetzt auch als Chef-Trainer schaffen – in Peking.“