1. Bundesliga Männer: Playoffs starten mit Lüneburg als Hauptrundensieger

1. Bundesliga Männer: Playoffs starten mit Lüneburg als Hauptrundensieger Zoi DVV-Pokalsieger SVG Lüneburg geht von der Spitzenposition der Abschlusstabelle ins Rennen um die Deutsche Meisterschaft. (Foto: Anton Höfel) Zum ersten Mal in der Geschichte geht die SVG Lüneburg als Spitzenreiter in die Endrunde und startet somit mit Heimvorteil in den Titelkampf. In einem Fernduell beim Saisonfinale gegen die BERLIN RECYCLING Volleys sicherte sich das Team von Trainer Stefan Hübner im abschließenden Spiel die Spitzenposition. Punktgleich in der Abschlusstabelle steht der Berliner Titelverteidiger, der den 16. Meistertitel anvisiert. Am Samstag, 28. März, startet der Kampf um die Deutsche Meisterschaft mit den Viertelfinals der Playoffs im Modus „Best-of-three“.

Amtierender Meister im Berlin-Brandenburg-Derby gefordert

SVG-Headcoach Stefan Hübner fasst die Lüneburger Euphoriewelle treffend zusammen: „Der 1. Platz, sensationell! Das erste Mal für den Verein. Das ist schon cool, so eine reguläre Saison mit nur zwei Niederlagen. Da wurde die Konstanz des Teams belohnt. Und jetzt gehen wir weiter mit Schwung in die nächsten Aufgaben.” Die SVG startet am Samstag gegen die WWK Volleys Herrsching in der heimischen LKH Arena. Für die Herrschinger, die in der nächsten Saison ein neues Kapitel aufschlagen und zusammen mit Haching als WWK Volleys München an den Start gehen, war die Saison sehr durchwachsen. Im letzten Heimspiel gegen Berlin verkaufte sich das Team von Trainer Thomas „Bob“ Ranner besonders in Satz drei und vier jedoch teuer.

Der amtierende Meister BR Volleys ist am Samstag bereits ab 18 Uhr im Berlin-Brandenburg-Derby gegen die Energiequelle Netzhoppers KW in Aktion. „Wir haben großen Respekt vor den Netzhoppers und wissen, wie gefährlich sie sein können, wenn sie im Aufschlag einen guten Tag haben. Das gilt auswärts, aber vor allem auch in ihrer Heimhalle“, sagt Berlins Headcoach Alexandre Leal. Dirk Westphal, Geschäftsführer der Netzhoppers, blickt nach einer ausgeglichenen Saison mit Freude auf den Einzug in die Playoffs. „Dass wir die Hauptrunde auf Platz sieben abgeschlossen haben, ist ein weiterer Mosaikstein im Hinblick auf unseren Fünfjahresplan. Die Zeichen zeigen alle in die richtige Richtung. Wir werden alles in die Waagschale werfen und hoffen, den Zuschauern einen spannenden Schlagabtausch bieten zu können.“ Bereits im vergangenen Jahr kratzte KW an der Sensation, als es den späteren Meister in der Paul-Dinter-Halle über die volle Distanz von fünf Sätzen zwang.

Düren und Friedrichshafen starten mit Heimvorteil

Die SWD powervolleys Düren gehen gegen die Helios GRIZZLYS Giesen in die Playoffs. In der Vorbereitung gab es für Trainer Christophe Achten jedoch einiges zu tun, da er mit dem 3:2-Zittersieg im letzten Hauptrundenspiel in Haching nicht ganz zufrieden sein konnte. „Wir gewinnen den ersten Satz mit sehr gutem Aufschlag und gehen danach in den Schlafmodus. Genau das Gleiche nach Satz drei. Diese Tiefen können wir uns in den Playoffs nicht leisten“, sagte der Belgier auch mit Blick auf die bisherigen Aufeinandertreffen mit Giesen. Beide Teams gewannen ihr Spiel vor heimischen Fans, beide Matches wurden erst im Tie-Break entschieden. Die GRIZZLYS haben beim 3:1-Auswärtserfolg gegen die Barock Volleys MTV Ludwigsburg am letzten Spieltag Selbstvertrauen getankt.

Trotz dieser Niederlage bringt auch der Aufsteiger Selbstbewusstsein bei seiner Playoff-Premiere mit. Gegner ist der VfB Friedrichshafen, der den Ausfall von Hauptangreifer Parker van Buren verkraften muss. Die Last im Diagonalangriff trägt damit Kyle Hobus. „Natürlich ist es unser Ziel, das ganze Ding zu gewinnen“, sagt der 26 Jahre alte Amerikaner. „Es ist schwer, ein Team mehrfach zu schlagen, aber ich traue uns zu, weit zu kommen. Das beginnt mit Ludwigsburg.“ Die Barock Volleys können anders als der VfB ohne Druck in die Meisterschaftsspiele gehen, da Platz sechs in der Hauptrunde bereits ein echter Meilenstein für das Überraschungsteam ist. Das erste Aufeinandertreffen mit dem vielfachen Deutschen Meister und aktuellen Vize-Pokalsieger hatte das Team von Chefcoach Hasse Mattila sogar mit 3:1 gewonnen.

Der Weg zum Titel – live bei Dyn

Die Playoff-Viertelfinals werden im Best-of-three-Modus ausgetragen. In einem möglichen entscheidenden dritten Spiel liegt das Heimrecht jeweils wieder bei den vier bestplatzierten Teams der Hauptrunde. Der Modus für das Halbfinale ist aufgrund des internationalen Wettbewerbs noch offen - eine Entscheidung dazu wird spätestens am 2. April bekannt gegeben. Im Finale um die Deutsche Meisterschaft werden drei Siege für den Titel benötigt. Spätestens am 13. Mai wird dann der Deutsche Meister der Männer gekrönt.

Mit Dyn verpassen Volleyballfans keinen Playoff-Punkt, egal ob live oder on-demand. Am Samstag zeigt der VBL-Medienpartner die Partie zwischen den SWD powervolleys Düren und den Helios GRIZZLYS Giesen live im FREE-TV bei Dyn Sportmix. Auch am Sonntag kommen Fans bei der Begegnung zwischen dem VfB Friedrichshafen und den Barock Volleys MTV Ludwigsburg auf Twitch in den vollen Playoff-Genuss.

Die ersten Partien der Viertelfinals im Überblick:

  • Sa., 28.03.26, 18:00 Uhr  BERLIN RECYCLING Volleys vs. Energiequelle Netzhoppers KW

  • Sa., 28.03.26, 19:00 Uhr  SVG Lüneburg vs. WWK Volleys Herrsching

  • Sa., 28.03.26, 19:30 Uhr  SWD powervolleys Düren vs. Helios GRIZZLYS Giesen

  • So., 29.03.26, 17:00 Uhr  VfB Friedrichshafen vs. Barock Volleys MTV Ludwigsburg
     

  • Fr., 03.04.26, 19:30 Uhr   Energiequelle Netzhoppers KW vs. BERLIN RECYCLING Volleys

  • Sa., 04.04.26, 19:00 Uhr  Helios GRIZZLYS Giesen vs. SWD powervolleys Düren

  • Sa., 04.04.26, 19:30 Uhr  Barock Volleys MTV Ludwigsburg vs. VfB Friedrichshafen

  • Mo., 06.04.26, 16:00 Uhr  WWK Volleys Herrsching vs. SVG Lüneburg

Die möglichen Entscheidungsspiele finden am 07./08. April statt.