Grand Prix 2005: DVV-Team nur mit Außenseiterchancen in Hongkong
Als Außenseiter gehen die deutschen Volleyballerinnen bei der dritten Vorrunde des Grand Prix 2005 an den Start. Denn in Hongkong (China) schlägt an diesem Wochenende ein erlesenes Teilnehmerfeld auf. Dabei trifft die Mannschaft am Freitag (8. Juli, 12 Uhr MESZ) auf Weltmeister Italien, am Samstag (9. Juli, 9.30 Uhr MESZ) auf Olympiasieger China und am Sonntag (10. Juli, 7 Uhr MESZ) auf die Dominikanische Republik. „Unser Ziel ist es, in jedem Spiel das Beste zu geben, ein Spiel zu gewinnen und damit hier nicht Letzter zu werden“, sagte Lee.
Dabei räumt der Coach seinem Team in den ersten beiden Partien nur geringe Chancen ein. „Gegen China können wir normalerweise nicht gewinnen, aber wir wollen uns gut verkaufen. Für einen Sieg aber ist die Qualität in allen Elementen noch nicht gut genug“, sagte Lee. „Gegen Italien haben wir eine kleine Chance, wenn unser Spiel läuft und alle in Topform sind.“ Sowohl gegen China als auch gegen Italien hatten die DVV-Frauen im Turnierverlauf schon einmal mit 0:3 das Nachsehen.
Auch die Dominikanische Republik dürfte der deutschen Auswahl noch bestens bekannt sein. In der ersten Grand-Prix-Vorrunde lieferten sich beide Teams ein spannendes Spiel, das letztlich Deutschland mit 3:2 für sich entschied. In Hongkong soll nun der zweite Sieg gelingen. „Das ist eigentlich unsere einzige Chance, hier ein Spiel zu gewinnen“, sagte Lee, gab aber zu bedenken: „Wir sind zwar vom Volleyballerischen weiter als sie. Dafür aber haben wir weniger Wechselmöglichkeiten.“ Schließlich sind beim DVV-Team mit Kapitän Conny Dumler und Birgit Thumm nur zwei Annahme-Außenspielerinnen dabei.
Vor Beginn der dritten Vorrunde haben die Deutschen nur noch theoretische Chancen auf das Erreichen der Endrunde in Sendai (Japan). Bisher haben sie nur einen Erfolg auf dem Konto und rangieren damit im Gesamtklassement vor Thailand und der Dominkanischen Republik, die bisher noch ohne Sieg sind, auf Platz zehn. Klar auf Finalkurs sind dagegen die bisher ungeschlagenen Chinesinnen und Kubanerinnen sowie Brasilien, das erst eine Niederlage – am vergangenen Wochenende gegen China – hinnehmen musste. Italien dagegen muss noch um die Teilnahme am Turnier der besten Sechs in Japan bangen, schließlich liegt das neuformierte Team von Trainer Marco Bonitta zur Zeit mit drei Siegen und drei Niederlagen auf Rang sechs. „Ich hoffe, dass wir hier gut spielen“; sagte Bonitta während der Pressekonferenz in Hongkong, „und ich hoffe auch, dass wir die Finalrunde erreichen“.
Der Spielplan in Hongkong (China)
8. Juli
18 Uhr (12 Uhr MESZ) Deutschland – Italien
20.30 Uhr (14.30 Uhr MESZ) China – Dominkanische Republik
9. Juli
13 Uhr (7 Uhr MESZ) Italien – Dominikanische Republik
15.30 Uhr (9.30 Uhr MESZ) Deutschland – China
10. Juli
13 Uhr (7 Uhr MESZ) Deutschland – Dominikanische Republik
15.30 Uhr (9.30 Uhr MESZ) Italien - China