DVV-Pokalfinale: Münster will jeden Ballwechsel genießen!

DVV-Pokalfinale: Münster will jeden Ballwechsel genießen! Tanja Hart und Trainer Axel Büring haben den DVV-Pokal lieb gewonnen und möchten ihn nicht hergeben.

Wenn für die Volleyballerinnen des USC Münster am Sonntag (19. März, 15.30 Uhr) das Pokalfinale gegen den Schweriner SC auf dem Programm steht, gehen sie als Außenseiter in die Partie. Dennoch sagt Trainer Axel Büring: "Wir werden jeden Ballwechsel genießen und jeden Punkt, den wir machen, bejubeln."

In den vergangenen beiden Jahren war es für die Volleyballerinnen des USC Münster immer die gleiche Situation. Sowohl vor dem Pokalfinale 2004 gegen den TV Fischbek Hamburg als auch im vergangenen Jahr gegen den TSV Bayer 04 Leverkusen waren sie favorisiert. Wenn am Sonntag (19. März, 15.30 Uhr) in Halle (Westfalen) um den Sieg im DVV-Pokal 2006 gespielt wird, sind die Rollen anders verteilt. Dieses Mal nämlich gehen nicht die Münsteranerinnen, sondern deren Endspielkontrahentinnen vom Schweriner SC als Favoriten in die Partie. "Schwerin ist die Mannschaft dieser Saison", sagt USC-Trainer Axel Büring. "Das Team hat bisher die geringsten Leistungsschwankungen gezeigt und uns letztes Wochenende deklassiert."

Über die Art und Weise der 0:3-Niederlage am vergangenen Samstag war man auf Münsteraner Seite mehr als erschrocken. "Einige", so der Coach, "haben schon daran gezweifelt, ob das Pokalfinale überhaupt anders ausgehen kann." Und Zuspielerin Tanja Hart gab zu, dass "uns dieses Spiel schon sehr verunsichert hat". Mittlerweile aber richtet sich der Blick wieder optimistisch nach vorn. Mit intensiven Trainingseinheiten zwei Mal pro Tag wurden Kraft und Mut getankt sowie mit gemeinsamen Aktionen das Mannschaftsgefühl noch einmal gestärkt. "Um am Sonntag ein gutes Spiel hinzulegen, haben wir sehr hart gearbeitet", sagt Büring. "Es erwartet niemand von uns einen Sieg und niemand erwartet, dass wir glänzen. Aber wir werden alles dafür tun, um zu gewinnen - das garantiere ich."

Würde dem Rekordpokalsieger Münster gegen Schwerin die Überraschung gelingen, wäre es der zwölfte Erfolg im DVV-Pokal für ein USC-Frauenteam. Zugleich wäre nach 2004 und 2005 der Hattrick perfekt. Von solchen Rechenspielen aber will sich Büring genauso wenig ablenken lassen wie von dem gewaltigen Zuschaueransturm, den die Pokalendspiele der Männer und Frauen ausgelöst haben. Schließlich werden beide Partien in einem mit 11.000 Zuschauern ausverkauften Gerry-Weber-Stadion stattfinden. "Die Rahmenbedingungen sind außergewöhnlich. Aber für uns ist es wichtig, dass wir uns vorher nicht zu sehr mit dem Drumherum beschäftigen", sagt er. "Am Sonntag aber werden wir jeden Ballwechsel genießen und jeden Punkt, den wir machen, bejubeln."

(Quelle: Conny Kurth)