Zürich Teams VC Olympia Berlin: Sieg und Niederlage für die Nachwuchs-Teams!
Ihr letztes Heimspiel in der Zürich Volleyball Bundesliga der Männer 2004/05 gewannen die Junioren von Bundestrainer Michael Warm mit 3:1 gegen die Volley Dogs Berlin. Es war bereits der 9. Sieg! Die Juniorinnen unterlagen dagegen bei Titelanwärter Rote Raben Vilsbiburg nach einer guten Leistung mit 1:3.
Junioren: Den Aufwärtstrend bestätigt!
Es sei "die Chance nochmals zu zeigen, was wir drauf haben", hatte Mittelblocker Anton Borger vor der Partie verkündet. Am Sonntagnachmittag nutzten Borger und seine Kollegen vom Zürich Team VC Olympia Berlin diese Möglichkeit und bezwangen in der Volleyball-Bundesliga den Ortsrivalen Volley Dogs mit 3:1 (25:18, 23:25, 25:23, 25:21). Die Partie in der heimischen Saefkowhalle vor rund 250 Zuschauern dauerte rund 90 Minuten und bestätigte den Aufwärtstrend bei den Schützlingen von Junioren-Bundestrainer Michael Warm. Mit einem Satzgewinn daheim gegen den Deutschen Meister SC Charlottenburg hatten sie das einjährige Gastspiel im Ligaoberhaus begonnen - mit einem souveränen Erfolg über den anderen Ortsnachbarn beendet. Es war immerhin der neunte Doppelpunktgewinn für die 19/20-Jährigen, deren Saisonhöhepunkt die Teilnahme an der Junioren-Weltmeisterschaft ist.
"Wir hatten uns vorgenommen, unbedingt besser als gegen Dachau zu spielen. Da waren wir doch sehr verkrampft", meinte VCO-Außenangreifer Dirk Mehlberg. Trotz einiger vorheriger Grippeausfälle (Zuspieler Patrick Steuerwald/Libero Martin Pomerenke) und der vorherigen Erfolgsserie der "Flughunde" (vier Siege am Stück) gaben sich die Gastgeber keine Blöße. Wenn die eigenen Aktionen (Aufgabe/Angriff/Block) mit der nötigen Konzentration vorgetragen und abgeschlossen wurden, dann gab es zumeist die nötigen Punkte.
Die Volley Dogs traten keineswegs wie ein Absteiger auf, demonstrierten in vielen engen Situationen ihre Spielstärke und Routine. Doch letztlich "fehlte uns die Power wie zuvor bei den Siegen über Wuppertal oder Mendig. Da waren wir auf jeden Fall stärker", wie Dogs-Kapitän und Zuspieler Sven Dörendahl sagte. Bei jetzt nur noch zwei Mal Training die Woche seien die Kräfte erschöpft. Was nach dem letzten Spiel am 26. März daheim (19.30) gegen Dachau wird, scheint offen. "Wir haben ein Insolvenzverfahren wegen drohender Zahlungsunfähigkeit angemeldet", bestätigte Dogs-Manager Sönke Michaelis. Ob aber das Verfahren überhaupt eröffnet werde, sei momentan unklar. "Wir haben die Absicht den Spielbetrieb in der Bundesliga oder auch in der 2. Liga fortzuführen, doch das geht nur, wenn unser Konzept durch den Berliner Verband, die Ligaorganisation DVL und den DVV bestätigt wird." Was aus den elf unter Vertrag stehenden Spielern und Trainer Sergej Fjodorow werde, könne man zur Stunde nicht sagen.
Sagen kann man aber, dass ZTVCO am 26. März in Mendig seinen Bundesliga-Ausstand gibt, während am selben Tag das Lokalderby der Frauen, Zürich Team VCO kontra BBVC 68, um 17 Uhr ausnahmsweise in der Turnhalle Paul-Heyse-Str. und nicht am Saefkowplatz stattfindet. Eine Woche später, am 2. April, ist erst (17 Uhr) in der Saefkowhalle die Abschiedsvorstellung der ZTVCO-Juniorinnen gegen Emlichheim und anschließend im Freizeitcenter an der B 1 (Schöneiche) der große Saisonkehraus der ZTVCO-Teams.
