Grand Prix 2004: Deutschland Sechster beim Grand Prix - Unglueckliche 2:3-Niederlage gegen Titelverteidiger China!
Reggio Calabria, 31. Juli - Die deutsche Volleyball-Nationalmannschaft der Frauen belegte beim World Grand Prix 2004 zwei Wochen vor den Olympischen Spielen in Athen den sechsten Platz und faehrt mit 95.000 Dollar Preisgeld am Montag nach Hause. Im Spiel um Platz fuenf unterlag der EM-Dritte Grand-Prix-Titelverteidiger China am Samstag in Reggio Calabria/Italien mit 2:3 (15:25, 25:23, 32:30, 14:25, 14:16). In der Endrunde der besten sechs von insgesamt zwoelf teilnehmenden Nationen verlor Deutschland damit alle drei Begegnungen (0:3 gegen Kuba, 1:3 gegen Brasilien, 2:3 gegen China).
Im ersten Satz gerieten die Deutschen schnell mit 2:10 in Rueckstand, lagen sogar 9:21 zurueck und liessen jeden Kampfgeist vermissen. Der war auf einmal wieder da, im zweiten Satz und im dritten, in dem die deutsche Mannschaft sechs Satzbaelle abwehrte und ihren vierten zum 32:30 verwandeln konnte. Team-Kapitaen Angelina Gruen (Bergamo): "Wir haben um jeden Punkt gekaempft. Es war immer knapp, aber am Ende machten wir den Punkt." Auch im fuenften Durchgang kaempften sich die Deutschen bei 10:13 wieder heran, wehrten bei 13:14 den ersten Matchball ab, glichen sogar noch zum 14:14 aus, mussten sich dann aber mit 14:16 geschlagen geben. Bereits vor vier Wochen hatte Deutschland dem Weltranglisten-Ersten in Montreux zwei Saetze abgetrotzt.
Beste Punktesammlerinnen waren auf deutscher Seite Angelina Gruen mit 21 und Atika Bouagaa (Modena) mit 19, bei den Chinesinnen ueberragte Suhong Zhou mit 23 Punkten.
"Schon allein das Erreichen der Endrunde in Italien war eine grosse Ueberraschung", meinte Bundestrainer Hee Wan Lee. "Hier spielten mit dem Weltranglisten-Ersten China, dem Olympia-Dritten Brasilien, Weltmeister Italien, Vize-Weltmeister USA und Olympiasieger Kuba praktisch alle Favoriten auf die olympischen Medaillen. Nur Russland fehlte aus diesem Kreis, und es war meine Mannschaft, die die Russinnen nach der Vorrunde nach Hause schickte. Trotzdem bin ich mit den gezeigten Leistungen nicht ganz zufrieden. Uns fehlte der Mannschaftgeist, die Kampfkraft, die uns in Baku bei der Olympia-Qualifikation auszeichnete. Die muessen wir fuer Athen wiedergewinnen und noch besser spielen als in Baku, sonst haben wir bei Olympia kaum eine Chance in unserer schweren Gruppe mit Kuba, den USA, Russland, China und der Dominikanischen Republik."