Olympia-Qualifikation in Leipzig: DVV-Auswahl siegt souverän 3:0 zum Auftakt gegen Bulgarien!
Die deutsche Mannschaft ist mit einem souveränen und niemals gefährdeten 3:0-Sieg (25:19, 25:19, 25:18) über Bulgarien in die Olympia-Qualifikation in Leipzig gestartet.

Foto Dehlis: Georg Wiebel und Björn Andrae waren zwei der besten deutschen Spieler beim 3:0-Erfolg gegen Bulgarien.
Die Spieler von Bundestrainer Stelian Moculescu zeigten eine beeindruckende Konstanz und ließen den als unangenehm zu spielenden Bulgaren keine Chance.
Bundestrainer Stelian Moculescu vertraute zu Beginn auf Frank Dehne im Zuspiel, Christian Pampel auf der Diagonalposition, Ralph Bergmann und Georg Wiebel im Mittelblock, Wolfgang Kuck und Björn Andrae in der Annahme sowie Till Lieber als Libero. Auftaktgegner Bulgarien startete mit Evgeni Ivanov, Tsvetanov, Konstantinov, Nikolov, Mihaylov, Nikolay Ivanov und Libero Peev.
Die deutsche Mannschaft sah zu Beginn des ersten Satzes – nicht nur wegen der schicken neuen Trikots von Asics – gut aus. Pampel, Bergmann und Andrae punkteten im Angriff, Wiebel packte im Block zu (11:6). Ein unglaublich dynamischer Rückraumangriff sowie ein Block von Italien-Profi Andrae ließen die DVV-Auswahl mit 16:11 in die zweite technische Auszeit gehen. Doch in Sicherheit konnte sich die deutsche Mannschaft nicht wiegen, denn die Bulgaren schlugen mit vollem Risiko auf. Doch zunächst hatte der beruhigende Vorsprung weiterhin Bestand (19:14), weil Dehne variabel seine Angreifer einsetzte. Ein Blockpunkt von Pampel gegen Konstantinov hielt den 5-Punkte-Vorsprung aufrecht (22:17). Ein guter Aufschlag von Kuck, der von Andrae im Block vollendet wurde, brachte den ersten Satzball für den Gastgeber (24:18). Den ersten wehrten die Bulgaren noch ab, den zweiten vollstreckte „Käptn Kuck“ aus dem Hinterfeld zum 25:19.
Dank Georg Wiebel gingen die deutschen Spieler auch im zweiten Durchgang in Führung. Der 2,06 Meter große Mittelblocker aus Maaseik blockte zwei Mal in Folge zur 8:5-Führung. Doch die Bulgaren konterten insbesondere über ihren 2,10 Meter großen „Turm“ Evgeni Ivanov und glichen zum 11:11 aus. Ein raffinierter Angriff von Kuck, ein technischer Fehler des bulgarischen Zuspielers sowie ein knallhartes Aufschlag-As von „Pampi“ - und eine 3-Punkte-Führung war wieder hergestellt (14:11). Nach einem Angriffsfehler von Routinier Konstantinov ging es mit 16:12 in die technische Auszeit. Nach einer missglückten Zuspielfinte von Dehne verkürzten die Bulgaren auf 16:14, aber ein halbes Aufschlag-As von Bergmann – unter gütiger Mithilfe der gegnerischen Annahme – bedeutete wieder den 4-Punkte-Vorsprung (18:14). Zwei Angriffspunkte durch Wiebel und den unglaublich gut aufgelegten Andrae sowie ein deutscher Dreierblock ließen das Ergebnis beruhigend auf 21:14 hochschnellen. Nun versuchten es die Bulgaren mit Gewalt am Aufschlag, aber auch dies zeigte keine Wirkung. Beim 24:16 hieß es Satzball. Die ersten drei wurden durch die Bulgaren abgewehrt, doch der vierte wurde genutzt, Bulgariens Zuspieler Nikolay Ivanov verschlug den Aufschlag (25:19).
Die Bulgaren suchten nun mit „alles oder nichts“-Aufschlägen den Erfolg, doch zwei Mal gingen die Service-Versuche weit hinter die Grundlinie bzw. ins Netz. Doch davon profitierte die DVV-Auswahl nur bedingt, denn der bulgarische Angriffsaufbau funktionierte. Ein Block von Bergmann brachte die DVV-Auswahl mit 6:4 in Front. Ein weiterer Punkt durch Bergmann im Schnellangriff ließ beide Teams mit 8:5 in die erste technische Auszeit gehen. Immer öfter sahen die Zuschauer nun frustrierte Bulgaren, denn den Gäste-Spielern fiel nichts ein, was die deutsche Mannschaft in größere Schwierigkeiten brachte. Pampel hielt die deutsche Mannschaft mit drei Punkten in Front (13:10). Ein phantastischer Ballwechsel zum 14:11 ließ die 2.800 deutschen Fans jubeln. Nach zwei weiteren Punkten für Deutschland und einem für Bulgarien ging es mit 16:12 in die zweite technische Auszeit. Trainer Kijac führte mehrere Spielerwechsel durch, doch einen Bruch im deutschen Spiel gab es dadurch nicht. Einen Aufschlag-Hammer von Andrae, den die Bulgaren nicht kontrollieren konnten, vollendete Wiebel zum 20:15. Ein raffinierter Trickschlag von Pampel sowie ein Doppelblock Bergmann/Kuck ließ Deutschland sicher mit 23:17 vorne liegen. Pampel, einer der besten deutschen Spieler, machte schließlich dem ganzen ein Ende und versenkte einen Hinterfeldangriff zum 25:18.
Stimmen zum Spiel GER - BUL
Nikolay Ivanov (Kapitän Bulgarien): “Wir haben sehr schlecht gespielt und nicht unser normales Niveau erreicht. Es war zwar das erste Spiel im Turnier, doch das ist keine Entschuldigung. Wir wollen die nächste Begegnung besser gestalten - und natürlich gewinnen.”
Milorad Kijac (Trainer Bulgarien): “Wir haben sehr schlecht gespielt, und dafür gibt es keine Entschuldigung. Wir waren schlecht in allen Spielelementen.”
Wolfgang Kuck (Kapitän Deutschland): “Wir haben eine sehr konzentrierte Leistung gezeigt, die taktischen Vorgaben befolgt und wenig Fehler gemacht. Bulgarien hat es uns allerdings auch nicht schwer gemacht. Wir haben ihnen ihre besten Waffen genommen. Ich bin sehr optimistisch für morgen.”
Stelian Moculescu (Trainer Deutschland): “Wir haben in allen Spielelementen sehr gut gespielt, und das hat die Bulgaren beeindruckt. Jeder Spieler hat seine Aufgabe gut gelöst. Die Mannschaft ist in den letzten vier Monaten gereift und hat seit der EM dazugelernt. Wir spielen auf einem höheren Niveau und konnten das auch während des gesamten Matches aufrecht erhalten.”
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