Alle Infos zum ersten Spieltag: Saisonstart der 1. Bundesliga Frauen live bei SPORT1

Foto Conny Kurth: Nach der Niederlage im Supercup will Schwerin wieder jubeln! Foto Conny Kurth: Nach der Niederlage im Supercup will Schwerin wieder jubeln! Am Mittwoch, 06. Oktober, startet die Volleyball Bundesliga der Frauen in ihre 46. Saison. Das Auftaktspiel bestreiten der SSC Palmberg Schwerin und der SC Potsdam um 18:30 Uhr live im Free-TV auf SPORT1.

Insgesamt werden mindestens 28 Hauptrunden- und Playoff-Partien der Frauen-Bundesliga live bei SPORT1 im frei empfangbaren Fernsehen zu sehen sein. Zum Rechtepaket gehören zudem die Partien im DVV-Pokal (außer DVV-Pokalfinale). Alle anderen Spiele können bei SPORT1 Extra im Pay-TV verfolgt werden.

Die Volleyball Bundesliga hat vor dem Start der Saison 2021/22 bei allen Teams Stimmen gesammelt und dabei nach dem aktuellen Stand der Vorbereitung und den Saisonzielen gefragt.

SSC Palmberg Schwerin – SC Potsdam (18:30 Uhr)

Die beiden Mannschaften trafen zuletzt beim DVV-Pokalfinale im Februar aufeinander, welches die Schwerinerinnen klar für sich entschieden. Laut Potsdams Teammanager Eugen Benzel sind „die Spiele gegen den SSC immer mit Brisanz versehen“. Für Zuspielerin Denise Imoudu vom SSC ist das erste Spiel gegen Potsdam „etwas ganz Besonderes“. Neben der regionalen Nähe hat sie selbst schon drei Spielzeiten beim SC Potsdam gespielt, auch Anne Hölzig, Lindsey Ruddins und Symone Speech waren für das Team aus der Landeshauptstadt Brandenburgs am Netz.

Ein Blick auf die vergangene Saison zeigt, dass beide Mannschaften eine Achterbahnfahrt der Gefühle durchlebt haben, mit anstrengenden und spannenden Strecken dazwischen. Von Rückschlägen und Niederlagen hat sich kein Trainer und keine Spielerin unterkriegen lassen. Schwerins Trainer Felix Koslowski zog als Fazit der letzten Saison: „Am Ende den DVV-Pokal, den Supercup und eine Meisterschaftsmedaille in der Hand zu halten, da können und müssen wir alle sehr glücklich, stolz und zufrieden rausgehen“.

Über den zurückliegenden Sommer konnten sich beide Teams trotz Corona sehr gut vorbereiten. Trainer Felix Koslowski kam zwar mit den Nationalspielerinnen erst später dazu, jedoch haben die Co-Trainer Martin Frydnes und Paul Sens mit den anderen Spielerinnen optimal arbeiten können. Testspiele gegen Top-Teams aus Europa standen fast jedes Wochenende an. Ähnlich hat Potsdam seine Vorbereitung gestaltet. Teammanager Benzel erklärt, dass an den Wochenenden im August „kleine teambildende Maßnahmen“ durchgeführt wurden und erst ab September mit dem kompletten Kader trainiert wurde. Auf dem Plan standen viele Testspiele und Turnierteilnahmen.

Der Schweriner Geschäftsführer Christian Hüneburg hat das Saisonziel deutlich vor Augen: „Bei einem nationalen Titel können wir von einer erfolgreichen Saison sprechen“. Meisterschaft, Pokal und CEV-Cup stehen im Fokus der Schweriner. Beim SC Potsdam wird jede Saison versucht, die maximal mögliche Leistung herauszuholen. Das Ziel ist daher „an die Leistung der Vorsaison anzuknüpfen und immer versuchen eine Schippe draufzulegen“, so Teammanager Benzel.

SSC-Trainer Koslowski sieht die Stärken der Schweriner Spielerinnen in der unglaublichen Motivation und ihrer harten Arbeit. „Das ist die beste Basis, die wir uns wünschen können, um am Ende erfolgreich zu sein“. Auch bei den Potsdamerinnen sieht Benzel die Team-Qualität und Team-Stärke als großen Vorteil, um stark in die neue Saison zu starten.

Veränderungen im Umfeld gibt es beim SSC Palmberg Schwerin vor allem beim Bau des Vereinsheims und im Umbau der Palmberg-Arena. Dort soll der Businessbereich erweitert werden und somit den Unterstützern ein angemessenes Umfeld geboten werden. Trotz Corona haben beide Vereine großartige Unterstützung ihrer Partner und Sponsoren erfahren.

Auf die Frage, worauf man sich am meisten diese Saison freue, sind sich alle einig: Auf die Fans und die Zuschauer in den Arenen.

