DVV-Präsident Werner von Moltke zur Beitragserhöhung!

DVV-Präsident Werner von Moltke zur Beitragserhöhung! Werner von Moltke.

Liebe Volleyball-Freunde,

vielleicht haben Sie es schon der Presse entnommen, vielleicht wissen Sie es aber auch noch nicht: Der Deutsche Volleyball-Verband hat auf seinem Hauptausschuss am 2. Dezember in Rüsselsheim eine Beitragserhöhung von 30 Prozent von seinen Landesverbänden und der Deutschen Volleyball-Liga bewilligt bekommen. Dies entspricht einem Anstieg von etwa 3 Prozent pro Jahr nach achtjährigem Ringen. Hierzu möchte ich Ihnen einige Dinge erläutern:

Durch Insolvenzen der VOBAG (2001) und des Beach-Volleyball Vermarkters MNP (2003) sind dem DVV ca. 250.000 Euro entgangen, die natürlich in den jeweiligen Haushalten eingeplant waren. Zudem sind seit der letzten Beitragserhöhung im Jahr 1999 die Einnahmen des DVV kontinuierlich bis zu 40.000 Euro/Jahr gesunken, obwohl die Einnahmen auf Sponsorenseite deutlich gestiegen sind. Zwar ist unser Volleyballsport in den vergangenen Jahren häufig in den TV-Kanälen zu sehen gewesen, die früheren TV-Lizenzeinnahmen von den öffentlich-rechtlichen Sendern fehlen jedoch seit 2005.

Wäre die Erhöhung nicht bewilligt worden, hätten einige Bereiche wie Trainingslehrgänge im Nachwuchs sowie die Teilnahme an den wichtigsten Qualifikationen für die Europa- und Weltmeisterschaften, die Teilnahme an der Europaliga der Männer und die Teilnahme an einer neuen Qualifikation für den Grand Prix der Frauen entfallen müssen. An eine Verpflichtung des von allen Seiten für die drei olympischen Sparten notwendig erachteten Sportdirektor wäre überhaupt nicht zu denken gewesen.

Mit der Beitragserhöhung hoffen wir, dem Entgegenzusteuern und unsere weiteren satzungsgemäßen Aufgaben wie beispielsweise Aus- und Fortbildungen in der Lehre, bei den Schiedsrichtern sowie die Verbesserung der Jugendarbeit zu erfüllen. Zudem wollen wir jährlich um 50.000 Euro den Schuldenstand verringern, damit wir in einigen Jahren schuldenfrei sind.

Der DVV muss weiteres Geld aus der Vermarktung der Männer-Nationalmannschaft und des Beach-Volleyballs erwirtschaften, welches in die Spitzensportförderung fließt. Nach den starken Auftritten unserer Hallen-Nationalmannschaften bei der WM in Japan sowie dem hervorragenden Jahr im Beach-Bereich streben wir für die Olympischen Spiele 2008 in Peking die maximal mögliche Teilnahme unserer Teams an. Wir wollen mit vier Beach-Duos sowie Frauen- und Männer-Nationalmannschaft dabei sein!

Der DVV-Vorstand und das –Präsidium sind den Landesverbänden und der Deutschen Volleyball-Liga sehr dankbar dafür, dass die Notwendigkeit für die Beitragserhöhung erkannt und gebilligt wurde. Die Landesverbände haben dabei mehrere Möglichkeiten, diese Beitragserhöhung in ihrem Zuständigkeitsbereich satzungskonform durchzusetzen, beispielsweise in den bisherigen Bereichen, durch Erschließung von neuen Bereichen im Breiten- und Freizeitsport oder als individuellen Beitrag. Ich hoffe, dass auch Sie Verständnis dafür haben, damit es in unserem Sport weiter voran geht.

Ich wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Neue Jahr

Ihr Werner von Moltke
Präsident
Deutscher Volleyball-Verband e.V.