European League 2004: DVV-Auswahl schlägt Finnland 3:0 und qualifiziert sich vorzeitig für die Finalrunde!

European League 2004: DVV-Auswahl schlägt Finnland 3:0 und qualifiziert sich vorzeitig für die Finalrunde! Jochen Schöps spielte wieder stark und war punktbester Deutscher.

Die deutschen Volleyballer haben sich bereits drei Spieltage vor Abschluss der Vorrunde für die Finalrunde der European League qualifiziert: Durch das 3: (25-20, 25-20, 25-17) über Finnland ist die Mannschaft von Bundestrainer Stelian Moculescu nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze in der Gruppe B zu verdrängen, die zur Teilnahme an der Finalrunde vom 9.-11. Juli in Opava/Tschechische Republik berechtigen. Neben Deutschland nehmen Gastgeber Tschechische Republik sowie mit großer Wahrscheinlichkeit die für Athen 2004 qualifizierten Russen und Niederländer teil. Im zweiten Spiel des Tages schlug die Niederlande die Slowakei 3:2 (25-23, 13-25, 25-20, 22-25, 15-7).

Die deutsche Mannschaft begann mit Frank Dehne im Zuspiel, Jochen Schöps auf der Diagonalposition, Ralph Bergmann und Georg Wiebel im Mittelblock, Björn Andrae und Eugen Bakumovski auf den Außenpositionen und Frank Bachmann als Libero.

Die Anfangsphase in der wunderschönen ARENA Friedrichshafen verlief zunächst ausgeglichen, bis Finnlands Olli Kunnari einen Angriff hinter die Linie schlug, und Deutschland mit 8:6 in die erste technische Auszeit ging. Ein As von Zuspieler Frank Dehne sowie zwei weitere Punkte Deutschlands, eingeleitet durch Aufschlag-Kracher Björn Andraes, ließen den Vorsprung auf 14:9 anwachsen. Während das deutsche Angriffsspiel „rund“ lief, war das der Finnen Fehler behaftet. Bereits in der Annahme begannen die Schwierigkeiten, die sich dann im Angriff gegen den deutschen Doppel- bzw. Dreierblock fortsetzten (23:16). Jochen Schöps beendete den ersten Durchgang mit einem Angriff über den Block (25-20).

Den besseren Start in den zweiten Satz hatten die Gäste aus Finnland, die nach einem Annahmefehler Andraes mit 6:8 in die technische Auszeit gingen. Doch drei erfolgreiche Blockpunkte in Folge ließen die DVV-Auswahl mit 11:9 in Führung gehen. Nach einem weiteren Angriffspunkt durch Schöps (14:11) reagierte Finnlands Trainer Timo Hoivala und wechselte seine Zuspieler: Für Esko kam Laurila. Das änderte jedoch zunächst überhaupt nichts, Schöps ließ es im Angriff und Aufschlag zwei Mal krachen und erhöhte auf 16:11. Den deutschen Akteuren merkte man das Selbstbewusstsein und die Spielfreude an, die sich nach nunmehr sechs Siegen in Folge aufgebaut hat. Als die Finnen durch einen Angriff an den deutschen Block sowie durch einen technischen Fehler Dehnes auf 21:18 verkürzten, nahm Bundestrainer Stelian Moculescu seine erste Auszeit. Dies zeigte Wirkung, die deutschen Spieler rissen sich wieder zusammen und gewannen auch den zweiten Durchgang sicher mit 25:20.

Ein Netzkanten-Aufschlag von Eugen Bakumovski ließ die DVV-Auswahl auch im dritten Satz mit einem Vorsprung starten (8:6). Die Finnen agierten ihrerseits im Aufschlag zu fehlerhaft bzw. zu schwach, um den Annahmeriegel der deutschen Sechs ernsthaft in Gefahr zu bringen. Ein Block des auffälligsten deutschen Spielers, Schöps, ließ den Vorsprung auf 12:8 anwachsen. Nach einem As Andraes wechselte Finnlands Trainer Hoivala munter seine Spieler durch, Besserung brachte dies indes nicht. Die deutsche Mannschaft war an diesem Tag die dominierende Mannschaft und ließ sich den 5-Punkte-Vorsprung nicht mehr nehmen. Mit dem 25:17 im dritten Satz und dem 3:0-Sieg ist die deutsche Mannschaft vorzeitig für die Finalrunde vom 9.-11. Juli in Opava/Tschechische Republik qualifiziert.

Punktbeste Spieler
Deutschland: Jochen Schöps (13 Punkte), Björn Andrae (12 Punkte), Eugen Bakumovski (9 Punkte)
Finnland: Olli Kunnari (9 Punkte), Matti Ollikainen (9 Punkte)

Stimmen zum Spiel

Frank Dehne (Kapitän Deutschland): „Wir sind glücklich über die Art, wie wir 3:0 gewonnen haben. Einige Sachen müssen wir noch besser machen, aber bis zur Endrunde sind es ja noch drei Wochen.“

Mika Pyrhönen (Kapitän Finnland): „Wir waren sehr schlecht, jeder von uns.“

Timo Hoivala (Trainer Finnland): „Ich bin enttäuscht über das Team, weil wir nicht gezeigt haben, was wir können. Wir haben gespielt wie eine Schülermannschaft und sind nicht als Mannschaft aufgetreten.“

Stelian Moculescu (Trainer Deutschland): „Die leichten Fehler, die uns zuletzt immer im Weg gestanden haben, konnten wir heute fast komplett abstellen. Wir haben drei Sätze lang unser Niveau gehalten. Frank Dehne wird immer stabiler, und Björn Andrae ist zu einem Leader geworden.

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