U20-Nationalmannschaft: Im letzten Spiel eine 2:3-Niederlage gegen China!
Es flossen reichlich Tränen, es gab Umarmungen und es herrschte Wehmut: Nicht, weil die letzte von drei Partien gegen China in Herne vor ausverkaufter Halle mit 2:3 (23-25, 25-23, 26-24, 10-25, 13-15) verloren ging, sondern weil es das letzte Spiel dieses Jahrgangs war. Da die DVV-Juniorinnen von der FIVB um ihre WM-Chance gebracht wurden – der Weltverband erklärte im Nachhinein die Juniorinnen-EM als Qualifikation – haben die Spielerinnen nun ihre Jugendzeit beendet und gehen in den Seniorenbereich.
Wie schon in den ersten beiden Partien (0:3, 3:1) überzeugten die DVV-Spielerinnen mit einer sehr guten Leistung. Bundestrainer Jens Tietböhl war sehr angetan von den Spielerinnen und dieser Abschluss-Serie gegen China: „Das war ein würdiger Abschluss, zwar kein Sieg, aber eine tolle Serie. Jetzt geht es für die Mädels darum, den Sprung in den Seniorenbereich zu schaffen. Zudem hoffe ich, dass die ein oder andere den Sprung in die Frauen-Nationalmannschaft schafft, das Potenzial ist vorhanden.“ Das größte Kompliment kam aber von Seiten des Weltmeisters aus China, wie Tietböhl sagte: „Sie waren sehr überrascht über unsere Qualität und sagten, dass wir es verdient hätten, bei der WM dabei zu sein.“
Nachdem der Matchball gespielt war, gab es emotionale Szenen: Alle Spielerinnen weinten und auch der Betreuerstab wurde von den Gefühlen übermannt. „Alle wissen, dass wir zu den besten europäischen und vielleicht sogar weltbesten Teams zählen und dies jetzt nicht bei der WM zeigen dürfen“, so Tietböhl zu den Szenen.
Die Länderspiele waren erst durch die großzügige Unterstützung des Auswärtigen Amtes möglich geworden.
Der Kader der DVV-Auswahl: Charlene Spieß, Mareen Apitz, Jule Schneider, Maren Brinker, Anke Borowickow, Dominice Steffen, Stephanie Kestner, Julia Retzlaff, Inga Vollbrecht, Kristin Kasperski (alle Zurich Team VC Olympia Berlin), Katharina Stauss (SV Sinsheim), Claudia Bimberg (Schweriner SC)