Frauen-Nationalmannschaft: DVV-Auswahl gewinnt erstes Spiel gegen Polen 3:1 – Morgen in Eisenhüttenstadt um 19.00 Uhr!

Frauen-Nationalmannschaft: DVV-Auswahl gewinnt erstes Spiel gegen Polen 3:1 – Morgen in Eisenhüttenstadt um 19.00 Uhr! Tina Benecke hinterließ beim Spiel in Angermünde einen guten Eindruck.

Die DVV-Frauen haben das erste von drei Länderspielen gegen Europameister Polen gewonnen: In Angermünde hieß es vor 500 Zuschauern (ausverkauft!) am Ende 3:1 (22-25, 25-16, 25:22, 25:16). Am morgigen 29. Juni treffen beide Teams in Eisenhüttenstadt (19.00 Uhr) aufeinander, einen Tag später in Hoyerswerda (18.00 Uhr). Die Länderspiele dienen beiden Mannschaften als Vorbereitung auf den Grand Prix, der für die deutsche Mannschaft am 9.-11. Juli in Miao Li/Taiwan mit den Spielen gegen Brasilien, China und die Dominikanische Republik beginnt. Vom 22.-24. Juli findet in Rostock ein Grand Prix Wochenende die „Zürich Open Deutschland“ mit den Teams von Thailand, Russland, USA und Deutschland statt.

Bundestrainer Hee Wan Lee begann mit folgender Formation: Julia Schlecht im Zuspiel, Tina Gollan auf der Diagonalposition, Atika Bouagaa und Angelina Grün auf den Außenpositionen, Kathy Radzuweit und Christiane Fürst im Mittelblock und Kerstin Tzscherlich als Libero.
Polens Trainer Andrzej Niemczyk bot Agata Karczmarzewska, Magdalena Sliwa, Dominika Lesniewicz, Agata Mroz, Malgorzata Niemczyk-Wolska, Maria Liktoras und Aleksandra Przybysz auf.

Wie vor dem Spiel angekündigt, gab Lee auch von Beginn an Spielerinnen eine Chance, die zuletzt nicht in der Stammformation standen. Dies tat dem Spielfluss jedoch zunächst keinen Abbruch, die deutsche Mannschaft lag durch Aktionen von Radzuweit (Block) sowie gelungenen Angriffen von Bouagaa und Grün mit 9:7 vorne. Die Polinnen, die auf ihre Star-Spielerin Malgorzata Glinka verzichten mussten, die aufgrund von Bandscheibenbeschwerden nicht dabei war, gingen nach drei erfolgreichen Aktionen in Folge mit 10:12 in Führung. Nach zwei Blockpunkten von Agata Mroz gegen Gollan und Grün nahm Lee beim Stand von 15:18 eine Auszeit. Als Grün beim 18:20 ein As servierte, war die DVV-Auswahl bis auf einen Punkt heran. Nach einem Annahmefehler Tzscherlichs war der Vorsprung der Gäste wieder auf drei Punkte angestiegen (19:22), aber ein As von Radzuweit ließ wieder hoffen (21:22). Die nächsten beiden Punkte gingen jedoch wieder an die Polinnen, die beim 21:24 drei Satzbälle hatten. Den ersten konnte Bouagaa mit ihrem Spezial-Angriff die Linie herunter abwehren, der zweite saß dann aber (22:25).

Lee wechselte für den zweiten Satz Tanja Hart für Schlecht auf der Zuspielposition ein, Polen spielte unverändert. Nach ausgeglichenem Beginn (4:4) gelangen den DVV-Frauen mehrere gute Aktionen in Folge: Grün und Radzuweit schlugen jeweils ein As, Bouagaa und Fürst packten jeweils im Block zu. Deutschland ging mit 13:7 in Führung. Weitere gute Bälle wie Aufschlagwinner von Gollan und Bouagaa folgten und schraubten das Ergebnis auf 21:11 hoch. Das war natürlich die Vorentscheidung und der Satzausgleich, den Radzuweit mit einem Schnellangriff beendete (25:16).

Lee wechselte für den dritten Satz eine fast komplett neue Mannschaft ein, es kamen Olessya Kulakova und Christina Benecke auf der Mitte, Cornelia Dumler und Birgit Thumm auf außen sowie Judith Sylvester auf der Diagonalen. Lediglich Hart und Tzscherlich blieben auf dem Feld. Ein Block von Sylvester ließ die deutschen Frauen erstmals im dritten Satz mit zwei Punkten in Führung gehen (10:8). Die Polinnen konterten und gingen nach einem Angriff von Zuspielerin Sliwa erstmals mit 13:14 in Führung. Bei der zweiten technischen Auszeit hatte die DVV-Auswahl den Spieß wieder umgedreht und lag mit 16:15 in Front. Nach einem Missverständis zwischen Kulakova und Hart sowie einem nicht versenkten Ball von Dumler gingen wieder die Gäste in Führung (18:20). Lee führte mit Gollan/Schlecht für Hart/Sylvester einen Doppelwechsel durch, um den Block und Angriff zu verstärken. Das schien sich auszuzahlen, nach zwei Assen von Dumler lag wieder Deutschland vorne (23:21). Ein Hinterfeldangriff von Skowronska landete hinter der deutschen Grundlinie und brachte Satzbälle. Gleich den ersten verwandelte der Gastgeber durch einen Doppelblock von Benecke und Gollan (25:22).

Erstmals in diesem Spiel wechselte Lee nach einem Seitenwechsel nicht, dennoch waren es die Polinnen, die den besseren Start erwischten (2:5). Vier Punkte in Folge, darunter zwei „Sylvester-Knaller“, machten daraus eine 1-Punkte-Führung für Deutschland (6:5). Als Thumm den längsten Ballwechsel des Spiels erfolgreich abschloss, nahm Gäste-Trainer Niemczyk beim 10:8 für Deutschland seine erste Auszeit. Zwei leichte Fehler der Polinnen sorgten für eine beruhigende 5-Punkte-Führung Deutschlands (14:9). Ein As von Hart machte daraus ein 16:10. Aber die Polinnen gaben sich nicht geschlagen und kamen durch einen Schnellangriff durch Liktoras auf 16:13 heran. Sylvester beendete jedoch einen sehenswerten Ballwechsel mit einem extrem diagonal geschlagenen Angriff zum 18:13. Damit war der Widerstand der Gäste endgültig gebrochen, Sylvester blockte zum 21. Punkt, Benecke schlug ein As zum 22:14. Als Kulakova einen Schnellangriff zum 24:16 versenkte, stand die ganze Halle. Dumler beendete den Satz und das Spiel mit einem As zum 25:16.

Punktbeste Spielerinnen

Deutschland: Judith Sylvester (10 Punkte), Cornelia Dumler (9 Punkte)
Polen: Maria Liktoras (17 Punkte), Katarzyna Skowronska (9 Punkte)

Stimme zum Spiel

Tanja Hart (Spielerin Deutschland): „Wir haben im Spiel viel gemischt, so hatten wir bereits im Training agiert. So konnte jeder zeigen, was er kann. Ich fühle mich fit und vom Kopf her frei. Ich habe acht Wochen lang kein Volleyball gespielt, deswegen fehlt mir im Vergleich zu den anderen noch etwas Kondition. Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, es drückt aber schon etwas auf die Stimmung, dass noch eine Spielerin aussortiert wird.“