Volleyball-Internat Frankfurt: Mit Sieg und Niederlage von Nordost-Tour zurück!
Fast wie erwartet verlief das lange Nordost-Wochenende für das Volleyball-Internat Frankfurt (VIF): Zunächst setzte es beim ungeschlagenen Tabellenführer Netzhoppers Königs Wusterhausen eine deutlich 0:3-Niederlage (19-25, 17-25, 20-25), tags darauf raffte sich die Mannschaft von Bundestrainer Stewart Bernard zu einem Kraftakt zusammen und bezwang den SV Warnemünde mit 3:2 (25-13, 18-25, 25-23, 17-25, 15-12). Nach diesem Spieltag liegt das Internat mit 16:8-Punkten weiterhin auf dem hervorragenden dritten Platz.
Nach siebenstündiger Busfahrt erreichte die VIF-Mannschaft Königs Wusterhausen und sah sich von Beginn an einem hochmotivierten Gastgeber gegenüber. Die Netzhoppers machten schnell deutlich, dass sie das Spiel gegen den Tabellen-Dritten nicht auf die leichte Schulter nehmen und übten von Beginn an viel Druck aus. Demgegenüber kamen die Internatler nicht so recht ins Spiel, die Annahme war zu unpräzise, als dass Zuspieler Lukas Kampe variabel und schnell alle Angreifer hätte einsetzen können.
Mit der Vorgabe, zumindest ein Spiel am Wochenende zu gewinnen, gingen die Internatler motiviert und wenig niedergeschlagen in die Partie beim Viertletzten der Tabelle, dem SV Warnemünde. Dieser hatte seinerseits am Tag zuvor einen 3:2-Sieg über Spandau davon getragen und somit ein kräftezehrendes Spiel in den Knochen. Der erste Satz ließ auch Böses für Warnemünde befürchten, denn die Internatler fegten wie eine kräftige Ostsee-Böe über den Gastgeber. Fast alles klappte bei den Jungspunden aus Frankfurt, fast nichts bei den Warnemündern. Nachdem auch der zweite Satz mit einer 6:1-Führung begann, gab es plötzlich einen "Bruch" im Spiel des Internats: Warnemünde fand besser ins Spiel und die Internatler konnten die Leistung nicht halten, vor allem die Annahme agierte zu labil. Nachdem sich beide Teams jeweils zwei Sätze gesichert hatten, musste der fünfte Satz entscheiden. Hier lagen die Internatler von Beginn an vorn und sicherten sich den Satz und das Spiel mit einer guten Leistung in der Block- und Feldabwehr.
Stewart Bernard, der mit seiner Mannschaft um 3.30 Uhr in der Nacht zu Montag wieder in Frankfurt eintraf, meinte zum Wochenende: "Wir haben unser Ziel erreicht und den dritten Platz bestätigt. Gegen Königs Wusterhausen hatten wir keine Chance, die waren richtig stark. Mit ihren Aufschlägen haben sie uns so unter Druck gesetzt, dass wir nicht ins Spiel gekommen sind. Warnemünde war nach dem Sieg am Tag zuvor sehr motiviert, wir aber auch, weil wir das Spiel gegen Königs Wusterhausen vergessen machen wollten. Wir haben zwar nicht das gesamte Spiel über gut gespielt, aber ich bin zufrieden mit dem Ausgang des Wochenendes."