European League 2004: DVV-Männer unterliegen den Niederlanden 1:3 und werden 4. – Russland verliert Finale gegen Tschechische Republik!
Die deutschen Volleyballer haben die Premieren-Saison in der European League mit einem 4. Platz beendet: Im Spiel um Platz 3 unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu in Opava/Tschechische Republik den Niederlanden mit 1:3 (31-29, 18-25, 19-25, 23-25). Den Titel sicherte sich – überraschend – Gastgeber Tschechische Republik, das sich im Finale gegen den Olympia-Favoriten Russland mit 3:1 (25-20, 21-25, 26-24, 25-19) durchsetzte.
Moculescu ließ erneut die sieben Spieler beginnen, die auch im gestrigen Halbfinale gegen Russland (0:3) in der Startformation standen: Frank Dehne, Christian Pampel, Ralph Bergmann, Norbert Walter Eugen Bakumovski, Björn Andrae sowie Frank Bachmann. Und dieses aufgebotene Team bot im ersten Satz eine starke Leistung und gewann in der Verlängerung – endlich ein Mal – gegen die Niederlande einen knappen Durchgang. Dennoch reagierte der deutsche Bundestrainer und wechselte Jochen Schöps für Pampel auf der Diagonalposition ein. Der Italien-Profi war nach seiner über dreiwöchigen Verletzungspause einfach noch im Vollbesitz seiner Kräfte und konnte nicht konstant das erforderliche und von ihm gewohnte Niveau halten.
Doch auch wenn Schöps in den Sätzen zwei und drei neben Libero Frank Bachmann zum besten deutschen Spieler avancierte, diese Durchgänge gingen relativ klar an die Niederländer. Den vierten Satz konnte die DVV-Auswahl viel enger gestalten, sie lief jedoch von Beginn an einem 2-Punkte-Rückstand hinterher. Dieser wurde ausgeglichen, im Gegenzug packten die Oranjes wieder einen Doppelpack drauf. Demzufolge ging auch der vierte Satz an die favorisierten Olympia-Teilnehmer, die damit in allen fünf Vergleichen mit der deutschen Mannschaft die Oberhand behielten. Björn Andrae war mit 14 Punkten Deutschlands bester Punktesammler.
DVV-Delegationsleiter Günter Hamel meinte zum Spiel: „Wir haben eigentlich ganz gut gespielt, aber es unterlaufen unseren Spielern leider immer wieder auch leichtere Fehler. Dennoch sind wir mit der Finalrunde hier in Opava sowie mit der gesamten European League zufrieden. Die Mannschaft hat sich – bis auf die beiden Sätze im Halbfinale gegen Russland – gut verkauft.“
Das Finale vor über 3.000 Zuschauern bot Überraschendes: Nicht die neben den Brasilianern für die Goldmedaille in Athen favorisierten Russen, sondern die enthusiastischen Tschechen gewannen. Ein Grund für diese faustdicke Überraschung saß tatenlos auf der russischen Bank: Russlands Diagonal-Star Dineikine wirkte aufgrund von Schulterproblemen nicht mit. Dennoch ein toller Erfolg für die Tschechische Republik.