Grand Prix 2005: Gut gespielt, hoch geführt, aber verloren – 0:3 gegen China

Grand Prix 2005: Gut gespielt, hoch geführt, aber verloren – 0:3 gegen China

Es soll einfach nicht sein: Den deutschen Volleyballerinnen ist beim Grand Prix 2005 kein Satzgewinn gegen die Topteams vergönnt. In der dritten Vorrunde des mit knapp 1,4 Millionen US-Dollar dotierten Turniers in Hongkong (China) hatte das DVV-Team nach dem 0:3 zum Auftakt gegen Weltmeister Italien auch gegen Olympiasieger China mit 0:3 (23:25, 15:25, 23:25) das Nachsehen.

Conny Dumler (hinten im Angriff) trotzte gegen China ihren Verletzungsproblemen
oben: Beeindruckend - im Hongkong Coliseum finden über 10.000 Zuschauer Platz (beide Fotos Kurth)


„Unsere Mannschaft hat gekämpft, aber das war trotzdem nicht ausreichend, um einen Satz zu gewinnen“, sagte Bundestrainer Hee Wan Lee. „China wollte uns heute kein Gastgeschenk machen.“

Insbesondere im ersten und dritten Satz verkaufte die deutsche Mannschaft ihre Haut so teuer, wie sie es nach der gestrigen Niederlage gegen Italien wahrscheinlich nicht einmal selbst erwartet hätte. Dabei trotzten die beiden einzigen Außen-Annahme-Spielerinnen Conny Dumler und Birgit Thumm ihren Verletzungssorgen – Conny Dumler plagt sich mit Schmerzen im Knie und konnte nur mit Verband spielen, Birgit Thumm spielt bereits seit Wochen mit Schmerzen im Fußgelenk und hat dazu noch Knieprobleme – und legten mit ihrem Team einen furiosen Start hin. Mit 16:10 und 21:16 führten die Deutschen bereits, ehe sich China aufbäumte, bei 23:23 den Augleich schaffte und den Satz noch zu seinen Gunsten entschied. Danach schienen die DVV-Frauen von der Rolle. Nichts wollte ihnen mehr so recht gelingen. Die Folge: China lag schnell mit 12:16 und 13:21 in Front und sicherte sich diesen Durchgang souverän. Im dritten Abschnitt aber besann sich das deutsche Team, bei dem mittlerweile im Zuspiel Julia Schlecht für Nadja Jenzewski und in der Mitte Olessya Kulakova für Kathy Radzuweit auf dem Feld waren, zurück auf ihr Spiel. Conny Dumler & Co. schlugen gut auf sowie verteidigten und blockten exzellent. Mit 22:18 führten sie bereits, ehe wie schon im ersten Satz eine Zitterpartie begann. Bei 22:22 bescherte ein Block von Olessya Kulakova die Führung zum 23:22 – doch China glich aus. Und gewann doch wieder. Denn der folgende Angriff von Olessya Kulakova blieb im chinesischen Block hängen und ein Block ins Aus von Julia Schlecht besiegelte das Spielende.

„Es liegt nicht am Willen oder der Einstellung“, versicherte Christiane Fürst. „Aber irgendwie schaffen wir es nicht, die letzten Punkte zu machen. Eine gute Mannschaft macht solche Sätze zu.“ Und Lee sagte: „Das Spiel von den Chinesinnen ist einfach sicherer. Wir haben heute eine super Leistung gebracht und wenig Fehler gemacht. Aber es hat nicht gereicht.“

Morgen (7 Uhr MESZ) trifft die deutsche Auswahl in ihrer letzten Partie beim Grand Prix 2005 auf die Dominikanische Republik. Die Teilnahme an der Endrunde der besten Sechs in Sendai (Japan) allerdings war schon nach dem gestrigen Spieltag nicht mehr zu schaffen. Das Ticket dafür haben neben Gastgeber Japan bereits China, Kuba und Brasilien gelöst.

Die Ergebnisse in Hongkong (China)
8. Juli

Deutschland – Italien 0:3 (20:25, 23:25, 24:26)
China – Dominkanische Republik 3:0 (25:20, 27:25, 25:19)
9. Juli
Italien – Dominikanische Republik 3:0 (25:21, 25:10, 25:18)
Deutschland – China 0:3 (23:25, 15:25, 23:25)

Der weitere Spielplan
10. Juli

13 Uhr (7 Uhr MESZ) Deutschland – Dominikanische Republik
15.30 Uhr (9.30 Uhr MESZ) Italien - China

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