FISU World University Games werden auf 2023 verschoben

Nach ausführlichen Gesprächen zwischen dem Internationalen Hochschulsportverband FISU, dem Organisationskomitee Chengdu und weiteren Interessengruppen wurde beschlossen, die FISU World University Games, die vom 26. Juni bis 7. Juli 2022 in Chengdu stattfinden sollten, auf das Jahr 2023 zu verschieben. Die FISU Games waren ursprünglich für den Sommer 2021 geplant, wurden aber nach der Verschiebung der Olympischen Spiele in Tokio 2020 neu angesetzt.

„Die Entscheidung, die Chengdu FISU Games auf das Jahr 2023 zu verschieben, ist uns nicht leichtgefallen, aber es ist die richtige Entscheidung im Sinne der studentischen Spitzensportlerinnen und -sportler. Ihr Wohlergehen hat für uns immer oberste Priorität. Die anhaltende Unsicherheit über die Corona-bedingten Rahmenbedingungen hat die Verschiebung zu einer vernünftigen Entscheidung gemacht. Eine Reihe von nationalen Hochschulsportverbänden hatte ihre Teilnahmepläne bereits geändert", sagte der amtierende FISU-Präsident Leonz Eder. „Eine Delegation zu den FISU World University Games zu entsenden, ist eine große Verantwortung. Die FISU ist zuversichtlich, dass diese nun getroffene Entscheidung der größtmöglichen Anzahl von studentischen Spitzensportlerinnen und -sportler die Teilnahme im nächsten Jahr ermöglichen wird."

Der Vorstandsvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Hochschulsportverbands (adh) Jörg Förster unterstrich: „Angesichts der globalen Entwicklungen rund um die pandemische Lage sowie die aktuelle Situation in China begrüßen wir die Entscheidung, die FISU Games in das Jahr 2023 zu verschieben. Sie ist dennoch bitter. Der adh hatte in den letzten Monaten mit seinen Partnern umfangreiche Vorbereitungen zur Entsendung einer rund 200-köpfigen deutschen Delegation getroffen. Wir danken allen beteiligten Institutionen sowie den haupt- und ehrenamtlich Engagierten für ihre Unterstützung und die hervorragende Zusammenarbeit, an die wir mit Blick auf die kommenden Veranstaltungen nahtlos anknüpfen werden.“

adh-Sportdirektor Thorsten Hütsch fügte hinzu: „Die Verschiebung tut uns insbesondere für die studentischen Spitzensportlerinnen und -sportler leid, die sich intensiv auf die FISU Games in Chengdu vorbereitet haben und für die nun ein wichtiger Wettkampfhöhepunkt in diesem Sommer entfällt. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass sie im kommenden Jahr unter besseren Vorzeichen für die Wettkämpfe aber auch für den interkulturellen Austausch unter Studierenden ein hochklassiges Event in Chengdu erleben können, bevor Deutschland im Jahr 2025 Gastgeber der Rhine-Ruhr FISU World University Games ist.“

Trotz der Verschiebung haben studentische Sportlerinnen und Sportler in diesem Jahr noch zahlreiche Möglichkeiten, auf internationalem Parkett zu glänzen: Deutsche Studierenden-Nationalmannschaften werden an einer Reihe von FISU-World University Championships sowie FISU University World Cups teilnehmen. Außerdem haben rund 50 deutsche Hochschulen über 450 Teilnehmende in 19 Sportarten für die EUSA Games 2022 in Lodz (17. bis 31. Juli 2022) gemeldet.

Der Deutsche Volleyball-Verband wollte planmäßig mit den U23-Hallen-Mannschaften der Männer und Frauen an der Universiade teilnehmen.

Quelle: Allgemeiner Deutscher Hochschulsportverband (adh)

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