Bundesliga/DVV-Pokal (F): Harte Worte in der Woche der Wahrheiten
Die 1:3-Heimniederlage am Montag gegen den VfB Suhl hatte Horst Lüders die gute Laune verdorben. Der Manager von NA. Hamburg schimpfte mächtig: “Es läuft schlecht, die Erwartungen werden nicht erfüllt. Das ganze Team muss sich am Riemen reißen. Das ist hier keine gemütliche Sitztätigkeit wie beim Schach. Da müssen die Bälle auf den Boden gehauen werden und das ist entscheidend.” Es war die vierte Saisonniederlage der Hamburgerinnen, und, so Lüders, “in den Spielen gegen die drei Top-Teams Schwerin, Dresden und Wiesbaden haben wir nicht mal einen Satz gewonnen.”
Nun hat Lüders vor den nächsten beiden Aufgaben einen Wunsch klar formuliert: “Ich möchte die Mannschaft mal so sehen, dass es Spaß macht.” Gelegenheit dazu könnte es am Wochenende geben. Erst muss sein Team am Freitag bei den Roten Raben Vilsbiburg (live auf sportdigital.tv und www.dvl.tv
Doch so denken natürlich alle Viertelfinalisten, die erst am Freitag um Bundesligapunkte kämpfen und 48 Stunden später der Verwirklichung eines Traums näher kommen wollen. Drei Klubs – Schwerin, Münster und Dresden – durften in den letzten beiden Jahren das unvergleichliche Flair bei den Cup-Finals im Gerry Weber Stadion im ostwestfälischen Halle bereits genießen. Dieses Trio steht auch im Viertelfinale am Sonntag. Münster muss beim VfB Suhl antreten, Meister Dresden in Vilsbiburg und Pokal-Titelverteidiger Schwerin beim 1. VC Wiesbaden. In der Bundesliga konnte Schwerin im Heimspiel gegen die Hessinnen mit 3:2 gewinnen. Die wiederum haben ihre Heimaufgabe gegen Dresden noch in guter Erinnerung, weil sie die ebenfalls nach fünf Sätzen gewonnen hatten. Suhl hingegen konnte auswärts in Münster, Pokalgegner am Sonntag, am zweiten Bundesliga-Spieltag mit 3:1 gewinnen. Und Hamburg kehrte aus Köpenick auch mit einem 3:1 im Gepäck zurück. Da sind Prognosen für den Ausgang der vier Viertelfinal-Partien ein gewagtes Unterfangen.
Pikant an dem Duell zwischen Wiesbaden und Schwerin ist, dass sich beide im letzten Pokal-Wettbewerb ebenfalls im Viertelfinale gegenüber gestanden haben. Damals siegte Schwerin zuhause mit 3:0 und gewann später den Cup durch ein 3:1 gegen Dresden.
Unmittelbar nach der Partie in Wiesbaden wird Bundesspielwart Werner Schaus die Auslosung der Halbfinalspiele im Pokal für Frauen und Männer vornehmen.
Nächster Bundesligaspieltag
7. Dezember, 19.30 Uhr: USC Münster – 1. VC Wiesbaden
7. Dezember, 19.30 Uhr: VfB Suhl – TSV Sonthofen
7. Dezember, 20 Uhr: TSV Bayer 04 Leverkusen – Dresdner SC
7. Dezember, 20 Uhr: Köpenicker SC – Schweriner SC
7. Dezember, 20.15 Uhr: Rote Raben Vilsbiburg – NA. Hamburg (live auf sportdigital.tv und www.dvl.tv)
DVV-Pokal: Viertelfinale
9. Dezember, 15 Uhr: VfB Suhl – USC Münster (SH Wolfsgrube)
9. Dezember, 15 Uhr: NA. Hamburg – Köpenicker SC (HH Süderelbe)
9. Dezember, 16 Uhr: Rote Raben Vilsbiburg – Dresdner SC (Vilstalhalle)
9. Dezember, 18 Uhr: 1. VC Wiesbaden – Schweriner SC (WI 2. Ring)
(DVL)