Beach European Championship Tour: Die Sehnsucht nach Edelmetall!

Beach European Championship Tour: Die Sehnsucht nach Edelmetall!

Bei den Swiss Open der NESTEA European Championship Tour 2005 haben sich Träume erfüllt: Gold für die Griechinnen Arvanity/Karadassiou.

Luzern/Zürich - Schmückendes Edelmetall übt seit Menschengedenken eine große Faszination auf die weibliche Welt aus. So auch bei den Beach Volleyballerinnen der NESTEA European Championship Tour 2005. Bei den mit 100.000 Euro Preisgeld dotierten Swiss Open in Luzern hatten sich insbesondere drei Teams fest vorgenommen, endlich eine Gold-, Silber-
oder wenigstens eine Bronzemedaille mit nach Hause zu nehmen. Und für alle drei hat sich der Traum erfüllt. Die Griechinnen Vasiliki Arvanity und Vasiliki Karadassiou haben endlich Gold gewonnen (plus 8.500 Euro Preisgeld), nachdem sie zuletzt bei den Turkish Open das Gold Medal Match gegen die Deutschen Okka Rau und Stephanie Pohl verloren hatten.

Im Finale der Swiss Open siegten Arvanity/Karadassiou gegen die Lokalmatadoren Simone Kuhn/Lea Schwer mit 2:1-Sätzen (16:21, 27:25, 19:17). Die Schweizerinnen hatten sich vor heimischem Publikum schon mit dem Einzug ins Halbfinale einen Traum erfüllt, am Ende wurde er vor 2.000 Zuschauern gar versilbert. Kuhn/Schwer durften sich über ihr bestes Resultat bei der NESTEA European Championship Tour 2005 freuen: “In unserem ersten Jahr gleich ein Finale zu erreichen, das ist das Größte", sagte Simone Kuhn. Und zollte den verdienten Siegern Respekt: “Die Griechinnen waren einen Tick besser." Wie Kuhn/Schwer spielen auch die Swiss-Open-Sieger erst seit Saisonbeginn zusammen, wollten in Luzern aber nichts über ihr Erfolgsgeheimnis preisgeben: “Das werden wir nicht verraten", sagte Vasiliki Karadassiou. Um dann doch einen Hinweis zu geben: “Bei uns im Team stimmt einfach die Chemie."

Das lässt sich auch von den Norwegerinnen Ingrid Toerlen und Nila Hakedal behaupten, deren emotionale Spielweise beim Publikum immer gut ankommt, und die sich extra für das Bronze-Medaillenspiel (21:16, 21:15) gegen die Ukrainerinnen Galina Osheyko und Svitlana Baburina eine Portion Energie aufgehoben hatten. Ingrid Toerlen hatte am Morgen noch geglaubt, “den Tag nicht überstehen zu können, weil ich so kaputt bin." Im Halbfinale gegen Arvanity/Karadassiou legten sie in den letzten Spielminuten einen Schongang ein, um Kräfte zu sparen. Denn nach zwei verlorenen Bronze-Medaillenspielen bei den Turkish Open 2005 in Alanya und den Spanish Open 2005 in Valencia “wollte ich endlich diese verdammte Medaille gewinnen und auf dem Siegerpodest stehen."

Der Endstand bei den Swiss Open garantiert im übrigen zusätzliche Spannung für den Saisonhöhepunkt beim NESTEA European Championship Final vom 25. bis 28. August in Moskau. Pohl/Rau (9. in Luzern), die Holländerinnen Kadijk/Mooren (7. in Luzern), Hakedal/Toerlen und Arvanitiy/Karadassiou haben jeweils 220 Ranglistenpunkte und werden in Moskau als “smart european ranking leader" an den Start gehen. Am Ende der Saison nach dem Finale in Moskau, bei dem es um die doppelte Anzahl an Ranglistenpunkten und 200.000 Euro Preisgeld geht, dürfen die Führenden der CEV Europarangliste als Sonderprämie einen smart forfour ­ den smart mit vier Sitzen ­ mit nach Hause nehmen.

(Quelle: GSM)

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