DVV-Pokalfinale der Frauen 2004: TSV Bayer 04 Leverkusen nach 3:0 über Schweriner SC Dritter!

DVV-Pokalfinale der Frauen 2004: TSV Bayer 04 Leverkusen nach 3:0 über Schweriner SC Dritter!

Der TSV Bayer 04 Leverkusen hat beim DVV-Pokal 2004 der Frauen in Schwerin den dritten Platz belegt. Vor 1.200 Zuschauern siegten die Gäste gegen Gastgeber Schwerin mit 3:0 (25-23, 25-23, 26-24). Im Anschluss daran findet ab 15.30 Uhr das Finale zwischen dem TV Fischbek Hamburg und dem USC Münster statt.

Foto Bergmann: Nach dem 3:0-Sieg im Spiel um Platz 3 hatten die Leverkusenerinnen doch noch Grund zum Jubeln.

Der Schweriner SC begann mit folgender Aufstellung: Kathleen Weiß, Tina Gollan, Jana Müller, Angela Krivorot, Patricia Wolf, Cathrin Schlüter und Libero Natalya Shumeyko. TSV Bayer 04 Leverkusen hielt mit folgender Startformation dagegen: Julia Schlecht, Judith Sylvester, Judith Flemig, Kathy Radzuweit, Sara Goller, Nadja Schaus und Libero Lisa Thomsen.

Beiden Teams merkte man die Lockerheit im Vergleich zum Vortag an. Es entwickelte sich ein munteres Spielchen mit einem stetigen Wechsel der Führungen. Zunächst war Schwerin vorne (8:6), anschließend Leverkusen (10:12). Beim 13:13 herrschte Gleichstand. Nach einer Aufgabenserie von Müller mit zwei anschließenden Angriffen von Krivorot hatte sich Schwerin etwas abgesetzt (16:13). Nach zwei Punkten durch Flemig und einem durch Sylvester schien der erneute Gleichstand geschafft (18:18), doch ein Aufstellungsfehler auf Leverkusener Seite machte ein 19:17 daraus. Nachdem Sylvester drei Möglichkeiten zum Punktgewinn nicht nutzen konnte und zum Schluss in den Block von Wolf schlug, ging Schwerin mit 21:19 in die Leverkusener Auszeit. Doch Leverkusen drehte den Spieß nach einem Fehler Schlüters und einem Block Gollers gegen Müller zum 21:22 – Auszeit Schwerin. Als Weiß beim 23:23 den Sprungaufschlag ins Netz servierte, hatte Leverkusen ersten Satzball. Ein guter Aufschlag von Sylvester setzte die Schweriner Annahme so sehr unter Druck, dass Gollan am Ende den Angriff nur an die Antenne setzen konnte (23:25).

Schwerins Trainer Tore Aleksandersen reagierte und wechselte mit Claudia Bimberg (für Schlüter) und Anika Schulz (für Krivorot) frische Kräfte ein. Leverkusen hielt an seiner Formation fest, nur mit der Änderung zum Vortag, dass Sylvester mit in der Annahmeposition stand. Mit 8:6 für Schwerin ging es in die erste technische Auszeit. Schwerin erhöhte sogar auf 12:8, doch die nächsten vier Punkte machten die Leverkusenerinnen (12:12). Mitte des Satzes wechselte Leverkusen für Stammzuspielerin Schlecht Gina Schmidt ein. Nach zwei Angriffen durch Sylvester in Folge gingen die Westdeutschen mit einem Punkt Führung in die zweite technische Auszeit (15:16). Nach zwei missglückten Angriffen von Schulz sowie einem Übertreten von Weiß hatte Leverkusen auf 16:19 erhöht. Beim 16:20 wechselte Schwerin seine Zuspielerinnen, für Weiß kam Linda Dörendahl. Beim 20:22 hatte Schwerin den Rückstand halbiert, und Trainerin Gudula Krause nahm eine Auszeit. Nach einem gefühlvollen Lob Sylvesters aus dem Rückraum hatte Leverkusen Satzbälle (22:24). Gollan wehrte den ersten ab, doch den zweiten versenkte Flemig zum erneuten 23:25.

Beide Teams blieben in den Aufstellungen, mit denen sie den zweiten Satz beendet hatten. Den besseren Start legten die Schwerinerinnen hin, die nach einem Block Gollans gegen Sylvester mit 5:2 in Führung gingen. Doch Leverkusen glich erneut aus, auch weil die Gastgeberinnen zu viele Fehler ohne große Bedrängnis machten (5:5). Nach einem Schweriner Zwischenspurt auf 10:6 wechselte Krause Kerstin Wensing für Schaus ein. Zwei weitere Punkte für Schwerin ließ die 1.200 Zuschauer auf den Satzanschluss hoffen. Nach einem Hinterfeld-Roller durch Wensing sowie einem erfolgreichen Angriff Gollers hatten die Leverkusenerinnen den Anschluss wieder geschafft (15:14). Nach zwei weiteren Punkten durch Wensing und Goller hieß es Gleichstand (17:17). Nach einem Fehler von Gollan war Leverkusen erstmals im dritten Satz vorne (19:20). Nach einem As Gollers wechselte Aleksandersen mit Weiß und Schlüter für Dörendahl und Wolf zwei neue Spielerinnen ein. Schwerin kämpfte und glich aus (21:21). Beim Stand von 22:22 kehrte Sylvester aufs Spielfeld zurück. Nach einem Missverständnis der Schwerinerinnen hatten die Gäste Matchball (23:24), aber Müller wehrte ab. Sylvester besorgte den nächsten Satz- und Spielball (24:25), den die DVV-Nationalspielerin selbst zum 24:26 und 0:3-Sieg vollendete.

Stimmen zum Spiel

Gudula Krause (Trainerin Leverkusen): „Wir wollten uns für die Zukunft motivieren und nicht mit hängenden Köpfen nach Hause fahren. Der Sieg war wichtig für die Moral und das Selbstvertrauen. Außerdem konnte ich in diesem Spiel einige Ding ausprobieren.“

Tore Aleksandersen (Trainer Schwerin): „Wir wollten das Spiel um Platz 3 auch als Spielpraxis nutzen. Nachdem wir gestern das schlechteste Spiel der Saison gemacht haben, war es heute etwas besser, aber auch noch schlecht. Wir haben einfach keinen Rhythmus gefunden.“

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Foto Bergmann: Schwerins Trainer Tore Aleksandersen konnte auf seine Spielerinnen einreden wie er wollte, es half nichts.