Allianz MTV Stuttgart – Schwarz-Weiß Erfurt (19:00 Uhr)

Schwarz-Weiß Erfurt will sein Comeback feiern. „Dieses Jahr ist mit uns zu rechnen!“, so Headcoach Konstantin Bitter. Mit professionellen Strukturen in der Geschäftsführung und Verbesserungen im Mannschaftsumfeld soll die diesjährige Mannschaft konkurrenzfähiger werden.

Allianz MTV Stuttgart versucht es mit einer Mischung aus einem starken Mannschaftskern mit internationalen Spielerinnen und vier jungen, hoffnungsvollen Talenten. Die Spielerinnen von Trainer Tore Aleksandersen agieren bereits sehr gut zusammen und wollen weiter gemeinsam wachsen.

Der neue SWE-Trainer Bitter bringt frischen Wind in die Mannschaft. Nach vielen Jahren als Co-Trainer bei verschiedenen Clubs und auch bei den DVV-Juniorinnen hat er nun den nächsten Schritt gemacht und startet in seine erste Saison als Headcoach. SWE-Manager Yves Wangemann ist sich sicher: „Wir sind überzeugt, dass wir mit seinem Konzept und den neu geschaffenen Strukturen in der 1. Bundesliga erfolgreich sein können“.

Die Auftaktbegegnung ist für Stuttgarts amerikanische Top-Diagonalangreiferin Krystal Rivers „immer speziell, weil wir da erstmals zeigen können, woran wir in der Vorbereitung gearbeitet haben“. Zudem sei Erfurt ein schwieriger Gegner zu Beginn, da der neue Coach und einige neue Spielerinnen frischen Wind in die Mannschaft brächten.

Wangemann sieht das erste Spiel „als große Herausforderung. Die Gegensätze könnten kaum größer sein“. Der Rückblick auf die vergangene Saison ist bei SWE Geschäftsführer Thomas Recknagel kurz und knapp: „Es war Zeit für grundlegende Veränderungen“, welcher mit vielen Neuzugängen und dem Trainerwechsel vollzogen wurde.

Mit der erfahrenen Antonia Stautz kehrt nach vier Jahren in Potsdam eine Spielerin zurück, die schon mit Erfurt 2015/16 den Aufstieg in die Beletage geschafft hatte. Daneben hat Erfurt noch sieben weitere Zugänge zu verzeichnen.

Bei Stuttgart wurde Cheftrainer Aleksandersen frühzeitig verlängert, nachdem er Mitte letzter Saison kurzfristig verpflichtet wurde. Die Co-Trainer Positionen wurden mit Benedik Huus (Norwegen) und Faruk Feray (Türkei) neu besetzt. Die Neuzugänge wurden sehr bewusst ausgewählt. Top-Transfer dürfte Simone Lee sein. Die US-Nationalspielerin ist Außenangreiferin und dürfte mit Hauptangreiferin Krystal Rivers ein furchteinflößendes Angriffsduo bilden. Ilka van de Vyver (Belgien), Julia Nowicka (Polen), Eline Timmermann (Niederlande) heißen die weiteren internationalen Neuzugänge, zu denen sich die deutschen Talente Lena Grundt, Helena Dornheim und Hannah Kohn vom Bundesstützpunkt Stuttgart gesellen.

Die Ziele sind klar gesetzt: Sportdirektorin bei Allianz MTV Stuttgart Kim Renkema möchte „unter den ersten vier Mannschaften der Liga sein und die Nachwuchsspielerinnen sollen heranwachsen“. Der konkurrierende Trainer Bitter möchte das ganze Potenzial seiner Spielerinnen ausschöpfen, denn „wir haben die Fähigkeit, sehr viele Teams zu ärgern“.

VfB Suhl LOTTO Thüringen- Ladies in Black Aachen (19:00 Uhr)

In der vergangenen Saison konnte der VfB Suhl LOTTO Thüringen das Hin- und Rückrundenspiel jeweils mit 3:0 gegen die Aachener Frauen gewinnen. Das soll sich diese Saison ändern, findet Andreas Steindl, PR-Verantwortlicher der Ladies in Black: „In der Vorbereitung bei einem Test gegen den VfB Suhl wurde deutlich, dass das eine enge Kiste werden kann und uns nichts geschenkt wird.“

Aachen konnte seine Vorbereitung mit dem NetAachen-Cup in heimischer Halle mit Zuschauern, einigen anderen Testspielen, sowie einem Turnier in Stuttgart gestalten und fühlt sich gut vorbereitet.

Für die kommende Saison verpflichteten die Ladies in Black den argentinischen Headcoach Guillermo Gallardo, der in seiner Zeit in Vilsbiburg zwei Mal Deutscher Meister und einmal DVV-Pokalsieger wurde. Vom letztjährigen Team blieben die drei deutschen Spielerinnen Annie Cesar, Leonie Schwertmann und Nationalspielerin Jana-Franziska Poll. Ganze zehn Spielerinnen stießen neu zum Team.

