Männer-Nationalmannschaft: „Käpt`n Kuck“ verlässt das Schiff - Jubiläum und Abschied von Wolfgang Kuck!
Bei den Länderspielen gegen den amtierenden Olympiasieger Serbien & Montenegro vom 8.-10. Mai in Bielefeld (8. Mai um 19.00 Uhr), Moers (9. Mai um 18.00 Uhr) und Münster (10. Mai um 19.30 Uhr) können Volleyball-Fans einen der besten deutschen Spieler des vergangenen Jahrzehnts zum letzten Mal im Nationaltrikot bewundern: Wolfgang Kuck, mittlerweile 36 Jahre alt, beendet nach der EM-Qualifikation vom 14.-16. Mai in Guimares/Portugal seine Nationalmannschafts-Karriere.
Momentan stehen nach über zehn Jahren Nationalmannschaft 198 Länderspiele auf dem Konto von Kuck, der demzufolge wahrscheinlich in Moers sein 200. Länderspiel absolviert. Dass sich „Käpt`n Kuck“ überhaupt noch zur Verfügung stellt, findet Bundestrainer Stelian Moculescu ganz stark: „Ihm gehört mein großer Dank, dass er sich nochmals in den Dienst der Mannschaft stellt und die wichtige EM-Qualifikation in Portugal mitspielt.“
Das große Ziel von Wolfgang Kuck, eine Olympia-Teilnahme blieb verwehrt, was ihn auch heute noch wurmt: „Ein Wehrmutstropfen, der immer bleiben wird, ist die Nichtteilnahme an Olympischen Spielen. Ich habe drei Mal eine Olympia-Qualifikation gespielt, und ein Mal waren wir in München auch nah dran (1996), sind dann jedoch leider auf Jugoslawien gestoßen.“ Ansonsten hat Kuck Weltmeisterschaften (9. Platz 1994), Europameisterschaften (beste Platzierung 4. Platz 1993) und zahlreiche Einsätze in der Weltliga (beste Platzierung 8. Platz 1993) erlebt. Kuck feierte mit Wuppertal zwei Mal die Deutsche Meisterschaft (1994, 1997) und einen Pokalsieg (1995) und wurde zwei Mal zum Volleyballer des Jahres (1996, 1997) gewählt.
Doch warum hält der Routinier nochmals für die DVV-Auswahl die Knochen hin? „Es gab einige Höhepunkte in meiner Karriere, aber das hervorstechendste Erlebnis war die EM im vergangenen Jahr. Ich hatte einen gewissen Anteil an der Mannschaft, und es hat mir in der Mannschaft und mit dem Trainer unheimlich Spaß gemacht. Das Umfeld stimmte einfach. Das ist auch der Grund dafür, dass ich – entgegen meinen Planungen – noch die Spiele gegen Serbien & Montenegro und die EM-Qualifikation in Portugal spiele.“
Ganz Abschied von der Volleyball-Bühne nimmt der Vater zweier Kinder jedoch nicht. Kuck wechselt nochmals nach Montpellier, wo er einen Zweijahres-Vertrag unterschrieb. Seit dem Jahr 2000 ist Kuck in der französischen Liga aktiv, zunächst in Montpellier, letzte Saison spielte er in Sete.
Der deutsche Kader für die Spiele gegen Serbien & Montenegro: Björn Andrae (Cuneo/Italien), Norbert Walter (Parma/Italien), Ralph Bergmann (Roeselare/Belgien), Georg Wiebel, Michael Mayer (beide Maaseik/Belgien), Frank Dehne (Rennes/Frankreich), Wolfgang Kuck (Sete/Frankreich), Eugen Bakumovski, Sebastian Prüsener, Robert Kromm (alle SCC Berlin), Jochen Schöps (VfB Friedrichshafen), Sebastian Tischer (MAOAM Mendig), Christian Pampel (Loreto/Italien)