Grand Prix 2005: 2:3 gegen Dominikanische Republik – Platz vier in Hongkong und Rang zehn im Gesamtklassement

Grand Prix 2005: 2:3 gegen Dominikanische Republik – Platz vier in Hongkong und Rang zehn im Gesamtklassement Gegen die Dominikanische Republik die Nummer eins im Zuspiel - Julia Schlecht

Nach der sieglosen Grand-Prix-Vorrunde in Macau (China) haben die deutschen Volleyballerinnen auch die dritte und letzte Runde in Hongkong (China) ohne Erfolgserlebnis beendet. Im letzten Turnierspiel unterlag die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) der Dominikanischen Republik mit 2:3 (25:21, 20:25, 25:18, 21:25, 7:15). „Wenn wir mit der kompletten Mannschaft hier wären und verloren hätten, würde ich mir Sorgen machen“, sagte Bundestrainer Hee Wan Lee. „So aber bin ich nicht enttäuscht.“

Allerdings vergab die deutsche Auswahl gegen die sprunggewaltigen Spielerinnen aus der Karibik die große Chance, den zweiten Turniersieg einzufahren. Und wie schon beim ersten Aufeinandertreffen während der ersten Vorrunde in Reggio Calabria (Italien) entwickelte sich eine umkämpfte Partie – dieses Mal allerdings mit dem besseren Ende für die Dominikanische Republik. Wiederum war es eine spielerische Achterbahnfahrt, bei der das deutsche Team – heute mit Julia Schlecht anstelle von Nadja Jenzewski im Zuspiel – den ersten Satz souverän gewann, den zweiten dann ebenso deutlich abgab und den dritten wieder gewann. Der vierte Abschnitt war bis zum 21:22 offen. Dann aber gaben einige Nachlässigkeiten den Ausschlag zuungunsten der Deutschen. Deren Moral war dann gebrochen – im Entscheidungssatz ergab sich das Team um Kapitän Conny Dumler nahezu wehrlos seinem Schicksal.

„Heute hat man eindeutig gesehen, dass die Kondition zu Ende geht“, sagte Lee. „Thummi (Anm. d. Red.) war am Ende.“ Den Mittelblockerinnen Christiane Fürst und Kathy Radzuweit attestierte der Coach eine sehr gute Leistung, mit den Zuspielerinnen Julia Schlecht und Nadja Jenzweski zeigte sich Lee dagegen nur bedingt zufrieden. „Wir hätten heute nicht gewinnen müssen“, sagte der Koreaner. „Die Dominikanische Republik war eine Mannschaft, die wir hätten schlagen können.“

Nach den drei Niederlagen gegen Italien, China und die Dominikanische Republik belegte die deutsche Mannschaft damit in Hongkong den vierten Platz und erhielt dafür 15.000 US-Dollar Preisgeld. Eine Auszeichnung gab es aber doch: Vor allem zu ihrer Überraschung wurde Olessya Kulakova als beste Blockspielerin des Turniers geehrt.

Im Gesamtklassement belegt die DVV-Auswahl mit nur einem Sieg, aber acht Niederlagen den zehnten Platz und verpasste deutlich die Finalrunde der besten Sechs in Sendai (Japan). An dieser nehmen in der kommenden Woche neben Gastgeber Japan, China, Brasilien, Kuba, die Niederlande und Italien teil. „Wir wussten von vornherein, dass wir hier nicht viel gewinnen können. Aber ein Sieg pro Woche wäre drin gewesen“, sagte Libero Kerstin Tzscherlich. „Jetzt wissen wir noch genauer, wo unsere Schwächen liegen. Die Elemente, mit denen man Punkte machen kann, wie Block oder Angriff, sind noch zu instabil.“

Die Ergebnisse in Hongkong (China)
8. Juli

Deutschland – Italien 0:3 (20:25, 23:25, 24:26)
China – Dominkanische Republik 3:0 (25:20, 27:25, 25:19)
9. Juli
Italien – Dominikanische Republik 3:0 (25:21, 25:10, 25:18)
Deutschland – China 0:3 (23:25, 15:25, 23:25)
10. Juli
Deutschland – Dominikanische Republik 2:3 (25:21, 20:25, 25:18, 21:25, 7:15)
Italien – China 3:0 (25:22, 25:22, 25:22)

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