DVV-Männer „AUF DEM WEG NACH JAPAN“: Erster Sieg in der Europan League!

DVV-Männer „AUF DEM WEG NACH JAPAN“: Erster Sieg in der Europan League!

Im vierten Spiel bei der European League 2006 gelang der DVV-Auswahl der erste Sieg: Gegen WM-Gegner Griechenland setzte sich die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu in Rotterdam nach hart umkämpftem Spiel mit 3:1 (25-20, 16-25, 27-25, 28-26) durch. Es folgen noch die Spiele gegen die Niederlande (29. Juli um 19.00 Uhr) und die Slowakei (30. Juli um 12.00 Uhr).

Startsechs Deutschland: Dehne, Kromm, Günthör, Dünnes, Bakumovski, Böhme

1. Satz
Das deutsche Team (mit Bakumovski, der letzte Woche gefehlt hatte, in der Startaufstellung) geht mit 3-0 in Führung (2 Dehne-Asse) und erweitert auf 5-1 und 6-2. Zwei Fehlangriffe Dünnes und ein Netzfehler bringen die griechische Mannschaft auf 7-7 heran – bei der 1. techn. Auszeit führt Moculescu´s Aufgebot knapp mit 8-7. Ausgeglichenes Spiel bis 12-11, dann bringen weitere Dehne-Aufschläge die Mannschaft auf 15-12 voran. Die Mannschaft kann den Vorsprung durch zwei gute Dünnes-Aufschläge auf 18-14 erhöhen und bleibt bis zum Satzende dominierend. Auch die Auszeit des griech. Trainers bei 20-15 Führung für Dehne&Co hatte nichts bewirkt.

2. Satz
Die deutsche Mannschaft gerät mit 1-3, 2-5 und 5-8 sehr schnell in Rückstand, als sie bei zwei Finten des griechischen Zuspielers nicht reagiert. Das Team kann bei 8-8 ausgleichen, kann aber wegen Schwächen im Angriff nicht punkten und gerät mit 9-13 in Rückstand. Moculescu wechselt Fischer für Günthör ein – die Mitte bleibt ohne nennenswerten Angriffsdruck. Bei 9-15 Rückstand blockt Fischer zum 10-15 – die Mannschaft kann das 10-16 bei der 2. techn. Auszeit nicht verhindern. Der Angriff bleibt schwach – bei 13-20 kommt Schwarz für Kromm. Die zweite Auszeit von Moculsecu bei 14-22 bringt keine Entlastung, Angriff und Aufschlag (in der Schlussphase) bleiben schwach.

3. Satz
Ausgeglichen bis zum 3-3, dann bringt Dehne-Aufschlag das erste Minibreak zur 5-3 Führung. Noch Führung bei 8-7, die Griechen kämpferisch stark und mit leichten Vorteilen: Linkshänder Lappas sorgt bei 13-14 für eine erste griechische Führung. Kromm- und Bakumovski-Annahmefehler sowie ein vereitelter Lob sorgen für eine 15-18 Führung der griechischen Mannschaft. Bei 18-20 kommt Schwarz für Günthör zum Aufschlag, ein Bakumovski/Dünnes Block bringt bei 20-20 den Ausgleich. Enges Ringen, Bei 23-23 bringt ein gefühlvoller Lob von Dehne den ersten Satzball. Griechenland nimmt eine Auszeit: 24-24, nachdem ein Böhm-Aufschlag ins Aus geht. Kromm macht den 25. Punkt und Günthör zeigte nach einem Abpraller im deutschen Feld eine Blitzreaktion (mit einem gefühlvoll weiter geleiteten Ball) zum 27-25.

4. Satz
Das deutsche Team liegt 2-4 zurück, gleicht bei 4-4 aus, muss aber bei 7-8 erneut einen Rückstand hinnehmen, als Bakumovski einen Aufschlag nicht durchbringt. Das Spiel bleibt bis zur zweiten technischen Auszeit ausgeglichen, Bakumovski und Kromm im Angriff erfolgreich: 16-15 Führung. Die Satzstände bleiben eng, den jeweiligen 1-Punkt-Vorsprung des deutschen Teams kann nicht auf zwei Punkte erweitert werden: entweder starker griechischer Angriff nach harmlosem Aufschlag oder eigener Aufschlagfehler. Bei 21-20 Führung Angriffsfehler Bakumovski, Auszeit von Moculescu folgt. Nach Böhme-Fehler 21-22 und Späth-Annahmeverweigerung 21-23. Bakumovski und Kromm sorgen für 23-23 Gleichstand. Auszeit der Griechen. Bei 25-24 kommt noch einmal Schwarz für Günthör. Kromm macht Punkt 25, der wieder zurückgewechselte Günthör Punkt 26, Kromm erneut Punkt 27 und ein griechischer Fehler führt zum Spielende.

Fazit: Nach drei Niederlagen in Ankara gewinnt die deutsche Mannschaft – durchaus verdient – ihr erstes Spiel in der diesjährigen European League. Besonders erfreulich: in Ankara wurden eine ganze Reihe von Sätzen mit 2 oder Punkten Unterschied in den Schlussphasen abgegeben - im dritten und vierten Durchgang gegen Griechenland konnte das deutsche Team den Spieß herumdrehen: man behielt die Nerven und entschied die knappen Sätze für sich.
Verdient war der Sieg, weil – vor allem im ersten Satz – die Aufschläge besser kamen (wenn auch in der Schlussphase des 4. Satz nicht alles gelang). Die Annahme zeigte sich verbessert, im Angriff fehlte es gelegentlich an Durchschlagskraft. Sehr wirkungsvoll die Angriffe aus der 2. Reihe (Kromm). In der Schlussphase wurde vor allem der Mut von Kromm belohnt. Problematisch weiterhin der Mittelblock – hier waren bei schnellen griechischen Angriffen kaum Erfolge zu vermelden.


Stimmen

Bundestrainer Moculescu: „Wir haben insgesamt besser aufgeschlagen, Kromm hat in der Schlussphase eine entscheidende Rolle gespielt. Mit der Annahme können wir heute zufrieden sein, verbessert werden muss sie natürlich noch. Den 2. Satz sollten wir abhaken – das sind junge Burschen, da passiert so was schon mal. Ich freu mich für die Mannschaft – das wird gut sein für den Kopf. Wenn ich einen Blick auf die Statistik werfe, war heute auch unsere Defensive nicht so schlecht – vor allem in der Feldabwehr.“
Robert Kromm: „Das war heute sehr knapp und wir haben die Nerven behalten. In der Türkei hatten wir oft das blöde Ende, hier haben wir mal konsequent weitergespielt und sind belohnt worden. Ich fand, dass wir zu Beginn gut reingekommen sind. Im zweiten Satz haben wir, obwohl die Annahme ok war, im Angriff einfach zu wenig totgemacht.“

(Quelle: Sabarz)