DVV-Frauen “BEI DER WM IN JAPAN”: Die Zwischengruppe in Nagoya: Taiwan mit erster Niederlage – Serbien & Montenegro macht großen Schritt Richtung Halbfinale!
Dass, was viele Experten im Vorfeld prophezeit hatten, ist am ersten Tag der Zwischenrunde in Nagoya eingetreten: Die Teams aus Pool D sind den Mannschaften aus Pool A überlegen – die Siege gingen an Serbien & Montenegro, Italien, Türkei und Kuba, allesamt aus Pool D.
SCG – KOR KOR 0:3 (23-25, 19-25, 22-25): Serbien & Montenegro behält auch weiterhin seine „weiße Weste“ und steuert mit großen Schritten auf das Halbfinale zu. Gegen Südkorea meisterte die Mannschaft um Spielführerin Vesna Citakovic (letzte Saison noch USC Münster) auch die erste asiatische Mannschaft, weitere Gegner dieses „etwas anderen“ Spielstils sind noch Japan und Taiwan. Zudem trifft die Mannschaft noch auf Europameister Polen. Die körperliche Überlegenheit von Serbien & Montenegro gab den Ausschlag für den zu Null-Sieg. Zudem agierten die Europäerinnen sehr abgeklärt und ließen sich von anfänglichen Rückständen nicht aus der Ruhe bringen. Ivana Djerisilo (14) und Nikolic (13) waren die punktbesten Spielerinnen bei der Mannschaft, die nach 1978 erst zum zweiten Mal an einer Frauen-WM teilnimmt. Beim Verlierer punkteten Youn-Joo Hwang (12) und Yeon-Koung Kim (11) am besten.
POL – ITA 0:3 (19-25, 22-25, 13-25): Titelverteidiger Italien hat einen wichtigen Schritt in Richtung WM-Halbfinale gemacht: Im Duell gegen Europameister Polen behielten die Italienerinnen deutlich die Oberhand, der letzte Satz geriet zur Demonstration. Die Polen, in der Vorrunde mit enttäuschenden Leistungen und nur einem Sieg in der Zwischenrunde, konnten die ersten beiden Sätze bis Mitte des Satzes ausgeglichen gestalten. Dann setzte sich die Erfahrung und Klasse von Elisa Togut, Francesca Piccinini und Paola Paggi durch. Diese drei Spielerinnen waren es auch, die mit jeweils 10 Punkten den größen Beitrag zur aktuellen 3:1-Bilanz Italiens beitrugen. Maria Liktoras (10) war erfolgreichste Polin.

Foto FIVB: Italien jubelte über den ersten Sieg in der Zwischenrunde.
TPE – TUR 1:3 (17-25, 16-25, 25-21, 17-25): Die bisherige Turnierüberraschung Taiwan musste im ersten Zwischenrundenspiel gegen die Türkei erkennen, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen. Die ungeschlagenen Taiwanesinnen kassierten ihre erste Niederlage, die zudem recht deutlich ausfiel. Gegen die Angriffspower der türkischen Hauptangreiferinnen Neslihan Demir (22) und Natalia Haninkoglu (18) war der Sieger der Vorrundengruppe A nicht gewachsen. Chin I Lin (16) und Nai Han Kou (13) konnten die Niederlage auch nicht verhindern.
JPN – CUB 1:3 (25-22, 23-25, 22-25, 22-25): Auch über 7.500 Zuschauer halfen Gastgeber Japan nicht zum erhofften Sieg über Kuba. Damit haben sich die Medaillenträume der Japanerinnen wohl verflüchtigt. Nach gutem Start und 1:0-Satzführung schien noch alles für die körperlich deutlich unterlegenen Asiatinnen zu laufen, doch dann kam das dynamische Angriffsspiel der Karibik-Asse ins Rollen. Vor allem mit ihren Außenangreiferinnen Rosir Calderon (20) und Yumilka Ruiz (19) punktete der zweifache Olympiasieger beständig. Dem hatten die Japanerinnen – trotz hartnäckiger Abwehrarbeit – nicht genug entgegen zu setzen und unterlagen knapp in vier Sätzen. Miyuki Takahashi (15) und Saori Kimura (11) punkteten für den Gastgeber am meisten.