In Aachen ist die Vorfreude insbesondere auf die Zuschauer groß. Das Publikum habe eine besondere Verbindung zum Team und mit diesem wieder „Volleyball-Feste feiern zu können“ nennt Leonie Schwertmann als großes Ziel. „An die letzte Saison haben wir schnell einen Haken gesetzt“, erklärt Sebastian Albert, Geschäftsführer der Ladies in Black, „nun richten sich unsere Blicke aber definitiv nur noch nach vorne.“

Ein konkretes Saisonziel nennt Albert nicht, „vielmehr ist es uns ein Anliegen, hier mittelfristig etwas aufzubauen. Wichtig ist uns, dass wir eine Entwicklung in der Mannschaft sehen und sie Spielfreude und Kampf zeigt.“  

Auch beim VfB Suhl LOTTO Thüringen wurde ein Trainerwechsel herbeigeführt. Neu an der Linie ist der international erfahrene Ungar Laszlo Hollosy. Vier Neuzugänge stehen sieben Vertragsverlängerungen gegenüber. Hier setzt der Club aus Südthüringen also auf Konstanz. Fehlen wird dem Team sicherlich die langjährige Leistungsträgerin Claudia Steger, die nach zwölf Jahren ihre Karriere in Suhl mit der abgelaufenen Saison beendet hat.

Aufsehen erregen könnte die 21-jährige niederländische Nationalspielerin Annick Meijers. Die Außenangreiferin wechselt aus der ersten italienischen Liga nach Thüringen und bringt trotz ihres jungen Alters bereits hochklassige Erfahrung mit.  

"Die Aachenerinnen sind eine kleine Wundertüte, nachdem sie letzte Saison erst spät den Einzug in die Playoffs geschafft haben, wollen sie dieses Jahr wieder oben angreifen. Ich bin froh, dass wir gegen sie zuerst Zuhause spielen, mit unseren Fans im Rücken. Im Hexenkessel Aachen ist die Ausgangslage noch einmal ungemein kniffliger", so Trainer Laszlo Hollosy.

NawaRo Straubing - USC Münster (19:30 Uhr)

Für den USC Münster ist das Auftaktspiel gleich das mit dem weitesten Anfahrtsweg. Trainerin Lisa Thomsen und ihr Team „sind sehr gespannt, was uns dort erwartet. Mit den energischen Fans in dieser recht kleinen Halle ist es dann für jedes Team eine Herausforderung.“

Beide Mannschaften versuchten, die Saisonvorbereitung trotz Corona so normal wie möglich zu gestalten. „Mit Corona haben wir leider inzwischen fast Routine“ so USC-Trainerin Thomsen und auch Straubings neuer Chefcoach Bart-Jan van der Mark hat die Vorbereitung „so normal wie möglich geplant“. Selbstverständlich mit strengen Hygienekonzepten und weniger Reisen. Bei den Spielerinnen vom USC kam durch den Umbau der Heimspielstätte Berg Fidel und daraus resultierenden Umplanungen von Trainingseinheiten noch eine große logistische Herausforderung hinzu. Pünktlich zum Saisonstart sind die Arbeiten nun jedoch abgeschlossen.

Die größte Freude aller ist, dass voraussichtlich endlich wieder vor Zuschauern gespielt werden kann. Fans in der Halle gäben einen großen „Motivationsschub“ und „viel mehr Emotionen“, sind sich die Straubingerin Marie Hänle und Münsters Nikolina Maroš (Österreich) einig.

Beide Mannschaften wurden quasi runderneuert. Nur vier Spielerinnen (Münster), bzw. drei (Straubing) blieben von den letztjährigen Teams bei ihrem Club. Straubings Managerin Ingrid Senft sieht die Rolle ihrer Mannschaft vor allem als Ausbildungsverein. Insofern sei man auch nicht traurig, wenn man sehe, dass viele Spielerinnen der letzten Saison jetzt bei Topclubs der Liga untergekommen sind. Das zeige, „dass wir unseren Job gut gemacht haben und sie auf das nächste Level gehoben haben“, so Ingrid Senft. Die schönste Erinnerung an die letzte Saison lässt sich für Straubings Managerin kurz zusammenfassen. Das sei der “verdiente Sieg gegen den SC Potsdam“ gewesen.

Für den USC war es der 3:1 Heimsieg gegen Schwerin, so Lisa Thomsen. Als Saisonziel formuliert sie, „endlich wieder mutigen und begeisternden Volleyball zu spielen.“ Dabei steht das Mitreißen der Zuschauer im Fokus. Straubings Headcoach van der Mark hat ein genaues Ziel vor Augen:“Wir wollen unsere Spielerinnen weiterentwickeln und das dritte Mal in Folge die Playoffs erreichen“.

