DVV-Männer „BEI DER WM IN JAPAN“: DVV-Männer in Zwischenrunde – Dritter Sieg im dritten Spiel!

DVV-Männer „BEI DER WM IN JAPAN“: DVV-Männer in Zwischenrunde – Dritter Sieg im dritten Spiel! Björn Andrae in Aktion.

In einem schweren Spiel konnte die deutsche Auswahl mit der griechischen Nationalmannschaft erneut ein Team bezwingen, das in der FIVB Ranking-Liste (9.Platz) weit vor der Mannschaft von Stelian Moculescu rangiert. Es war ein Spiel, in welchem die Spieler um Stefan Hübner geduldig auf ihre Chancen warteten und diese dann auch nutzten. Nach 81 Minuten stand es 3:0 (25:22, 28:26, 25:21) für die deutsche Mannschaft.

Startsechs Deutschland: Tischer-Schöps, Andrae-Popp, Bergmann-Hübner, Libero: Kröger
Startsechs Griechenland: Koumetas-Roumeliotis, Lappas-Christofelidis, Andrealis-Pantaleon, Libero: Stefanou

1. Satz
Nach Fehlversuch Schöps im Aufschlag gleicht Popp von der Pos. 4 aus Zwei Hübner-Fehler sind am ersten Break für die Griechen beteiligt, die auf 2-5 erweitern. Ein Popp-Hinterfeld-Angriff und ein griechischer Fehler (Aus) bringen die Mannschaft auf 4-5 heran. Ein Schlag von Popp in den Block bringt einen 5:8 Rückstand. Die deutsche Mannschaft wehrt sich. Vier Ballberührungen auf der griechischen Seite (zählen vergessen!) bringt die deutsche Mannschaft auf 7:8 heran, bei 9:9 gelingt Schöps der Ausgleich. Über 11:11, 13:13 und 15:15 geht die man – wieder über Schöps – mit 16:15 in die 1. technische Auszeit. Das Spiel bleibt eng. Popp gelingt mit einem raffinierten Floater ein Mini-Break zum 18:16. Es folgt eine Auszeit der Griechen. Die Partie bleibt eng: bei 19:19 führt ein direkt von Tischer verwandelte Annahme zum 20:19, derselbe Spieler verschafft der deutschen Mannschaft mit einem Ass das 21:19. Ein griechischer Fehler folgt (Aus), Trainer Charitonidis nimmt die 2. Auszeit. Ein erneuter Fehler der Griechen führt zum23:19, und ein Lappas-Aufschlagfehler beendet den Satz nach hartem Ringen mit 25:22.

2. Satz
Der zweite Durchgang brachte eine schnelle 3:1 und 4:2 Führung, dann aber den Ausgleich bei 4:4. Eine fehlerhafte Annahme von Popp brachte das 4:5, ein Dreierblock von Tischer-Bergmann-Andrae führte zur 7:6 Führung und ein hammerharter Angriff von Andrae senkrecht in Richtung Position 1 den kleinen 8:7 Vorsprung in der 1. technischen Auszeit. In der Folge blieb der Satz hart umkämpft. 9:9, 11:11, 13:13 und 15:15 zeigen, dass beiden Mannschaften praktisch ebenbürtig agierten. Obwohl die Griechen im Angriff immer wieder schnelle Attacken lieferten, konnte Bergmann in dieser Phase im Block gegenhalten und wichtige Punkte beisteuern. Bei 16:15 kleine Führung für die deutsche Mannschaft, eine harte Entscheidung des Schiedsrichters gegen ein „Einhandzuspiel“ von Simon Tischer bringt einen 17:18 Rückstand. Die weiteren Satzstände bleiben knapp. Über 19:19, 21:21 und 23:23 bleibt der wirklich hart umkämpft. Ein Angriffsschlag von Andrae in den Block bringt den 1. Satzball für die Griechen. Bei 24:24 komm Kromm kurz für Popp und schlägt zum 24:25 aus. Bei 26:25 hat Deutschland durch einen Hübner-Block erstmals die Chance „zuzumachen“ – Popp schlägt einen hinten abgewehrten Ball mit Risiko ins Aus. Dem Ausgleich folgt ein Aufschlagfehler von Linkshänder Lappas und schließlich die Erlösung durch Schöps.