(Quelle: Podeswa)
Juniorinnen: Nach Startschwierigkeiten klarer 3:1-Sieg für Vilsbiburg!
Am „Tag der Jugend“ in der Vilsbiburger Vilstalhalle sind die Roten Raben ihrer Favoritenrolle gerecht geworden. Vor 1415 Zuschauern gewannen sie nach anfänglichen Schwierigkeiten gegen das Zürich Team VCO Berlin mit 3:1 (22:25, 25:17, 25:14, 25:22). Da gleichzeitig Spitzenreiter USC Münster bei Raben-Verfolger VfB Suhl mit 3:0 gewann, hat sich in der 1. Volleyball-Bundesliga an der Spitze ein spannender Dreikampf entwickelt.
An der Tabellenspitze bleiben der USC Münster (34 Punkte), der Dresdner SC (32) und die Roten Raben Vilsbiburg (32) vorerst unter sich. Der einzig verbliebene Verfolger des Trios, der VfB Suhl, hat durch seine 0:3-Niederlage gegen Münster schon sechs Punkte Rückstand. Und während die beiden Erstplatzierten ihre schweren Aufgaben meisterten (Dresden gewann 3:1 in Leverkusen), leisteten sich auch die Roten Raben gegen den Tabellenachten, das Zürich Team VC Olympia Berlin, keinen Ausrutscher.
Allerdings taten sich die Vilsbiburgerinnen anfangs gegen die jungen Nachwuchstalente schwerer als erwartet. Vor allem der Raben-Block hatte Mühe, sich auf die Angriffe des VCO einzustellen. Ganz im Gegensatz zu den Gästen: Die wurden ihrem Ruf, zu den blockstärksten Mannschaften der Liga zu gehören, eindrucksvoll gerecht und ließen die Attacken von Katja Wühler, Regina Burchardt oder auch Birgit Thumm ein ums andere Mal verpuffen. Nach einer 3:0-Startführung für die Raben entwickelte sich ein heiß umkämpfter Satz, der bis zum 22:22 völlig offen blieb, ehe die hoch motivierten Gäste mit 25:22 die Nase vorn hatten. Bedeutend sicherer agierten die Roten Raben im zweiten Satz, wenngleich sie sich eine komfortable 8:4-Führung zur ersten technischen Auszeit wieder abknöpfen ließen (12:12). Erst da drückten die Raben aufs Gas: Immer besser gelang es ihnen, den bis dato stabilen VCO-Block auszutricksen, um über 16:12 und 20:14 auf 25:17 davonzuziehen. Den jungen Nationalspielerinnen hatten die Roten Raben damit offenbar den Schneid abgekauft, denn es dauerte im dritten Durchgang bis zum 7:0 für Vilsbiburg, ehe der VCO zum ersten Mal punkten konnte. Diese Führung verwalteten die Roten Raben sicher über die gesamte Spielzeit. Mit dazu beitragen konnten auch die starken Nachwuchsspielerinnen auf Vilsbiburger Seite, Hana Kovarova und Iris Nachtmann. Die 18-jährige Veronika Pongratz, dem Bundesliga-Publikum eigentlich nur als Libera bekannt, durfte diesmal ans Netz und kassierte für viele gute Aktionen im Angriff Szenenapplaus von den 1415 Zuschauern. Im vierten Satz ließen die Roten Raben weiter kaum Zweifel am Sieg aufkommen. Die starken Angreiferinnen Katja Wühler und Regina Burchardt punkteten nach Belieben und sorgten für ein sicheres 8:2 und 20:13. Dass die Gastgeberinnen am Ende zu früh einen Gang zurückschalteten, nutzte das Zürich Team gnadenlos aus. Das Team von Juniorinnen-Nationaltrainer Jens Tietböhl kam sogar noch bis auf 23:22 heran, ehe die Roten Raben den 3:1-Sieg unter Dach und Fach brachten.
(Quelle: Ben Weinberger/Vilsbiburg)