VC Wiesbaden – Dresdner SC (19:30 Uhr)

Die Begegnung zwischen dem mit einer frisch gebackenen Olympiasiegerin (US-Libera Justine Wong-Orantes) dekorierten Team aus Wiesbaden und dem Deutschen Meister und Supercup-Sieger 2021 Dresdner SC verspricht spannend zu werden. Mit Turnieren und Testspielen konnten sich beide Mannschaften trotz Corona sehr gut auf die Saison vorbereiten. Auch Teambuildingmaßnahmen gehörten dazu, verbunden mit einer Menge Spaß.

„Das erste Spiel der Saison ist immer besonders“, erklärt Sandra Zimmermann, Geschäftsführerin des DSC. Sie findet, dass „mit Wiesbaden ein starkes Team“ auf uns wartet. Auch Tanja Großer und ihr VCW-Team freuen sich, „dass es endlich wieder los geht“ und man schauen kann, was nächstes Mal noch besser geht.

Sechs Neuzugänge hat der DSC zu verzeichnen. Kristina Kicka (Weißrussland), Sina Stöckmann, Sophie Dreblow, Linda Bock (alle Deutschland) und Layne Van Buskirk (Kanada) verstärken das Team aus der sächsischen Landeshauptstadt. Die erfahrene Kicka, bereits von 2013 bis 2016 beim DSC, wird die letztjährige Topscorerin und Saison-MVP Maja Storck (Schweiz) auf der Diagonalposition unterstützen. Jacqueline Quade, Neuzugang aus den USA, zog sich im Rahmen eines Testspiels einen Kreuzbandriss zu. Für sie ist die Saison damit, bevor sie überhaupt gestartet ist, schon wieder beendet.

Noch mehr Wechsel gab es beim VCW. Insgesamt neun Neuzugänge und einen Trainerwechsel vermeldeten die Hessinnen. Lena Große-Scharmann, Pia Leweling, Liza Kastrup, Joyce Agbolossou (alle Deutschland), Nina Herelová (Slowakei), Kveta Grabovská (Tschechien), Erica Handley (USA), Laura Künzler (Schweiz) und Dalila-Lilly Topić (Schweden) werden das Team in dieser Saison verstärken. Als neuer Cheftrainer wurde Benedikt Frank (bisher Straubing) vorgestellt. Neben Olympiasiegerin Justine Wong-Orantes, sind VCW-Urgestein Tanja Großer und die US-Amerikanerin Anna Wruck die Konstanten im Team.

Auf die Frage nach dem Saisonziel antwortet die seit 2012 für den VCW aktive Tanja Großer: „Zum jetzigen Zeitpunkt haben wir noch kein Saisonziel vor Augen“. Die Mannschaft arbeite aber hart um „mindestens einen sicheren Play-Off Platz zu erreichen“.

VC Neuwied 77 – Rote Raben Vilsbiburg (19:30 Uhr)

Es gibt einen neuen Standort auf der Karte der Frauen Volleyball Bundesliga:  VC Neuwied 77. Der letztjährige Meister der 2. Bundesliga Süd spielt ab der neuen Saison 2021/22im Volleyball-Oberhaus. Mit Cheftrainer Dirk Groß hat man bereits seit 2019 einen erstligaerfahrenen Mann an der Seitenlinie. Kontinuität also auf der Trainerposition, wohingegen im Kader sieben Neuverpflichtungen getätigt wurden.

Zu Gast in Rheinland-Pfalz sind die Roten Raben aus dem bayerischen Vilsbiburg, mit 30 Spielzeiten fast schon ein Urgestein in der 1. Liga. Nachdem die letzten drei Spielzeiten jeweils auf dem fünften Rang endeten, soll es diese Saison weiter nach oben gehen. Genau wie bei den Gastgeberinnen verblieben fünf Spielerinnen aus der letzten Saison und sieben Neuverpflichtungen wollen integriert werden. Der erste Spieltag wird zeigen, wem dies besser gelungen ist.

Auf die Frage nach dem Saisonziel antwortet Groß: „Wir sind noch neu in der 1.Bundesliga und wissen nicht, wo wir stehen könnten“. Raben-Trainer Florian Völker hat klare Zielvorstellungen. Die Spielerinnen sollen verletzungsfrei bleiben und mutig sein, da  „die Gegner äußerst ungern gegen die Raben antreten, weil wir jedem Gegner gefährlich werden können“. Die größten Stärken der Raben seien dabei „mannschaftliche Geschlossenheit, Teamgeist und Siegeswillen“, so Völker. Für den ersten Spieltag haben die Raben eine klare Devise ausgegeben. Gegen den Aufsteiger sollen drei Punkte her.

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