Olympische Spiele 2004: Deutsche Beachvolleyballer überzeugen

Olympische Spiele 2004: Deutsche Beachvolleyballer überzeugen

(Quelle: SID) Die positiven Nachrichten aus dem Lager der Beachvolleyer reißen nicht ab: Sowohl die WM-Neunten Dieckmann/Scheuerpflug als auch Lahme/Müsch starteten mit einem Sieg in das Turnier.

Foto: FIVB - Christoph Dieckmann

Foto: FIVB - Christoph Dieckmann

Gute Nachrichten aus dem Lage der Beachvolleyballer: Die WM-Neunten Christoph Dieckmann und Andreas Scheuerpflug sind als drittes deutsches Duo mit einem Sieg in das olympische Turnier gestartet. Die deutschen Meister aus Berlin gewannen im Faliro-Stadion am Strand von Piräus ihre erste Vorrundenpartie gegen die Kubaner Francisco Alvarez/Juan Rossell nach großem Kampf 21:19, 19:21, 15:10 und haben den ersten Schritt in Richtung Achtelfinale gemacht.

Foto: FIVB - Andreas Scheuerpflug

Foto: FIVB - Andreas Scheuerpflug

Auch die mitfavorisierten Susanne Lahme und Danja Müsch starteten erfolgreich ins Turnier. Damit konnten alle vier deutschen Beachvolleyball-Duos zum Auftakt Siege feiern. Das deutsche Topteam gewann unter Flutlicht am Strand von Piräus sein erstes Vorrundenspiel 21:16, 16:21, 15:10 gegen die von 4000 Fans begeistert gefeierten Griechinnen Efthalia Koutroumanidou/Vasiliki Arvaniti. Damit haben Lahme/Müsch bereits einen großen Schritt Richtung Achtelfinale gemacht.

"Das war eine ganz besondere Atmosphäre mit dem Flutlicht und dem Lärm der Fans. Das war ganz wichtig, dass wir das Ding gewonnen haben, schließlich wollen wir mindestens ins Viertelfinale", sagte Lahme. Das deutsche Duo ließ sich von der heißen Atmosphäre nur im zweiten Satz nervös machen, nachdem die anderen deutschen Teams zuvor vor allem mit der Hitze zu kämpfen hatten.

Markus Dieckmann/Jonas Reckermann (Moers) und Stephanie Pohl/Okka Rau (Hamburg) hatten bei glühender Hitze bereits am Samstag einen erfolgreichen Auftakt geschafft. Die Europameister Dieckmann/Reckermann bezwangen die Puerto-Ricaner Raul Papaelo/Ramon Hernandez souverän mit 21:14, 21:13. Das Damen-Duo setzte sich nach hartem Kampf gegen die Chinesinnen Lu Wang/Wenhui Ju mit 21:17, 21:18 durch. Die beiden Ersten der Vierer-Gruppen erreichen jeweils sicher die Achtelfinals.

Der Kampf mit der Hitze

Die Beachvolleyballer hatten auch die Hitze als Gegner. "Dank des leichten Windes war es für uns aber nicht ganz so brutal", sagte Scheuerpflug, trotzdem perlten bei Temperaturen um 35 Grad am Strand von Piräus die Schweißtropfen auf seiner Stirn: "Wir hatten mehr mit dem durch die Sonne so prall und hart gewordenen Ball unsere Probleme."

Markus Dieckmann klagte über die am Samstag besonders schwierigen Verhältnisse: "Es war brutal heiß, unten im Stadion geht auch überhaupt kein Wind. Zudem ist der Sand tief und relativ langsam." Zwillingsbruder Christoph dachte nach der Abkühlung unter der Brause lächelnd schon einmal weiter: "Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ich auf Markus erst im Finale treffen würde..." Auch sein Partner Scheuerpflug hat den Traum von einer Medaille im Hinterkopf. Mutter Bärbel Dieckmann, Oberbürgermeisterin von Bonn, und Vater Jochen, Finanzminister von NRW, reisen am Dienstag zur moralischen Unterstützung ihrer Söhne an.

Vor allem die an Nummer vier gesetzten Europameister Dieckmann/Reckermann können sich berechtigte Hoffnungen machen, in die Fußstapfen der Sydney-Olympiadritten Jörg Ahmann und Axel Hager zu treten. "Olympia ist alles für uns. Wir haben die Chance auf eine Medaille, aber Topfavoriten sind die Brasilianer", sagte Reckermann: "Wir sind sehr froh, hier zu sein und versuchen, Spaß zu haben. Trotzdem besteht immer die Gefahr zu verkrampfen."