Olympische Spiele 2004: Thrombose-Verdacht bei Sylvester Einsatz beim Eröffnungsspiel gegen Kuba gefährdet!
Diagonalangreiferin Judith Sylvester (Lodi/Italien) droht für das Eröffnungsspiel bei den Olympischen Spielen am 14. August (9.00 Uhr) gegen Titelverteidiger Kuba auszufallen. Bei Sylvester besteht der Verdacht auf eine Muskel-Venen Thrombose im linken Oberarm. Unterdessen ist die Mannschaft – mit Sylvester – am heutigen Montag um 9.05 Uhr von Frankfurt aus nach Athen geflogen.
Beim Training am Samstag war der linke Arm plötzlich gewaltig angeschwollen. Sylvester wurde sofort in die Uni-Klinik Frankfurt gebracht, wo sie insgesamt 7 Stunden untersucht wurde. Dabei konnten auch erhöhte Leberwerte festgestellt werden, sodass der Verdacht besteht, dass Sylvester sich beim Grand Prix in Asien einen Infekt eingefangen hat, der die mögliche Thrombose begünstigt hat. Am Sonntag waren Sylvester und DVV-Mannschaftsarzt Dr. Toni Kass nochmals für vier Stunden in der Klinik, um mit einem Gefäßspezialisten zu sprechen und weitere Untersuchungen durchzuführen.
Dr. Kass meinte: „Judith muss jetzt mehrere Tage Pause einlegen und wird mit Thrombosespritzen behandelt. In Athen wird mit den NOK-Ärzten vor Ort sofort weiter analysiert und behandelt. Unser Ziel ist es, dass Judith am Samstag gegen Kuba spielen kann.“
Sylvester sagte: „Das ist natürlich sehr bitter für mich und eine Erklärung dafür, warum ich mich zuletzt so schlapp gefühlt habe. Es bringt aber nichts, wenn ich jetzt Trübsal blase, die Stimmung in der Mannschaft muss positiv bleiben.“
Die Olympia-Vorbereitung der DVV-Frauen ist damit bereits zum zweiten Mal empfindlich gestört. Am 24. Juli hatte Mittelblockerin Christiane Fürst (Dresdner SC) einen Ball aufs Auge bekommen und hatte eine einwöchige Zwangspause einlegen müssen.