VC Olympia Rhein-Neckar: VCO noch nicht abgezockt genug - Nach 0:3 gegen Bayer folgt 2:3 in Berlin!
Die Juniorinnen vom VC Olympia Rhein-Neckar bleiben auch nach dem siebten und achten Bundesligaspiel der Saison weiter sieglos. Bei der 0:3-Heimniederlage vor 700 Zuschauern (16:25, 18:25, 20:25) am Freitagabend gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen schmerzte neben der Tatsache verloren zu haben, vor allem das Zustandekommen. Dass sie es deutlich besser können, bewiesen die Spielerinnen um Mannschaftsführerin Sandra Gutsche am Sonntagnachmittag gegen den Köpenicker SC. Nach 2:0-Satzführung verlor man hier knapp mit 2:3 (25:23, 25:21, 9:25, 22:25, 10:15).
Während in der Vorwoche gegen Wiesbaden den Nachwuchstalenten erst gegen Satzende die Puste ausging, wirkten sie gegen Leverkusen von Beginn an wie blockiert. Von der guten Vorbereitung und dem ausführlichen Videostudium war bereits nach wenigen, gespielten Bällen nicht mehr viel zu sehen. Leverkusen nutzte dies souverän aus und ließ keinen Zweifel daran, wer heute abend als Sieger das Feld verlassen wird. "Sie haben wenig Fehler gemacht und uns mit Aufschlägen unter Druck gesetzt. Das war heute ausreichend", so ein von der Leistung seines Teams enttäuschter Bundestrainer Dirk Groß. "Wir werden die Fahrzeit nach Berlin nutzen, um intensive Einzelgespräche zuführen. Um auf dem Feld eine gute Leistung abrufen zu können, müssen sich die Mädels wieder ihrer eigenen Stärken bewußt werden.", so Groß am Freitagabend.
Dies schien gefruchtet zu haben. Denn die Talentschmiede startete in Köpenick furios. Die Verunsicherung vom Leverkusen-Spiel schien wie weggeblasen. Bereits 16:8 lagen die Groß'schen Schützlinge in Front, bevor es gegen Satzende doch noch eng wurde. Aber auch danach setzte der VCO die Berlinerinnen mit gefährlichen Angaben weiter unter Druck. Diese gaben schlußendlich den entscheidenden Ausschlag zur 2:0-Führung. Die anschließende zehn Minutenpause tat der jungen Mannschaft jedoch nicht gut. "Da fing es in den Köpfen an zu rattern, dass hier heute erstmalig ein Sieg greifbar ist.", beschreibt Team-Manager Holger Schell die Stimmung in der Kabine. So ging der folgende Satz sang- und klanglos an den KSC. Trotz Leistungssteigerung in den folgenden Durchgängen konnte der VCO nicht mehr an das unbekümmerte Spiel der ersten Sätze anknüpfen. Die vermeintliche Vorentscheidung fiel am Ende des vierten Durchgangs. Köpenick baute einen 20:20-Zwischenstand zum 25:21-Satzgewinn aus und hatte alle Trümpfe auf seiner Seite. Die Geschichte des Tie-Breaks ist schnell erzählt. Der KSC agierte und der VCO reagierte. Mit 15:10 gingen Satz und Spiel an die Hausherrinen.
"Wenn man 2:0 führt, will man das Ding natürlich heimfahren.", so ein geknickter Bundestrainer. "Wir wollten das Spiel als Chance verstehen, um den schwachen Auftritt vom Freitag schnell vergessen zu machen. Das ist uns in den ersten Sätzen sehr gut gelungen. Der letzte Tick zum Sieg fehlt leider noch." Am nächsten Wochenende ist der VCO spielfrei. Weiter geht es mit einem Heimspiel am 15.12 um 19 Uhr gegen NA.Hamburg.
(Quelle: Martin Wendler)