Männer-Nationalmannschaft: Volleyball-EM vor Augen – Olympia im Sinn - Interims-Kapitän Kuck: „Wir können jeden schlagen...“
Frankfurt (pps) Die Volleyball-EM der Männer in Deutschland vor Augen, die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2004 in Athen im Sinn: Mit diesen Zielen präsentierte sich die deutsche Nationalmannschaft gestern in Frankfurt/Main beim Pressegespräch „Unternehmen Olympia“ im Haus ihres Hauptsponsors, der Zürich Gruppe.
„Eine Prognose für die EM ist sehr schwierig“, erklärte Wolfgang Kuck als Vertreter des wegen Rückenproblemen verhinderten Kapitäns Stefan Hübner. Kuck: „Wir können grundsätzlich jeden schlagen. Unser Ziel bleibt in erster Linie das Erreichen der Endrunde in Berlin.“ Deutschland trifft in der Vorrunde in Karlsruhe auf die Slowakei (5. September), Tschechien (6. September) sowie Spanien (7. September), dann in Leipzig auf Frankreich (10. September) und Italien (11. September). Die besten Acht aus den beiden Sechser-Vorrundengruppen nehmen an der Endrunde (13./14. September) in der Berliner Max-Schmeling-Halle teil.
„Die Olympia-Qualifikation ist für europäische Mannschaften sehr kompliziert. Wir haben eine kleine Chance, aber es hängt sehr viel von der EM ab“, verdeutlichte Kuck. Bundestrainer Stelian Moculescu, 1972 als rumänischer Nationalspieler Olympia-Fünfter, träumt von der Olympia-Teilnahme seines Teams. Moculescu weiter: „Wenn ich an München 1972 denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken hinunter. Als Trainer versuche ich jetzt fast schon krampfhaft, eine Mannschaft nach Olympia zu bringen.“
Moculescu warnte allerdings auch vor übertriebenen Hoffnungen: „Eine deutsche Mannschaft hat auch zu DDR-Zeiten nie eine EM-Medaille gewonnen. Wir sind unter den EM-Teilnehmern nach der Slowakei das schlechteste Team in der Weltrangliste. Und zehn der zwölf Teilnehmer stehen in der Weltrangliste unter den besten Zwölf“, verdeutlichte Moculescu.
Eduard Thometzek, Vorstandsvorsitzender der Zürich Gruppe, betonte die „soziale Verantwortung" seines Unternehmens zur Sportförderung. „Wir hoffen, dass die EM in Deutschland Volleyball nach vorne bringt“, sagte Thometzek und schlug den Bogen zu den Olympischen Spielen. Dort engagiert sich die Zürich Gruppe auch als Co-Partner der deutschen Olympiamannschaft. Thometzek: „Olympische Spiele bewegen sich auf einer emotionalen Ebene und operieren weltweit. Wie bei der Zürich Gruppe steht der Leistungsgedanke im Vordergrund.“
Als kleines Dankeschön für das Volleyball-Engagement der Zürich Gruppe, die ab sofort auch den männlichen Nachwuchsbereich unter dem Namen „Zürich Team VC Olympia“ unterstützt, erhielt der Vorstandsvorsitzende ein Nationalmannschaftstrikot mit seinem Namen und der Rückennummer sieben sowie ein Poster überreicht.