3. Satz
Über 2:2, 4:4 und 6:6 erneut ein hartes Ringen um Vorteile. Bei 7:7 bringt ein Netzfehler den 7:8 Rückstand. Deutschland egalisiert durch Hübner zum 9:9, durch denselben Spieler kommt es durch einen Aufschlagfehler zum 9:10. Zwei Andrae-Punkte und ein schöner Schöps-Solo-Block führen zur 12:11 Führung. Popp sorgt für das 15:13, ein Hübner-Fehler (in den Block) sowie eine mangelhafte Angriffsicherung auf deutscher Seite bringen den Ausgleich. Popp sorgt für das 16:15. Ein Monsterblock von Hübner sorgt für das 17:15. Nach diesem Break kann die griechische Mannschaft nicht mehr aufschließen. Popp lässt Lappas in der Annahme „alt“ aussehen und ein griechischer Annahmefehler führt zum 19:15. Bei 21:17 die zweite Auszeit für Griechenland. Durch einen direkten Annahmefehler von Andrae kommen die Griechen noch einmal auf 22:20 heran, können dann jedoch einen Popp-Hinterfeld-Angriff nicht parieren und Zuspieler Prousalis, von der Position 1 laufend, bekommt von Andrae einen Topspin Aufschlag vor die Füße. 24:22! Ein griechischer Angriffsfehler beendet das Spiel.

Fazit: „Wir haben drei Siege, aber drei verschiedene Spiele gesehen,“ merkte ein Beobachter von der Schwäbischen Zeitung mit Recht an. Gegen Australien noch unsicher und instabil, gegen Kuba mit einem rasanten Auftritt und nun gegen Griechenland über weite Strecken eine echte Pokerpartie, in der sich beide Teams nichts schenkten. Bemerkenswert, dass die deutsche Mannschaft nie die Nerven verlor, sondern kühl und rational die meisten Chancen nutzte und immer wieder die „richtige Karte“ zog. Über weite Strecken wurde klug aufgeschlagen (Tischer, Andrae, Popp), die Abwehr funktionierte dank einer erneut guten Leistung von Bergmann und Hübner. Im 2. Durchgang wurden die Chancen nicht so schnell genutzt, wie es sich der Bundestrainer gewünscht hätte – da wurde unnötig Druck erzeugt, mit dem die Mannschaft heute allerdings gut umgehen konnte. Die Mannschaft hat in bemerkenswerter Weise Stabilität gezeigt und bemerkenswert ist, dass sie dies in sachlicher und bescheidener Manier abgeliefert hat. Für Björn Andrae war es ein besonderes Erlebnis: Der Italien-Profi machte sein 150. Länderspiel und freute sich besonders über den dritten Sieg im dritten Spiel.

Spielstatistik

Foto
Foto Sabarz: Und nach dem Spiel überglücklich mit Präsent, einem Sieg und Simon Tischer im Arm.

Stimmen

Trainer Moculescu: „Mein Glückwunsch an die Mannschaft. Auf diese Gruppe muss man stolz sein und auch die Nation kann stolz sein auf das, was die Mannschaft heute und zum Auftakt geleistet hat. Wir hofften, zwei Spiele in der Vorrunde gewinnen zu können – jetzt haben wir drei hintereinander gewonnen.“

Trainer Charitonidis: „Wir hatten alle unsere Hoffnung auf dieses Spiel gesetzt. Nach den schweren Gegnern zu Beginn war das heute unsere Hoffnung, die sich zerschlagen hat. Gratulation an die deutsche Mannschaft für diese exzellente Leistung. Ich hoffe, wir bekommen in der Pause morgen den Kopf frei, um noch etwas zu erreichen.“

Frank Dehne: „Das war unser bestes Spiel bisher. Wir haben alle Gelegenheiten genutzt. Es war phantastisch – ich bin sehr glücklich.“

Simon Tischer: „Jetzt wissen wir, dass wir die 2. Runde erreicht haben. Die Griechen waren gut und haben uns doch sehr unter Druck gesetzt, aber am Ende sind wir richtig gelandet – ein perfekter Start für uns.“

Marcus Popp: „Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Ganz wichtig war, dass wir jetzt doch Kontinuität gezeigt haben. Zwischendurch haben wir Druck gekriegt, wenn wir unsere Punktballchancen nicht sofort genutzt haben.“

Die aktuelle Tabelle

1. GER- 6 Punkte- 9:1-Sätze
2. FRA - 6 Punkte - 9:3-Sätze
3. BRA - 5 Punkte - 7:4-Sätze
4. CUB - 4 Punkte - 4:6-Sätze
5. AUS - 3 Punkte - 2:9-Sätze
6. GRE - 3 Punkte - 1:9-Sätze