Dresden vergoldet Playoff-Comeback – Erste Meisterschaft seit 2016

Foto Dirk Michen: Die Meisterschale ist zurück in Dresden. Foto Dirk Michen: Die Meisterschale ist zurück in Dresden. Was für ein Playoff-Comeback: Der Dresdner SC hat nach 0:2-Rückstand in der "Best-of-Five"-Finalserie um die Deutsche Meisterschaft das Ruder noch herumgerissen und das entscheidende fünfte Spiel in eigener Arena mit 3:0 (25-20, 25-23, 26-24) gegen Allianz MTV Stuttgart gewonnen. Für die Dresdnerinnen ist es der erste Meistertitel seit 2016. Stuttgart schrammte dagegen denkbar knapp an der zweiten Meisterschaft der Vereinsgeschichte vorbei.

Alle SPORT1-Zusammenfassungen der Finalserien um die deutschen Meisterschaften der Frauen und Männer gibt es auf dem DVV YouTube-Channel.

Der DSC krönte sich zum insgesamt sechsten Mal zum Deutschen Meister. vier Titel davon holte man mit Coach Alexander Waibl, der seit 2009 im Amt ist.

Rivers fehlt Stuttgart

"Klar ist es bitter, aber es war ein bisschen erwartbar. Wenn der Motor, die Kapitänin ausfällt...", sagte Stuttgart-Sportdirektorin Kim Renkema bei SPORT1: "Dresden war über die gesamte Serie fitter."

Dresdens Jennifer Janiska meinte: "Nach dem zweiten Spiel wussten wir, dass es noch geht. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass die Mannschaft besonders ist."

Die Außenangreiferin bedankte sich auch bei den Familien, Freunden und Fans, die vor dem TV mitgefiebert hatten.

Storck mit Ass: Satz 1 an Dresden

Am Samstag entwickelte sich von Beginn an ein temporeiches Spiel. Stuttgart schien zunächst leichte Vorteile zu haben, setzte sich auf 6:4 und 10:7 ab. Im Laufe des ersten Satzes erkämpfte sich aber Dresden die Oberhand. Über Zwischenstände von 18:15, 21:16 und 23:19 gewann der SC dank eines Asses von Maja Storck, die zur besten Spielerin gewählt wurde, mit 25:20.

Foto Dirk Michen: Dresden jubelt über den Meistertitel. Foto Dirk Michen: Dresden jubelt über den Meistertitel.

Dresden erspielt sich Vorteil

Die Gastgeberinnen nahmen den Schwung mit und kontrollierten den zweiten Durchgang lange (6:3, 11:7). Der MTV blieb durch starke Blockarbeit aber im Spiel und glich zum 13:13 aus. Es blieb weiter spannend. Erst am Ende des Satzes trumpfte wieder Dresden auf und setzte sich auf drei Punkte ab (23:20). Stuttgart wehrte zwei Satzbälle ab, ehe Lena Stigrot den Ball zum 25:23 ins Feld hämmerte.

Dresden mit sechs Punkten in Folge

Der schwäbische Top-Klub gab sich aber noch nicht geschlagen und zog im dritten Satz schnell auf 6:3 davon. Dresden konterte aber mit sechs Punkten in Folge, was eine Auszeit der Gäste zur Folge hatte.

Dresden, das im Halbfinale Potsdam ausgeschaltet hatte, behauptete aber eine knappe Führung (13:10, 15:13, 18:15, 21:18). Stuttgart kämpfte und provozierte beim Stand von 21:22 eine Auszeit bei Dresden.

Und siehe da: Weil Dresden-Coach Alexander Waibl zu oft vergeblich gechallenged hatte, nutzte sein erneuter Wunsch wenig. Stuttgart glich aus, ging sogar in Führung (23:22) und erarbeitete sich einen Satzball (24:23). Maria Segura Pallerés schlug den Aufschlag aber ins Netz - und plötzlich hatte Dresden Titel-Matchball.

Und diesen nutzte Dresden - mit 26:24 ging auch der dritte Satz an den neuen deutschen Meister. Während bei den Sächsinnen der Jubel groß war, liefen bei den Stuttgarterinnen die Tränen.

Alle Ergebnisse der Finalserie

Spiel 1: Dresden vs. Stuttgart 0:3 (15-25, 20-25, 19-25)

Spiel 2: Stuttgart vs. Dresden 3:2 (23-25, 23-25, 26-24, 25-21, 15-13)

Spiel 3: Dresden vs. Stuttgart 3:2 (30-28, 22-25, 25-20, 19-25, 15-12)

Spiel 4: Stuttgart vs. Dresden 2:3 (22-25, 17-25, 25-22, 25-17, 13-15)

Spiel 5: Dresden vs. Stuttgart 3:0 (25-20, 25-23, 26-24)

(DVV/Sport1)

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