Grand Prix: Italien zu stark für deutsche Volleyballerinnen / Sonntag gegen Dominikanische Republik

Grand Prix: Italien zu stark für deutsche Volleyballerinnen / Sonntag gegen Dominikanische Republik Gegen Italien von Anfang an auf dem Feld - Christin Guhr

Beim Grand Prix 2005 erwies sich Weltmeister Italien als zu stark für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft. Nach der Auftaktniederlage gegen Kuba ging in Reggio Calabria (Italien) die Partie gegen die Gastgeberinnen mit 0:3 (23:25, 22:25, 23:25) verloren. Dabei konnte das junge Team um Mannschaftsführerin Conny Dumler über weite Strecken mithalten und kämpfte sich auch nach Rückständen immer wieder heran. Letztlich aber entschied die größere Abgeklärtheit die Begegnung zugunsten der Italienerinnen. Bundestrainer Hee Wan Lee zeigte sich trotzdem recht zufrieden: „Vom Ergebnis her haben wir zwar verloren, aber in volleyballerischer Hinsicht haben wir gewonnen.“

Wie schon gegen Kuba schenkte Bundestrainer Hee Wan Lee der erst 19-jährigen Nadja Jenzewski im Zuspiel, Conny Dumler und Birgit Thumm im Außenangriff, Christiane Fürst und Kathy Radzuweit im Mittelblock sowie Kerstin Tzscherlich auf der Liberoposition das Vertrauen. Auf der Diagonalen kam allerdings dieses Mal nicht Olessya Kulakova, sondern von Beginn an Christin Guhr zum Zuge. Im ersten Satz hielten die Deutschen bis zum 19:19 prächtig mit. Dann aber zog Italien auf 20:23 davon und hatte bei 22:24 den ersten Satzball. Zwei konnte die deutsche Auswahl abwehren, dann beendete ein Fehlaufschlag von Nadja Jenzewski den Durchgang. In Abschnitt zwei lag das DVV-Team bereits mit 8:12 und später 14:17 zurück, machte das aber wett und ging beim 21:20 sogar in Führung, musste dann aber doch den Italienerinnen den Vortritt lassen. Wiederum entschied ein Fehlaufschlag – dieses Mal von Conny Dumler. Auch im dritten Satz lagen die deutschen Frauen bereits 8:13 hinten. Bei 16:16 war der Augleich geschafft und bei 23:23 der Ausgang des Satzes offen. Dann aber war es wieder Italien, das die entscheidenden Punkte für sich verbuchte.

„Wie gestern haben wir auch heute gut gespielt“, sagte Conny Dumler. „Im letzten Moment fehlt uns die Konsequenz, um die entscheidenden Punkte zu machen. Vielleicht sind wir noch zu unerfahren.“ Italiens Trainer Marco Bonitta dagegen war mit der Leistung seiner Mannschaft nicht einverstanden. „Das Beste an diesem Spiel“, sagte er, „war das Resultat“.

Im dritten und letzten Spiel des ersten Grand-Prix-Wochenendes steht am Sonntag (26. Juni, 17 Uhr) die Partie gegen die ebenfalls noch sieglose Dominikanische Republik auf dem Programm. Mit einem Sieg würde die deutsche Mannschaft die erste Vorrunde mit dem dritten Platz abschließen. Um Rang eins spielen Italien und Kuba.

Die Ergebnisse in Reggio Calabria (Italien)
24. Juni
Deutschland – Kuba 0:3 (27:29, 25:27, 25:27)
Italien – Dominikanische Republik 3:0 (25:12, 25:12, 25:10)
25. Juni
Kuba – Dominikanische Republik 3:0 (28:26, 25:17, 25:18)
Deutschland – Italien 0:3 (23:25, 22:25, 23:25)

Der weitere Spielplan
26. Juni
17 Uhr Deutschland – Dominikanische Republik
20 Uhr Italien - Kuba