Bundesliga (M): Kein Spieltag für Freunde des Wettsports

Bundesliga (M): Kein Spieltag für Freunde des Wettsports

Michael Warm weiß, warum er nie wettet: „Wetten tue ich grundsätzlich nicht und dieser Spieltag hat gezeigt, dass es in dieser Saison ohnehin schwierig ist, Ergebnisse vorher zu sagen.” Recht hat er, der Trainer des SCC Berlin. Der 6. Spieltag hatte so manche Überraschungen parat, die viele Tipps über den Haufen warfen. Angefangen bei dem deutlichen 3:0 (25:20, 25:20, 25:22) des Vizemeisters evivo Düren gegen Warms Team, den SCC Berlin.

„Wir haben nie ins Spiel gefunden und einfach schlecht gespielt”, sagt Warm, „da gibt es auch nichts schön zu reden.” Sein Gegenspieler auf Dürener Seite, Trainer Mirko Culic, war dagegen, froh eine strapaziöse Woche erfolgreich abgeschlossen zu haben. „Erst die langen Reisen zum Europapokalspiel in Czestochowa und dann am Mittwoch nach Friedrichshafen und nun zuhause glatt gewonnen. Damit können wir zufrieden sein.” Der Auftritt in eigener Halle, mit dem Düren für Berlins erste Saisonniederlage sorgte, war allerdings nur ein kurzer Zwischenstopp. Bereits am Mittwoch ist Culics Team bei Generali
Haching gefordert.

Die Hachinger boten trotz des 1:3 in Friedrichshafen dem Rekordmeister dermaßen die Stirn, dass dessen Trainer Stelian Moculescu nicht richtig zufrieden war: „Am liebsten würde ich über das Spiel den Mantel des Schweigens legen.” Trotzdem bleibt sein VfB der ungeschlagene Tabellenführer.

Zu den Überraschungen des 6. Spieltages gehört zweifelsohne die 1:3-Niederlage des Moerser SC bei den Netzhoppers Königs Wusterhausen. Die größte Stadt im Landkreis Dahme-Spreewald scheint für das Grozer-Team kein gutes Pflaster zu sein: Im Vorjahr verloren die Moerser dort ebenfalls mit 1:3. Damals ohne den zu diesem Zeitpunkt gesperrten Trainersohn Georg Grozer junior. Der war zwar am Samstag mit 18 Punkten bester MSC-Spieler, doch besser noch war Diagonalangreifer Matthias Böhme von den Netzhoppers mit 21 Punkten.

Über den ersten Saisonsieg durften sich die Spieler von rhein-main volley freuen, die ihre Heimaufgabe gegen den VC Leipzig überraschend klar mit 3:0 (25:23, 25:17, 25:16) lösten. Dagegen blieben die Hoffnungen der Hamburg Cowboys auf die ersten Pluspunkte unerfüllt. Gegen die SG Eschenbacher Eltmann reichte eine 2:0 Führung nach Sätzen nicht aus. Die Gäste siegten noch mit 3:2. Genauso wie in Bad Dürrenberg/Spergau, wo die Hausherren die ersten beiden Durchgänge gewonnen hatten, der Sieg ging aber an den SV Bayer Wuppertal.

(DVL)