Leverkusens Sitzvolleyballer Fünfter beim Champions Cup

Leverkusens Sitzvolleyballer Fünfter beim Champions Cup Foto: ParaVolley Europe Die Sitzvolleyballer des TSV Bayer 04 Leverkusen haben bei der dritten Champions Cup-Teilnahme erstmals das Podest verpasst, mit Rang fünf inmitten der besten europäischen Vereinsmannschaften aber ein versöhnliches Ergebnis in Neapel erzielt.

Am Freitag hatte das Turnier schon mit einem Krimi begonnen: Im Auftaktspiel gegen Kyiv Ukraine VC lag das Team von Jürgen Schrapp 0:2 zurück, wehrte Matchbälle ab, glich zum 2:2 aus, hatten eigene Matchbälle und verloren dann doch hauchdünn 2:3. Im zweiten Spiel gegen die Kroaten von IOK Zagreb gab es dann mit dem 3:1 den ersten Sieg, am Samstagvormittag folgte eine Niederlage gegen die bis dato ungeschlagenen Gruppensieger und späteren Silbermedaillengewinner von KSO Spid Sarajevo aus dem Sitzvolleyball-Land Bosnien-Herzegowina. Dennoch belegte der deutsche Rekordmeister Rang zwei in der Gruppe, weil Kyiv knapp gegen IOK Zagreb verlor und der TSV dadurch den Dreier-Vergleich für sich entschieden hatte.

„Nachdem wir in der Gruppe mit Platz zwei unsere Zielstellung Platz eins bis drei erreicht hatten, wartete der Gastgeber Nola im Viertelfinale. Leider konnten wir da vor allem in Block und Annahme unser Potenzial nicht abrufen und mussten uns nach hartem Kampf mit 1:3 geschlagen geben“, sagt Trainer Jürgen Schrapp über das Viertelfinal-Aus am Samstag. Am Sonntag spielten die Leverkusener dann um Platz fünf.

Nach einem 3:0 gegen IOK Zagreb siegten sie auch gegen das polnische Team von Aluron CMC Zawiercie nach einem umkämpften Spiel mit 3:0. „Am Abschlusstag hat das Team eine gute Reaktion gezeigt und mit konzentrierten Leistungen beide Platzierungsspiele gewonnen“, sagte Schrapp der gleichzeitig auch Präsident des Sitzvolleyball-Weltverbands ist.

Bedingt durch den Ausfall von Dominik Albrecht erhielt Nachwuchstalent Karl Kruber viele Spielanteile und so überwog für Schrapp die Erkenntnis, dass der TSV Bayer 04 auch „weiterhin in der Lage ist, das Halbfinale im Champions Cup zu erreichen.“ Lukas Schiwy wurde zudem als bester Diagonalangreifer ausgezeichnet.

Das nächste Highlight steigt zuhause in Leverkusen in der Herbert-Grünewald-Halle: Am 6. und 7. Juni wird dort die deutsche Meisterschaft im Mixed und der Frauen ausgespielt. „Für die DM sind wir gut aufgestellt“, sagt Schrapp und ergänzt mit Blick auf die starke Landesauswahlen von Rheinland-Pfalz und Sachsen: „Dennoch erwarte ich einen Dreikampf um den Titel.“