EM in Russland (M): Heute gilt es – Serben mit Respekt vor deutscher Mannschaft
Alles, was vorher war, zählt nicht mehr, heute gilt es: Am 7. September um 18.00 Uhr deutsche Zeit (live auf www.laola1.tv) beginnt für die DVV-Männer die EM in Russland. Gegen den WM-Vierten Serbien steht gleich in der ersten Partie der Gruppenfavorit auf der anderen Netzseite – Serbien unterstrich seine Ambitionen durch ein gestriges souveränes 3:0 über die Niederlande. Für Stefan Hübner ist die Partie gegen Serbien zudem eine ganz besondere – der Mittelblocker bestreitet sein 200. Länderspiel im DVV-Dress.
Die deutsche Mannschaft scheint gut vorbereitet: Alle Spieler betonen, dass der athletische Aufbau unter Anleitung von Athletik-Trainer Christian Verona - der landete gestern und bleibt bis zum Ende der Vorrunde, ehe er wieder nach Treviso/ITA muss - Früchte getragen hat und „wir jetzt voll im Saft stehen“ (Dehne). Für Stefan Hübner
In der Vorbereitung gab es u.a. einen 3:1-Sieg über Serbien beim Turnier in Polen, dieser wird jedoch von keinem überbewertet denn damals spielte Star-Zuspieler Nikola Grbic nur einen Satz. Doch Grbic hat die Partie in Polen aus der Nähe und auch die übrigen Begegnungen der DVV-Auswahl aus der Ferne verfolgt und zeigt Respekt vor der DVV-Auswahl: „Es wird gegen Deutschland sehr schwer, sie haben in der Vorbereitung viele Spiele gewonnen und haben Selbstvertrauen. Die Stammformation hat nahezu komplett in Italien gespielt, einige Spieler und der Trainer haben in diesem Jahr die Champions League gewonnen. Das sagt alles über die Qualität des Teams.“ Und fügt lachend an: „Auch gegen die Niederlande haben wir in Polen verloren und hier gewonnen. Gleiches erhoffe ich mir natürlich auch gegen Deutschland.“
Die DVV-Männer bereiteten sich am Vormittag theoretisch und praktisch auf die Partie gegen den Weltranglisten-7. vor: Für eine Stunde ging es von 11.00 Uhr an in die Trainingshalle, um ein wenig Aktivierung zu betreiben. Zuvor wurde die Mannschaft per Videostudium auf die Serben eingestellt: Die deutschen Scouts Steffen „Bussi“ Busse und Dr. Bernd „Zimmi“ Zimmermann hatten die Erkenntnisse aus vier serbischen Begegnungen (vom Turnier GER-SRB in Polen, zwei Testspiele vor der EM gegen Italien sowie die gestrige Partie gegen NED) zusammen getragen, Bundestrainer Stelian Moculescu teilte den Spielern die Besonderheiten mit. Vor allem wurde die Achse Zuspiel-Diagonalangriff, Grbic-Miljkovic, unter die Lupe genommen. Wann spielt Grbic welchen Ball, wie verhält sich Miljkovic aus dem Rückraum und am Netz lauteten die Fragestellungen. Ab 20.00 Uhr (Ortszeit) wird man sehen, ob die DVV-Asse genau zugeschaut und zugehört haben.