European League 2005: DVV-Männer gewinnen 3:0 gegen Estland!

European League 2005: DVV-Männer gewinnen 3:0 gegen Estland! Christian Pampel war mit 14 Punkten erfolgreichster deutscher Spieler des Abends.

Die DVV-Männer haben mit einem souveränen 3:0 (25:21, 27:25, 25:12) über Estland den zweiten Sieg in der European League gelandet. Vor 1.300 Zuschauern in der ARENA Kreis Düren feierte Felix Fischer ein erfolgreiches Debüt im Nationaltrikot. Am morgigen Samstag treffen beide Teams erneut um 19.30 Uhr aufeinander. In einer weiteren Partie des Abends gewann Titelverteidiger Tschechische Republik das „Bruder-Duell“ der anderen Gruppe in der Slowakei mit 3:2 (21-25, 26-24, 25-22, 22-25, 15-7).

Die Startformationen beider Teams sahen folgendermaßen aus:

Deutschland: Georg Wiebel, Felix Fischer, Simon Tischer, Christian Pampel, Robert Kromm, Björn Andrae, Till Lieber

Estland: Argo Meresaar, Kert Toobal, Keith Pupart, Janis Sirelpuu, Kristjan Ouekallas, Janis Sirelpuu, Sten Esna

1. Satz
Zunächst zeigten die Esten, dass sie nicht zu unrecht am vergangenen Wochenende nur knapp zwei Mal in fünf Sätzen gegen Top-Favorit Russland verloren hatten. Ein guter Block um Estlands Kapitän und Super-Star Argo Meresaar machte den deutschen Angreifern zu schaffen (4:6). Ein Ass von Pampel sowie zwei erfolgreiche Blockpunkte von Georg Wiebel machten daraus ein 8:6. Nach zwei weiteren Punkten durch Pampel und den 2,12 Meter Riesen Robert Kromm war der Vorsprung auf vier Punkte angewachsen (10:6). Dieser Abstand hatte auch noch bei der zweiten technischen Auszeit Bestand (16:12). Die DVV-Mannschaft geriet nicht mehr in Gefahr, Kromm vollendete krachend zum 25:21.

2. Satz
Völlig ausgeglichen verlief der Beginn des zweiten Satzes, in den beide Mannschaften unverändert gingen. Jedes Team hielt seinen Rückschlag und erst als der Este Pajusalu ein krachendes Ass servierte, hatte sich eine Mannschaft einen kleinen Vorsprung erarbeitet. Zwar konnte die deutsche Mannschaft durch einen Block des Debütanten Felix Fischer zum 12:12 ausgleichen, doch starke Aufschläge der Esten machten daraus wieder einen Rückstand (13:16). Diese verteidigten ihren Vorsprung mit Cleverness und Können, zumal die DVV-Spieler es in dieser Phase nicht verstanden, die Annahme der Gäste unter Druck zu setzen (16:20). Moculescu reagierte und brachte – wie bereits am Ende des ersten Satzes – Frank Dehne und Jochen Schöps für Pampel und Tischer. Das zeigte prompt Wirkung, weil Dehne zwei Mal hart und erfolgreich aufschlug. Und als Pampel im Einerblock zupackte war der Ausgleich geschafft (22:22). Zwei weitere Aufschläge mit Wirkung von Andrae sorgten für die 24:22-Führung und Satzbälle. Diese wie auch einen dritten wehrten die Esten ab, doch den vierten versenkte Kromm unwiderstehlich von außen.

3. Satz
Starke Aufschläge von Wiebel, ein guter Block von Pampel und druckvolle Angriffe über die Außenposition von Andrae sorgten gleich zu Beginn des dritten Satzes für einen komfortablen Vorsprung. 8:2 hieß es bei der ersten technischen Auszeit. Und diese deutsche Mannschaft ließ sich diesen hohen Vorsprung nicht mehr vom Brot nehmen. Im Gegenteil: Sie hielt den Daumen weiter drauf und lag beim 16:9 weiter hoch in Führung. Am Ende war es Kromm vorbehalten, mit einem harten Angriff das 25:12 und 3:0 perfekt zu machen.

Statements zum Spiel

Stelian Moculescu (Trainer Deutschland): „Wir haben eine ordentliche Partie gespielt. Wir wollten im Aufschlag nicht volles Risiko gehen, sondern mehr spielen. Heute hat mit Felix Fischer erneut ein junger Spieler sein Debüt gegeben. Sehr zufrieden war ich mit unserem Libero Till Lieber, der vor eigenem Publikum dem Druck standgehalten hat. Nach anfänglichen Problemen war auch Simon Tischer ein guter Regisseur.“

Felix Fischer (Spieler Deutschland): „Am Anfang waren die Nerven etwas weg, vor allem im Aufschlag bin ich nicht reingekommen. Dann lief es besser, und ich bin sehr zufrieden.“

Avo Keel: (Trainer Estland): „Wir sind das erste Mal in dieser „hohen Gesellschaft“ mit guten Teams wie Deutschland, Russland und Finnland. Wir wollen in jedem Spiel lernen und morgen ein besseres Spiel zeigen.“

Punktbeste Spieler
Deutschland: Christian Pampel (14 Punkte), Björn Andrae (13), Robert Kromm (11)
Estland: Kristjan Ouekallas (9), Janis Sirelpuu (8)

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