Männer-Nationalmannschaft: DVV-Auswahl verliert gegen Niederlande 1:3 - Hübner erneut am Rücken verletzt – Morgen zweites Spiel!

Männer-Nationalmannschaft: DVV-Auswahl verliert gegen Niederlande 1:3 - Hübner erneut am Rücken verletzt – Morgen zweites Spiel!

Die deutsche Männer-Nationalmannschaft hat das erste von zwei Länderspielen gegen die Niederlande in Luxemburg mit 1:3 (18-25, 19-25, 25-23, 22-25) verloren. Morgen kommt es am gleichen Ort um 19.00 Uhr zum zweiten Spiel. Zwar in der Halle, nicht aber auf dem Spielfeld aktiv, war Mannschaftsführer Stefan Hübner. Der Italien-Profi zog sich tags zuvor erneut eine Verletzung am Rücken zu, die ihn bereits für die Rumänien-Länderspiele außer Gefecht gesetzt hatte. Um was es sich bei der Verletzung genau handelt, steht noch nicht fest.

Die DVV-Auswahl begann mit Frank Dehne, Christian Pampel, Ralph Bergmann, Norbert Walter, Björn Andrae, Wolfgang Kuck und Sebastian Prüsener als Libero. Für die Niederlande starteten Reinder Nummerdor, Nico Freriks, Richard Schuil, Mike van de Goor, Jeroen Trommel, Rob Bontje und Libero Marko Klok.

Die Niederlande erwischten dank der effektiveren Aufschläge einen wesentlich besseren Start, der sie mit 8:4 in Front brachte. Dabei überzeugten alle niederländischen Spieler – die Risiko reichen Aufschläge zeigten oftmals Wirkung in der deutschen Annahme. Dank guter Aufschläge von Andrae, Pampel und Kuck kam die deutsche Mannschaft zwar nochmals auf 18:19 heran, aber danach punkteten mit Schuil und dem eingewechselten Kay van Dijk nur noch die Niederländer und besorgten die Satzführung für die Gäste (18-25).

Die beiden unveränderten Mannschaften zeigten auch zu Beginn des zweiten Satzes ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Auf der einen Seite die Niederländer, die mit ihren sechs Sprungaufschlägern extremen Druck auf Prüsener, Kuck und Andrae entwickelten und diese zu Fehlern verleiteten. Auf der anderen Seite die deutsche Mannschaft, die ständig in der Defensive war und keinen Rhythmus fand (5-11). Bundestrainer Stelian Moculescu reagierte und wechselte Ilja Wiederschein für Dehne als Zuspieler ein (8-15). Doch auch dies brachte keine wesentliche Besserung für das deutsche Spiel und die Niederländer gewannen auch den zweiten Satz (17-25).

Wie sich die Bilder gleichen, mochten die ca. 650 Zuschauer in der Halle denken. Denn erneut waren es die Niederländer, die mit 1-4 in Führung gingen. Zu dem bereits auf dem Spielfeld stehenden Berliner Eugen Bakumovski (für Andrae), wechselte Moculescu den Vereinskollegen Marco Liefk (für Pampel) ein. Plötzlich lief es – auch dank Liefke - besser, und Deutschland ging beim 13-12 das erste Mal in Führung. Weitere gute Aktionen der DVV-Auswahl folgten, die schließlich im 25-23-Satzgewinn mündeten.

Die Niederländer produzierten nun deutlich mehr Aufschlagfehler und beraubten sich somit selbst ihrer bis dato stärksten Waffe. Dennoch lag der Gast zunächst vorne (10-12), da der Angriffsaufbau gut war. Eine Fehlerserie der deutschen Mannschaft ließ die Niederländer auf 11-16 davon ziehen. Die Entscheidung in diesem Satz und im Match.

Beide Teams bereiten sich mit diesen Spielen auf die EM-Endrunde vom 5.-14. September in Karlsruhe, Leipzig und Berlin vor. Dann sind beide Teams in unterschiedlichen Gruppen.