Junioren-WM: Das war eine Klatsche - Nationalspieler Robert Kromm im Interview!
Zwei Siege und eine Niederlage hat die deutsche Junioren-Nationalmannschaft (Jahrgang 1983/84) bei der Weltmeisterschaft in Teheran (Iran) bisher auf ihrem Konto. Die DVV-Auswahl belegte hinter Russland in der Vorrunde Platz zwei und trifft in der Zwischenrunde heute, 27. August (16.30 Uhr MEZ), auf Kanada. vm-Redakteurin Conny Kurth unterhielt sich mit Außenangreifer Robert Kromm.
Sitzt der Schock vom gestrigen Spiel gegen Russland noch tief?
"Es geht schon wieder. Obwohl es eine ziemliche Klatsche war. Aber die Konsequenzen waren ja nicht so drastisch, da wir ja jetzt auch noch die Chance haben, ins Viertelfinale einzuziehen."
Steckt das Match denn noch im Kopf?
"Heute schon weniger als gestern. Aber natürlich denke ich noch über einzelne Situationen nach, zum Beispiel, warum ich einen Dankeball direkt wieder rüber gebaggert habe."
Was ist gegen die Russen falsch gelaufen?
"Wir haben keinen guten Start erwischt. Alle waren ein bisschen verkrampft. Jeder hat sich darüber geärgert, dass sehr viele Fehler passiert sind. Es gab keinen, der besonders schlecht war, aber jeder mit seinen kleinen Fehlern seinen Anteil beigetragen. Die Russen waren dafür sehr gut drauf und haben das knallhart ausgenutzt."
Es sah so aus, als wollte keiner so recht die Verantwortung an sich reißen. Warum waren alle so ängstlich?
"Ich hatte nicht den Eindruck, als ob sich irgendjemand aus der Verantwortung gezogen hat. Ich persönlich hatte eigentlich keine Angst, Fehler zu machen. Wenn allerdings einer passiert ist, haben sich alle zu sehr geärgert und dadurch negative Energie in die Mannschaft gebracht. Vielleicht haben wir uns selbst zuviel Druck gemacht, mit einem Sieg direkt ins Viertelfinale einzuziehen."
In der Zwischenrunde heißt der Gegner nun Kanada. Was erwarten Sie?
"Die Chancen stehen 50:50 – bisher haben wir ein Spiel gegen Kanada gewonnen und eines verloren. Wir haben die besseren Spieler, Kanada hat aber in Sachen mannschaftlichen Geschlossenheit und Kampfgeist kleine Vorteile. Wenn wir die richtige Einstellung zum Spiel finden, können wir gewinnen."
Bevor wieder ans Netz geht, war gestern Ruhetag. Was stand auf dem Programm?
Wir haben morgens ein wenig Fußball gespielt und Krafttraining gemacht, um die Spannung in der Muskulatur wieder zu erhöhen. Am Abend war dann noch Training in der Spielhalle angesagt. Ansonsten lege ich mich schlafen.