DVV-Männer „AUF DEM WEG NACH JAPAN“: Björn Andrae: "Wir freuen uns, in Berlin zu spielen!"

DVV-Männer „AUF DEM WEG NACH JAPAN“: Björn Andrae: "Wir freuen uns, in Berlin zu spielen!"

Auf einer Pressekonferenz in Berlin äußerten am Donnerstag Mittag, einen Tag vor dem Beginn des Berliner Turniers innerhalb der European League 2006 (11. bis 13. August), Bundestrainer Stelian Moculescu, die Spieler Frank Dehne und Björn Andrae, DVV-Präsident Werner von Moltke und VVB-Präsident René Hecht zu ihren Erwartungen und Chancen bei European League, Play-offs der EM-Qualifikation und Weltmeisterschaft. Zusammenfassend hier die wichtigsten Aussagen:

Zur European League
Björn Andrae: „Ich freue mich, endlich mal wieder in Berlin zu spielen. Dann muss meine Familie zum Zuschauen nicht 800 Kilometer fahren.“

Frank Dehne: „Die Niederlande ist bisher ungeschlagen, es tut mir leid, dass wir sie hier schlagen müssen. Wenn wir gut drauf sind, müssen wir keine Angst haben. Kroatien hat vergangene Woche stark gespielt, sie sind aber schlagbar. Estland kenne ich nur aus dem vergangenen Jahr.“

Stelian Moculescu: „Die Teilnahme an der European League ist aus mehreren Gründen wichtig, auch wenn es nur ums Prestige geht: 1) wir können junge Spieler testen 2) wir können international spielen und Spielpraxis sammeln 3) das Niveau der Veranstaltung wird von Jahr zu Jahr besser. Ich hoffe, dass auch mehr größere Nationen in Zukunft teilnehmen.“

Werner von Moltke: „Wir wollen nach Peking zu den Olympischen Spielen 2008. Da ist die European League ein wichtiger Baustein.“

Stelian Moculescu: „Wir wollen im Vergleich zum vergangenen Wochenende einen Tick an Leistung drauflegen. Ich denke, wir haben gut trainiert.“

Werner von Moltke: „Wir sind Berlin dankbar dafür, dass wir willkommene Gäste sind. Das haben die vergangenen Jahre mit den ganzen Highlights gezeigt, und das zeigt die European League jetzt.“

René Hecht: „Ich freue mich, dass die Nationalmannschaft da ist. Ich erwarte, dass wir einen reibungslosen Ablauf erleben und hoffe auf eine gute Zuschauerresonanz. Karten gibt es natürlich noch.“

Zur Play-off EM-Qualifikation
Stelian Moculescu: „Das Turnier in Berlin ist kein Härtetest für die Play-offs in der EM-Qualifikation. Das sind eher die Spiele gegen Slowenien Ende August (25. bis 27. August). Wir arbeiten auf das Spiel in Leipzig hin (2. September), da müssen wir unsere beste Leistung abrufen.“

Frank Dehne: „Wir treffen – etwas überraschend – auf die Tschechische Republik. Viele Spieler von denen spielen in guten Vereinen im Ausland. Wir können uns auf interessante Spiele einrichten und werden uns ausgiebig taktisch vorbereiten.“

Stelian Moculescu: „Die EM-Qualifikation ist wichtiger als die WM in diesem Jahr, damit wir im nächsten Jahr Programm auch im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation haben. Deswegen wäre es auch wichtig, die Weltliga zu spielen, denn dort gibt es Weltranglistenpunkte, die für die Olympia-Qualifikation entscheidend sind. Und das olympische Dabeisein ist der Ritterschlag für jede Sportart.“

zur WM
Björn Andrae: „Die WM war das Ziel, auf das wir im vergangenen Jahr hingearbeitet hatten. Wir waren bei der Qualifikation so gut vorbereitet wie noch nie und wollten unbedingt zur WM.“

Björn Andrae: „Es ist überhaupt der Wahnsinn, bei der WM dabei zu sein. In unserer Gruppe kann viel passieren, fast jeder kann jeden schlagen, es entscheidet die Tagesform. Für uns sind das in erster Linie Australien und Griechenland. Wir werden von den anderen nicht mehr auf die leichte Schulter genommen, auch die Brasilianer werden sich anstrengen müssen.“

Stelian Moculescu: „Nach der EM-Qualifikation gehen die Spieler in die Vereine. Drei Wochen vor Beginn der WM treffen wir uns, absolvieren ein Turnier in Frankreich und zwei Länderspiele gegen Polen in Deutschland (Noch nicht terminiert). Wir fliegen eine Woche vor WM-Start nach Japan, wo wir noch zwei Spiele gegen die USA machen werden.“

René Hecht: „Wir nehmen wohl alle zwölf Jahre an einer WM teil (Hecht selber war 1982 und 1994 WM-Teilnehmer). Man sollte mit Selbstvertrauen hinfahren, nach dem Motto: „Kopf hoch, jeder muss uns erst mal schlagen.“